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Ein Tag an der Ostsee: Beach Clean-Up, Zweites Leben für Meeresmüll, Mikroplastik-Wahnsinn

Für mich ging es vor wenigen Wochen an die Ostsee. Gemeinsam mit Ecover und Sistermag haben wir einen Strand in der Nähe von Lübeck aufgeräumt und die Neuauflage eines spannenden Produkts kennengelernt. Doch alles der Reihe nach. Donnerstag Mittag bin ich in Lübeck angekommen. Ausgestattet mit Lunchtüte ging es, gemeinsam mit anderen Mädels, an den Strand von Rettin. Dort haben wir die Jungs von Surfrider kennengelernt, die beim Beach Clean-up dabei waren. Dahinter steckt eine Organisation, die sich dem Schutz der Küsten und Gewässer verschrieben hat. 

Die Sache ist die: Der Strand hat unfassbar sauber gewirkt. Bei näherem Hinsehen merkten wir jedoch schnell, dass dem nicht so ist! Auch auf einem vermeintlich perfekt sauberen Strand verbergen sich Zigarettenstummel, Plastikreste, Socken, Fischernetze, Müsliriegelverpackungen, Hygieneartikel und vieles mehr.

Was ich nicht erwartet habe: Es sind vor allem Zigarettenstummel, die den Strand verunstalten und letztendlich dem Meer schaden. Ich dachte, dass wir vor allem Plastiktüten und -flaschen finden würden. Aber nein, den Großteil machen tatsächlich Zigarettenstummel und Essensverpackungen aus. Wer hätte das gedacht?

Besonders gefreut habe ich mich, tolle Mädels kennenzulernen und wiederzusehen wie zB. die liebe Talisa!

Es war das erste Beach Clean-Up meines Lebens und ich habe mir fest vorgenommen, zukünftig immer die Augen aufzumachen, wenn ich am Strand bin und Müll einzusammeln, wenn ich ihn sehe. Das wichtigste ist, dass das ganze Zeug nicht ins Meer kommt. Das wurde uns allen bewusst, als die Jungs von Surfrider erzählt haben, dass es 2050 mehr Plastik im Meer geben wird als Meerestiere. Das ist doch komplett irre oder? Natürlich kann und muss das verhindert werden. Beach Clean-Ups sind eine tolle Sache, jedoch sollte das Ziel sein, dass der Müll erst gar nicht fallen gelassen wird und noch besser wäre es, einfach gar keinen Müll oder viel weniger zu produzieren, denn auch an Land richtet Plastik etc. viel Schaden an und landet am Ende vielleicht erst recht wieder im Meer. Awareness unter Mitmenschen schaffen ist hier das Stichwort. Außerdem: Wenn wir alle nur noch seltenst Einwegprodukte wie Plastiktüten, Trinkflaschen aus Plastik, Besteck und Geschirr aus Plastik uvm. verwenden, ist schon ein großer Schritt getan. Überhaupt finde ich, dass man durch alltägliche, einfache Veränderungen unsere Freunde, Bekannte, Familie oder auch Fremde am besten inspirieren und anstecken kann, unserer Umwelt gutes zu tun! Die Vorbildwirkung, die jeder Mensch seinen Mitmenschen gegenüber hat, sollte nicht unterschätzt werden.

Der Kreislauf schließt sich

Verrückt ist auch, dass das Plastik im Meer, wenn es einmal dort ist und nicht wieder rausgefischt ist, für IMMER dort ist. Man sagt zwar immer, eine Plastikflasche braucht etwa 500 Jahre, um abgebaut zu werden und sogar bei einer einfachen Windel sind es etwa 450 Jahre, welche entscheidende Info aber immer wieder vergessen wird ist, dass Plastik letzten Endes niemals abgebaut wird. Es zerteilt sich nur in furchtbar kleine Teile namens Mikroplastikpartikel. Ist der Gedanke an ein Meer, in dem haufenweise Mikroplastikpartikel schwimmen, nicht noch gruseliger, als der Gedanke an Müll, den man greifen und teilweise wieder rausfischen könnte? Der Lebensraum für Fische und Meeressäuger wird vollkommen zerstört durch alles, was im Meer schwimmt, wir aber können das Plastik nicht mehr erkennen, weil es sich bereits in all seine Einzelteile zerteilt hat.

Der Kreislauf schließt sich, indem Menschen wiederum Muscheln und Fische essen, die vielleicht das Plastik (bzw. einen Hauch davon) in sich tragen, das sie irgendwann auf den Strand geworfen haben. In einer Muschelmahlzeit werden etwa 90 Mikroplastikpartikel vermutet. Klar, manches wird vielleicht vom Körper ausgeschieden, aber der Rest? Der lagert sich im Körper ab und es wird mehr und mehr. Langzeitschäden sind noch nicht erforscht (soweit ich weiß).

Käpt’n ahoi!

Nach vielen spannenden Infos und dem Beach Clean-Up ging es für uns weiter auf ein waschechtes altes Schiff mit norddeutschem, bärigem Kapitän, einer Crew und allem, was dazugehört! Wir haben dort köstlich zu Abend gegessen, vegane Torte verschlungen und Spannendes zu einem besonderen Produkt erfahren.

