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So funktionieren Leinsamen-Eier! [Der vegane Ei-Ersatz]

Als Alternative zu Eiern kann man bei pikanten oder süßen Gerichten verschiedenste pflanzliche Produkte einsetzen, um beispielsweise die Bindung, die durch Eier entsteht, nachzuahmen. Heute möchte ich euch zeigen, wie man Leinsamen als Ei-Ersatz nutzen kann. Denn wenn man Leinsamen kurz in Wasser quellen lässt, entsteht eine glibberige Textur, die das perfekte Bindemittel abgibt. Ein Leinsamen-Ei ist beispielsweise ideal, um den Zutaten von pikanten Pfannkuchen oder Bratlingen die nötige Bindung zu geben. So halten sie in der Pfanne gut zusammen. Wie Leinsamen-Eier funktionieren, erkläre ich weiter unten. Spoiler: Es ist so easy und ganz schnell gemacht.

Veganer Ei-Ersatz

Je nachdem, was man backt oder kocht, können die verschiedensten pflanzlichen Lebensmittel genutzt werden. Besonders beliebt als veganer Ei-Ersatz sind diese Lebensmittel:

Apfelmus

zerdrückte Banane

Aquafaba (Kichererbsenwasser)

Chiasamen

Mineralwasser

Seidentofu

Sojajoghurt

Sojamehl

Leinsamen

Kichererbsenmehl

eine gekochte Kartoffel

uvm.

Diesen Ei-Ersatz schauen wir uns heute genauer an: Leinsamen

Den Ei-Ersatz aus Leinsamen mag ich besonders gerne. Man braucht nicht viele Leinsamen, um das vegane Ei herzustellen und vor allem sind Leinsamen regional erhältlich. Sie sind oft günstig zu haben und sehr ergiebig. 

Wie macht man ein Leinsamen-Ei?

Man nimmt entweder ganze oder geschrotete Leinsamen und mischt sie mit Wasser. Manche mischen 1 EL mit 1 EL Wasser, andere nutzen Leinsamen und Wasser im Verhältnis 1:2. Nun lässt man Wasser und Leinsamen 5-10 Minuten quellen und fertig ist das Leinsamen-Ei. Man bemerkt sofort, dass sich die Textur verändert hat, denn bereits nach wenigen Minuten entsteht eine glibberige Konsistenz. Genau diese brauchen wir, damit das Leinsamen-Ei-Gemisch als Bindemittel funktionieren kann.

Ich nehme immer lieber etwas mehr Wasser. Meistens mische ich Leinsamen und Wasser nach Gefühl. Außerdem bevorzuge ich eigentlich immer geschrotete Leinsamen, da ich finde, dass sie noch besser binden.

Manchmal füge ich die Leinsamen auch direkt zum Teig hinzu. Wenn dieser ohnehin Flüssigkeit enthält, lasse ich die Leinsamen direkt so nachziehen. Sie quellen dann eventuell nicht so stark, aber die Bindung ist trotzdem gegeben. 

Goldene oder braune Leinsamen?

Das ist für das Leinsamen-Ei ganz egal. Ich nehme jedoch meistens goldene Leinsamen, weil die noch neutraler schmecken.

Geschrotete oder ganze Leinsamen?

Das Leinsamen-Ei funktioniert so oder so wunderbar. Jedoch bevorzuge ich meistens geschrotete Leinsamen. Das ist Geschmackssache. Wenn man geschrotete Leinsamen nimmt, merkt man davon im Teig später eigentlich gar nichts mehr. Wenn man ganze nimmt, kann es sein, dass man mal einen Leinsamen im Mund hat. Mich stört das nicht, aber in manchen Gerichten ist es eher unpraktisch.

 

Vegane Leinsamen-Eier in Rezepten

Die Leinsamen-Eier funktionieren bei pikanten Speisen genauso wie bei Kuchen und Co. Ich zeige euch nun einige Rezepte, in denen Leinsamen als Bindemittel funktionieren und einen wunderbaren Ei-Ersatz abgeben.

