Fashion

Do what is right, not what is easy X Der perfekte, vegane und faire Trenchcoat

Die Fair Fashion-Supergirls haben sich wieder zusammengetan, um den Fashion Revolution Day (mehr darüber erfahrt ihr hier) noch viraler zu machen und euch zu zeigen, warum wir Fair Fashion supporten. Mein Kredo lautet ja immer: Informieren statt missionieren und deshalb erzähle ich euch heute, warum ich eigentlich Fair Fashion unterstütze und mich ganz bewusst von der Fast Fashion-Szene (H&M, Zara und Co.) distanziere. 

Die Sache ist die, ich will mir morgens im Spiegel in die Augen blicken können. Ich will sagen können: Justine, du tust das richtige.

,,Do what is right, not what is easy.“

Früher konnte man (mich sehr wohl eingeschlossen) sich noch leicht die Hände vors Gesicht klatschen und sagen: Ich weiß von nichts, ich weiß nichts von den schrecklichen, menschenunwürdigen Bedingungen, die in so vielen Textilfabriken herrschen.
Ja, früher hätte man noch ganz unschuldig bei H&M shoppen können, beide Augen verschlossen, ohne nach rechts und links zu blicken und ohne zu hinterfragen: „Wer hat dieses 5,99€ Shirt eigentlich produziert?“ Auf die Idee kamen nämlich nur sehr wenige.
Mittlerweile ist Fair Fashion jedoch ein Begriff, dem man ständig begegnet. In der Woman gibt’s eine Green-Seite, große Blogger wie Maddie von Dariadaria machen sich stark für fair produzierte Mode und Labels wie ARMEDANGELS und Nudie sind (fast schon) massentauglich, hängen in unfassbar vielen Geschäften auf der Stange direkt neben den Teilen aus der Fast Fashion-Welt.
Ja, heutzutage weiß man Bescheid über die Arbeitsbedingungen und die dürftige Bezahlung der Frauen, Männer und Kinder (!), die die Zara Jeans und Mango Blusen dieser Welt herstellen.
Es ist also so: Es gibt keine Ausreden mehr nicht wenigstens zu beginnen, sich mit Fair Fashion auseinanderzusetzen (ja, Fair Fashion ist (manchmal) teurer, also falls dein Budget sehr klein ist, hier geht’s zum cheap Fair Fashion-Guide, oder einfach im Sale oder Second Hand shoppen), denn es gibt mehr als genug großartige faire Labels und Second-Hand Teile.
Zumindest gibt es für mich seit zwei Jahren keine mehr. Ich habe meine Augen für die Wahrheit geöffnet und entschieden etwas zu verändern. So hochtrabend das nun klingt, aber eigentlich ist es einfach nur das mindeste, was man tun kann. Nämlich wirklich das mindeste. Denn wie kommt man dazu ein Fast Fashion Shirt mit der fetten Aufschrift GIRLPOWER oder EQUALITY zu tragen, was ein (minderjähriges) Mädchen, das irgendwo in einer abgekommenen Fabrik nonstop arbeitet um sich ein notdürftiges Dach über dem Kopf leisten zu können, hergestellt hat? Das ist alles, aber kein Girlpower.
Mittlerweile shoppe ich zu fast 100% fair und bin glücklich, „Nein!“ zu Fast Fashion zu sagen, auch wenn es anfangs ein wenig schwierig war, denn ich war ein typisches allesbeiZarakaufenMädchen. Es ist ganz einfach eine Frage des Wollens. Für mich bedeutet, fair zu shoppen bzw. Second-Hand einzukaufen das Richtige zu tun und den Menschen, die meine Kleidung machen, Respekt zu zollen.

Abgesehen davon bedeutet fair für mich auch, dass nicht nur Menschen nicht leiden müssen, für das Top, das ich trage, sondern auch keine Tiere misshandelt oder getötet werden für meine Accessoires und Cardigans. Für mich ist es mittlerweile eine Selbstverständlichkeit vegan und fair zu leben und wenn man sich wirklich klar macht, was da draußen los ist, wie wir die Menschen ausbeuten um das Shirt ein paar Euro günstiger zu bekommen (was ja nichtmal immer der Fall ist. Auch viele Luxus-Labels produzieren unter den furchtbarsten Bedingungen) und wie es den Tieren geht, die die Textilfabrik mit Leder und Wolle versorgen, dann muss es eigentlich bei jedem Klick machen. 

