Alex, Eco

It’s too late to apologize

18.000 Pinguinküken verhungern in der Antarktis. Während die Küken darauf warten, dass ihre Eltern wegen einer ungewöhnlich dicken Eisschicht Nahrung von weit entfernt holen, verhungern sie. Zwei Küken überleben die Brutsaison.

Dass es „schlimm“ ist, dass „das alles“ passiert, ist nicht, worüber man noch diskutieren muss.

Was ist „das alles“ eigentlich?

Der Meeresspiegel steigt um 3,2 Millimeter pro Jahr (weltweiter Durchschnitt). Die Schollenbedeckung nimmt um 4 Prozent, die Sommereisbedeckungum 11 Prozent pro Dekade ab. Seit 40 Jahren schmilzen jährlich 280.000.000.000 (ja, 280 Milliarden) Tonnen Gletscher weg. Dauergefrorene Böden, die Methangas speichern, werden immer dünner. Die Meeresoberfläche wird immer wärmer. Die Meere nehmen rund 20.000.000 Tonnen CO2 pro Tag auf und werden dadurch saurer (der pH Wert verändert sich stetig, die Meere sind eigentlich basisch).

Was sind die Folgen der Erderwärmung?

Wenn die Menschheit den CO2 Ausstoß nicht umgehend (UMGEHEND) drastisch (DRASTISCH) reduziert, sprechen wir unter anderem von diesen Folgen: Hitzwellen selbst in Deutschland oder Österreich, die so extrem sind, dass wie vor 15 Jahren Menschen an der unerträglichen Hitze sterben. Trinkwasserspendende Gletscher verschwinden. Klimazonenverschiebung zwingt Tier und Mensch den Lebensraum zu verändern oder zu verlassen. Das Wachstum aller Meeresbewohner, besonders die Skelettbildung der Tiere wird durch das saurer werden der Meere katastrophal beeinflusst. Methangas weicht aus den Dauerfrostböden, wenn diese zu dünn werden. Der Meeresspiegel steigt bis 2100 um bis zu fast einem Meter an und steigt stetig und das hunderte Jahre lang. Ist das Meer um 2 Grad wärmer, könnte es bis zu fünf Meter höher stehen als jetzt. 200 Millionen Menschen müssen flüchten, weil sie durch Überschwemmungen oder klimatisch bedingt nicht mehr an ihrem Heimatort leben können.

Was kann ich tun?

Ernährung

Die Lebensmittelproduktion verursacht ein Viertel aller Klimaemissionen. Circa 80 Prozent dieser Emissionen kommen aus der Tierhaltung. Selbst wer nicht aufgrund der Tiere oder gesundheitlicher Gründe auf Fleisch (egal ob an einem Tag die Woche, an allen oder manchen) verzichten will, sollte zumindest darüber nachdenken, welch unglaublichen Einfluss die (Massen)tierhaltung auf unser Klima hat. Eine Oxford-Studie hat vor ungefähr einem Jahr bestätigt: Wären alle Menschen Veganer und würden auf tierische Produkte verzichten, könnten die Treibhausgase um sensationelle 70 Prozent gesenkt werden. Natürlich weiß auch Oxford, dass nicht alle Menschen sofort vegan werden, sieht aber in der Ernährungsumstellung (gesünder, veganer, nachhaltiger, weniger Transport) einen der wichtigsten Faktoren in der Bekämpfung des Klimawandels.

Transport

Weniger fliegen (vor allem Kurzstrecke), weniger Auto fahren, mehr Zug fahren, wehr Fahrrad fahren, mehr zu Fuß gehen, mehr regional kaufen, you name it!

Haushalt

Unabhängiger Ökostrom-Anbieter, Bio-Produkte kaufen, weniger unnötig heizen, keine stark Energie verbrauchenden Geräte nutzen, Wechsel auf LED-Birnen sind nur einige von hunderten Möglichkeiten, einen richtigen Schritt zu run.

Was hat das mit einem Outfit zu tun?

Ich sage immer, dass für mich Veganismus viel weiter geht, als „nur“ bis zum Essen. Das hat damit zu tun, weniger Plastik zu verbrauchen (2050 haben wir potentiell mehr Plastik im Meer als Meerestiere!), nachhaltig zu leben (weniger Müll produzieren, regionale Bioprodukte kaufen usw.), nur fair gehandelte Kleidung zu kaufen (einstürzende Fabriken, Ausbeutung von Billiglohnarbeitern, chemische Schadstoffe am Arbeitsplatz: Nein, danke!), Gebrauchtes zu kaufen (Second hand ahoi) und vieles, vieles mehr. Deshalb freue ich mich einfach, dass dieses Outfit aus Winterschuhen ohne Leder (ziemlich coole Treter von NAE via Avesu –  die trage ich mittlerweile täglich), organischen Jeans ohne Chlor-Färbung (keine Mikroplastikpartikel im Abwasser!), einem fair produzierten Shirt, einer veganen, fairen Jacke (ist sie nicht mega cool? besonders gefällt mir der IMAGINE Schriftzug) und einem Schal aus Hanf (keine Nutzpflanze wächst effektiver und schneller als Hanf) und Bio-Baumwolle von Hempage besteht.

Be the change you want to see in this world. – Gandhi


WHAT I WEAR (jedes Teil wurde fair produziert und ist vegan): Jacke LangerChen // Shirt ARMEDANGELS // Jeans Wunderwerk // Schuhe Nae via Avesu // Schal von Hempage

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1 Comment

  • Reply Vanessa 26. Oktober 2017 at 1:38 pm

    Toller Beitrag! Sehr informativ in wenigen Worten!

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