The Ocean Health Is Our Health: Limited Edition Spülmittel, die Ocean Bottle von Ecover

Das Produkt, weswegen wir eigentlich alle zusammen gekommen sind, möchte ich euch nicht vorenthalten. Und zwar geht es um die vierte Neuauflage der OCEAN Bottle, einem Handspülmittel mit der Duftrichtung Seegras und Orange. Die Verpackung besteht zu 50% aus recyceltem Meeresmüll. Die restlichen 50% bestehen aus recyceltem Plastik. Ecover hat also eine all over Recyclingflasche geschaffen, eine richtig tolle Idee, wie ich finde. Der Meeresmüll, der verwendet wird, kommt von der Küste Brasiliens. Da fragt man sich natürlich: Warum genau von dort? Warum wird der Müll von so weit hergebracht? In Brasilien gibt es unfassbare Mengen an Müll am Strand und im Meer. Kein Vergleich zu dem Strand, wo wir Müll eingesammelt haben. Die Fischer dort haben oftmals Müll in ihren Netzen, werfen diesen jedoch wieder zurück ins Meer, weil sie dafür bezahlen müssen, den Müll an Land zu bringen. Hier greift Ecover ein und bezahlt die Fischer dafür, dass sie den Müll nicht wieder hineinwerfen, sondern an Land bringen. Dieser Müll wird dann (soweit möglich) zu der Flasche des OCEAN Spülmittels gemacht und bekommt ein zweites Leben. Es wurden übrigens in den letzen Jahren bereits 175.000 Flaschen der Ocean-Plastik-Flaschen verkauft. Verrückt, wie viel Müll dafür aus dem Meer gefischt wurde!
Wenn man sich die Flasche genauer ansieht (siehe Foto) erkennt man, dass das Design sozusagen durchlöchert ist. Durch dieses speziell entwickelte Lochmuster ist die Flasche leichtgewichtig, gleichzeitig robust und dank des durchdachten Flaschenaufbaus werden 15% weniger Plastik benötigt, als bei der herkömmlichen Gestaltung. Klasse, oder?
Mit der Limited Edition wird übrigens die gemeinnützige Organisation Viva Con Agua unterstützt. Die Non-Profit-Organisation erhält von Ecover 40.000€ für ihre Projekte und den Einsatz von sauberem Trinkwasser.

Die Flasche gibt es ab Oktober zu kaufen und kostet in Deutschland 2,95€. Haltet beispielsweise einfach im dm mal die Augen offen, dann werdet ihr sie entdecken.

Wer ist eigentlich Ecover?

Ecover steht seit über 35 Jahren für wirksame Reinigungsprodukte, die sanft zur Umwelt sind. Ecover verzichtet bewusst auf Inhaltsstoffe, die der Umwelt schaden, deren Produkte können vollständig biologisch abgebaut werden. Alle Produkte sind vegan, pflanzenbasiert und mit dem Leaping Bunny zertifiziert. Dank der milden Inhaltsstoffe sind sie auch für Allergiker geeignet.

Ich verwende übrigens schon sehr lange das Ecover Handspülmittel (nicht die OCEAN Edition, die probiere ich nun zum ersten Mal aus und liebe es ebenfalls) und das Ecover Waschmittel. Besonders das Handspülmittel ist der Hit, denn man braucht nur unfassbar wenig und kommt daher überdurchschnittlich lange damit aus. Das Waschmittel ist auch klasse! Jedoch gibt’s bei Ecover noch viele weitere Produkte, die ich selbst noch nicht kenne aber bald testen werde, denn es gab am Ende unseres aufregenden Tages noch einen Geschirrspül-Wettbewerb, bei dem mein Team und ich mit Sauberkeit und Schnelligkeit überzeugen konnten – yessssss – und das, obwohl ich zu Hause nicht für meine Putzkünste bekannt bin. Somit habe ich einen Jahresvorrat an Ecoverprodukten gewonnen und freue mich schon auch mal Weichspüler, WC-Reiniger (in unserem Haushalt ist das allerdings Alex‘ Job, er berichtet dann vielleicht haha!) und Glasreiniger zu testen!

Übrigens: Ecover ist schon lange ein Vorreiter in Sachen Verpackung und gestaltet die Marke rundum innovativ. Bereits seit 2012 bestehen nahezu alle Flaschen zu 75% aus pflanzenbasiertem Plastik (auf Basis von Zuckerrohr) und zu 25% aus recyceltem Plastik.

Kennt ihr die Marke bereits? Und wenn ja, was sind eure liebsten Produkte?

Back Home

Am nächsten Morgen hieß es für mich endlich mal wieder ausschlafen, was auch dringend nötig war. In dem wunderschönen Bett habe ich sehr bequem und gemütlich geschlafen. Danach ging es für mich zum Frühstück und dann stand auch schon meine Heimreise auf dem Programm.

Ich hatte eine wunderbare, spannende Zeit und möchte mich nochmal herzlich bei Sistermag und Ecover für diesen tollen Trip bedanken! Es war durchweg extrem lustig und richtig interessant.

Fotocredits: Alle Fotos, bis auf die Fotos Nr. 5, 7, 11, 14 und 17, wurden mir von dem fantastischen Fotografen Timo Roth zur Verfügung gestellt. Er hat uns den Tag über begleitet. 

Outfitdetails (von Kopf bis Fuß vegan und fair eingekleidet): Shirt Funktionschnit // Cardigan Maska // Jacke Skunkfunk (ausverkauft) // Fake Lederleggings Aritzia // Schuhe Hunter (ausverkauft)

 


Werbung: Dieser Artikel ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Ecover entstanden.

 

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