Die Fashion Revolution bedeutet für mich jedoch im gleichen Atemzug auch, dass man den eigenen Konsum in Frage stellt. Dass man nicht völlig außer Rand und Band jedem Trend nachjagt und sich jede Saison neu einkleidet. Auf zeitlose, hochwertige Stücke setzen und einfach mal nachdenken, bevor man das nächste Stück kauft. Eine schöne Sache ist außerdem, den eigenen Kleiderschrank regelmäßig auszumisten, sich zu fragen: ,,Brauche ich das überhaupt in meinem Schrank?“ – und dann einen neuen Besitzer zu suchen und zu finden, der dem Teil nochmal neues Leben einhaucht und sich freut, es zu tragen. 

Zusammengefasst sind es also folgende Sachen, weshalb ich Fair Fashion unterstütze: den Menschen Respekt zollen, die meine Kleidung machen; das Richtige tun; kleine Labels unterstützen; Geschichten hinter der Kleidung erfahren; 

Hier gibt’s ein paar sehr interessante Filme (The True Cost, Gift auf unserer Haut,..) zu dem Thema, wenn du dich noch weiter informieren möchtest. Hier kommst du zur offiziellen Fashion Revolution Seite.

PS: Und ja, der Umstieg von Fast Fashion zu Fair Fashion kann unter Umständen anfangs schwierig sein, weil man sein Shoppingverhalten ganz einfach um 180 Grad dreht, aber gleichzeitig macht es so viel Spaß neue Labels kennenzulernen, die Geschichten dahinter zu erfahren und zu wissen, dass man das richtige tut, dass es im Endeffekt doch ziemlich easy ist, fair zu shoppen. Inspiration gibt’s beispielsweise bei allen Fair Fashion Supergirls. Weiter unten verlinkt. Do what is right!

Der perfekte, vegane und fair produzierte Trenchcoat von Jan ’n June

So, nun noch ein paar Worte zum Trench, der unter fairen Bedingungen in Polen produziert wird. Dieser Mantel ist für mich von oben bis unten perfekt. Der Schnitt ist super, schön flattrig, trotzdem klassisch. Der Stoff ist seeeehr langlebig und fühlt sich gut an. Ich habe schon einen Rock von Jan ’n June aus diesem Material und der schaut auch nach häufigem Tragen aus wie frisch produziert. Man könnte es als eine Art dünnen Neoprenstoff beschreiben.
Die Länge ist, sagen wir, laaaang. Super lang haha. Das gute ist jedoch, dass sich das Material einfach abschneiden lässt, ohne dass man es umnähen muss. Ein weiterer Vorteil dieses dünnen Neoprens. Ich habe ihn circa 15cm abgeschnitten, vermutlich werde ich nochmal 10 Zentimeter abschneiden, dann ist der Mantel ganz perfekt. Das heißt, du kannst die Länge dieses Trenchcoats eigentlich individuell anpassen, klasse oder? Auch wenn das vermutlich nicht der Hintergedanke der beiden Jan ’n June Mädels war.
Im Zweifel bin ich ja immer für schwarz, aber blau ist auch ganz wunderbar und mal eine nette Abwechslung. Blau passt irgendwie auch zu allem und ist eben mal was anderes als schwarz aber irgendwie auch nicht. Intelligent formuliert Justine, das muss ich schon sagen. In schwarz gibt es ihn übrigens auch, sei an dieser Stelle angemerkt. Ich finde die Entscheidung in diesem Fall echt schwierig.
Das Highlight des Trenchcoats sind natürlich die großen silberfarbenen Knöpfe. I dont like it, I looooove it.

PS: Noch ein Wort zur Größe. Ich trage XS, aber es fühlt sich eher an wie S. Das heißt, er sitzt locker. Wenn ihr möchtet, dass er perfekt sitzt, würde ich wohl zu einer Größe kleiner tendieren.