Quinoa Bratlinge

Besonders gut kann ich an diesen Quinoa-Bratlingen erklären, wie Leinsamen-Eier in Rezepten funktionieren. Denn wenn ich die Eier weglassen würde, würde der Teig, der aus gekochtem Quinoa, Gemüse und Mehl besteht, für die Bratlinge einfach nicht richtig zusammen kleben und würde spätestens in der Pfanne auseinander bröckeln. Ein bisschen extra Leinsamen und Wasser macht den großen Unterschied! Somit hält der Teig viel besser zusammen und es entstehen leckere und vor allem feste Bratlinge.

Das Rezept für die Quinoa-Bratlinge gibt es bisher noch nicht auf dem Blog. Das Rezept landet aber im histaminfreien eBook, das bald rauskommt.

 

Super saftige Walnuss-Bananenbrot-Schnitten

Bei süßen Kuchen und Muffins verwende ich Leinsamen eher selten, weil meist schon Apfelmus, Banane oder Joghurt enthalten ist, was meist einen 1a Ei-Ersatz abgibt. In diesen Walnuss-Bananenbrot-Schnitten sind aber trotzdem zusätzlich Leinsamen zur Bindung gelandet.

Hier kommst du zum Rezept.

 

Mini-Veggie-Lovers Summer Pizzen

In dem Teig dieser Pizzen sind einige Leinsamen-Eier enthalten. Diese sind für die Textur verantwortlich. Ohne die Leinsamen-Eier wäre die Pizza brüchig und nicht so lecker.

Hier kommst du zum Rezept.

 

Die schnellsten Kräcker der Welt

Die schnellsten Kräcker der Welt sind sozusagen ein einziges großes Leinsamen-Ei plus Mehl. Jedoch funktionieren sie auch ohne Mehl sehr gut. Die Kräcker klappen eben deshalb besonders gut, weil sich Leinsamen in Kombination mit Wasser so gut verbinden. 

Hier kommst du zum Rezept.

 

Pfannenbrote mit homemade Toskana-Aufstrich und Mangold-Basilikum-Salat

Das Pfannenbrot ist auch ein gutes Beispiel für die tollen Eigenschaften von Leinsamen-Eiern. Ohne Leinsamen-Ei ist das Pfannenbrot viel weniger geschmeidig und viel bröckeliger. Durch die Leinsamen-Eier bekommt das Pfannenbrot eine tolle Konsistenz.

Hier kommst du zum Rezept.

 

Knusprige Haferkekse

Auch ein sehr gutes Beispiel dafür, wie sehr Leinsamen-Eier ein Rezept verbessern können sind diese Haferkekse. Es werden Hafermehl, Haferflocken, Kokosöl, Wasser und Ahornsirup vermischt. Ohne ein Ei wären sie recht brüchig. Durch das Leinsamen-Ei klebt der Teig gut zusammen und es entstehen super crunchy Kekse, die nicht sofort zerbrechen.

Das Rezept für die crunchy Haferkekse gibt es bisher (noch) nicht auf dem Blog. Das Rezept landet aber im histaminfreien eBook, das bald rauskommt.

 

Kartoffel-Zwiebel-Puffer mit Kräuter-Joghurt-Dressing und Mini-Ofenpaprika

Genau wie bei den Bratlingen ist auch bei den Karotten-Zwiebel-Puffer ein Leinsamen-Ei sehr praktisch. Somit klebt der Teig viel besser zusammen und zerfällt nicht beim Formen oder in der Pfanne. In den klassischen Kartoffelpuffer-Rezepten landet ja immer ein Ei. Das wird hier einfach durch die Leinsamen ersetzt.

Hier kommst du zum Rezept.

 

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2 Comments

  • Reply carlakatharina 25. Februar 2020 at 3:58 pm

    super beitrag! ich bin schon gespannt auf dein eBook :))

    alles liebe

    carla

  • Reply Elisabeth 25. Februar 2020 at 9:24 am

    Was würde ich bloß ohne deine wunderbaren Kommentare machen Justine…
    endlich eine Beschreibung von Ei-Ersatz mit der ich was anfangen kann!
    Als Nicht-Veganerin bin ich alles andere als versiert in diesem Koch-Universum und
    sehr dankbar für Unterstützung :-))
    Lg Elisabeth

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