O h m e i n G o t t: Als ich dieses Foto am Laptop gesehen habe, wär ich fast vom Stuhl gekippt. Auf den ersten, flüchtigen Blick, sieht es doch aus, als hätte ich eine dünne Monobraue. Sooooo lustig haha. In echt ist es nur der Bügel meiner nigelnagelneuen Eco Sonnenbrille. Thank Goooood.

Fair Fashion Supergirls auf einen Blick / heute gibt es auf jedem Blog einen spannenden Artikel zum Fair Revolution Day

Lisa von at least
Maddie von dariadaria
Ann Cathrin von Fashion Fika
Mia von heylilahey
Vreni von Jäckle & Hösle
Anna und Esther von Kunstkinder Mag
Mari von Mari Dalor
Agnes Pauline und Julia-Maria von Nice to have Mag
Noveaux
Wiebke von  Sloris
Amina von Stellamina
Bina von stryleTZ
Julia und Anna von subvoyage

 


WHAT I WEAR (alle Teile sind vegan und bis auf die Schuhe wurde jedes Teil unter fairen Bedingungen produziert): Trenchcoat Jan ’n June // Jeans ARMEDANGELS // Shirt MOCHNI // Rucksack Matt & Nat // Sonnenbrille Neubau Eyewear 

 

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9 Comments

  • Reply REPORT // FASHION REVOLUTION DAY – mari.dalor 9. Juli 2017 at 6:44 pm

    […] ganzes Outfit und Filmtipps zum Thema „Fair Fashion“ stellt uns Justine auf ihrem Blog JUSTINE KEPT CALM AND WENT VEGAN vor. Außerdem erfahrt ihr, warum ab jetzt keine Ausreden mehr gelte, sich nicht vegan und/oder […]

  • Reply Fashion Revolution / Why you should support fair fashion – fairfashionOOTD 27. April 2017 at 12:54 pm

    […] „How can you wear a proudly wear a shirt that says GIRLPOWER or EQUALITY which is made by (a maybe teenage) girl, working her ass off in an unsafe working environment barely who is barely able to afford shelter?“ Justine kept calm and went vegan […]

  • Reply Bina 26. April 2017 at 11:03 pm

    Ich liebe deinen Trench! Habe den von Jan ’n June in Schwarz bereits ins Auge gefasst. Und deine Monobraue finde ich auch fantastisch, hehe! 😉
    Liebst, Bina
    stryleTZ

    • Reply Justine 28. April 2017 at 12:13 pm

      Danke dir Bina! Hach, ja! Der schwarze ist auch soooo schön 🙂 Liebe Grüße, Justine

  • Reply Fashion Revolution – 6 Reasons Why I Support Fair Fashion - Jäckle und Hösle 25. April 2017 at 4:33 pm

    […] lesen, wieso sie Fair Fashion unterstützen: heylilahey, at least, Stryletz, Kunstkinder, Sloris, Justine, Subvoyage, Nice to have, mari […]

  • Reply Why we support Fair Fashion X Lanius Cologne Maxirock 24. April 2017 at 8:32 pm

    […] von Justine kept calm and went vegan Bina von stryleTZ Wiebke von Sloris Lisa von at/least Mia von heylilahey Anna und Esther vom […]

  • Reply Fashion Revolution Day - Why I support Fair Fashion - heylilahey. 24. April 2017 at 4:10 pm

    […] Justine Kept Calm And Went Vegan […]

  • Reply OUTFIT: WHY I SUPPORT FAIR FASHION - stryleTZ 24. April 2017 at 12:32 pm

    […] * Sloris * at/least * Justine kept calm and vent vegan * Nicetohave Mag * Kunstkinder * Jäckle & Hösle * Stellamina * maridalor * Fashion Fika * […]

  • Reply at/least - Why I support Fair Fashion | Fashion Revolution Week 24. April 2017 at 11:37 am

    […] Jäckle und Hösle Heylilahey Sloris Kunstkinder Mag Subvoyage Fashion Fika Justine kept calm and went vegan Stellamina Nice to have […]

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