30 Tage Challenge, Health Talk, Satisfaction Saturday

30 Tage Challenge „Tu deinem Darm was Gutes“

Gesundheit beginnt im Darm. Warum dieses Organ trotzdem so stiefmütterlich behandelt wird, weiß keiner. Fakt ist jedoch, dass ein intakter, gesunder Darm eine wichtige Basis für unsere Gesundheit bildet. Ihr wisst, dass ich mich (vor allem wegen meiner Hautprobleme) schon recht lange mit meiner Darmgesundheit beschäftige. Ich sage nicht, dass Darmgesundheit alles ist, aber unglaublich viele Zivilisationskrankheiten sind auf einen kranken oder gereizten Darm zurückzuführen.  Das wird auch durch aktuelle Forschungsergebnisse immer und immer wieder bestätigt. Problematisch ist, dass unser täglicher Umgang mit diesem sensiblen Organ oft sehr nachlässig ist. Damit er für unsere Gesundheit sorgen kann, braucht er im Gegenzug ganz einfach unsere Unterstützung. Einige Hauptprobleme sind oft ganz einfach zu beheben, denn klar ist, dass die meisten Menschen oftmals zu oft, zu schnell, zu sauer, zu viel, in Eile, am Laptop und zur falschen Zeit essen. Wird der Darm belastet durch falsche Ernährung, Stress, Medikamente etc., dann werden durch bakterielle Prozesse Gärungs- und Fäulnisgifte produziert, die nicht nur den Darm, sondern in Folge auch andere Organe belasten können. Verdauungsstörungen, Nahrungsmittelintoleranzen, Reizdarm uvm. stehen damit in Verbindung und es geht noch viel weiter. Ein kranker Darm kann Auslöser für viele Krankheiten (chronische Beschwerden, Gastritis, Fibromyalgie, Migräne, Hormonelle Störungen, Hauterkrankungen uvm.) sein, während ein gesunder Darm wiederum unser Immunsystem stärkt, einen erstaunlichen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden hat und auch unserer Haut zu Gute kommt. 

Um die Sache auf den Punkt zu bringen, wenn die Darmflora (Besiedelung des Darms mit Bakterien) krank ist, steigt das Risiko für bestimmte Erkrankungen und die Schwächung des Immunsystems ist vorprogrammiert. Also, lass uns deinem Darm etwas Gutes tun und mehr über dieses hochkomplexe Wunderwerk lernen!

30 Tage Challenge „Tu deinem Darm was Gutes“

Hier sind einige Rahmenbedingungen, die ich empfehle, um dem Darm einfach mal was Gutes zu tun. Natürlich kann man noch vieeel mehr tun, Heilfasten, Mayr-Kur, eine Zeit lang super strikt ernähren, etc etc. Diese Tipps sind einfach mal ein Anfang und helfen dem Darm zu entspannen und ihm die Verdauung zu erleichtern. Sie sind relativ leicht umsetzbar und wie intensiv du diesen „Tu deinem Darm was Gutes“-Monat betreibst, entscheidest du natürlich für dich ganz alleine.

UND: Ich bin keine Ärztin. Alles was ich empfehle ist Wissen, das ich mir selbst angeeignet habe bzw. von tollen ganzheitlichen Ärzten empfohlen bekommen habe bzw. was mir selbst einfach gut tut!

1. Versuche viel (gedünstetes) Gemüse und Obst zu essen und viel Basisches zu dir zu nehmen. (Man unterscheidet zwischen „sauren“ und „basischen“ Lebensmittel. Online findet du einige Listen). Über den Tag verteilt sollte man mehr Gemüse als Obst zu sich nehmen. (Wegen Fruchtzucker!)

2. Iss warme Mahlzeiten auch wirklich warm und nicht kalt.

3. Drei (oder vier) Mahlzeiten pro Tag (immer 4-5 Stunden Abstand zwischen den Mahlzeiten) – versuche relativ strikte Zeiten einzuhalten.

4. Abends nach 19:00 nicht mehr essen. Und wenn dein Darm sehr gereizt ist, dann versuche Abends immer nur eine Gemüsesuppe zu essen.

5. Kauen. Vieeeel kauen! Bestenfalls jeden Bissen 30-40x. Das ist besonders wegen dem einspeicheln super wichtig!

6. Nimm dir Zeit für deine Mahlzeiten. Iss im Sitzen und lass Computer/Handy/Fernseher/Tablet und Co mal eine Weile außer Reichweite. Versuche, dir eine kleine stressfreie Oase zu schaffen.

7. Viel trinken! Trinke mindestens 2-2,5 Liter Wasser pro Tag. Wenn du Sport machst, besser noch mehr! Versuche für 30 Tage tatsächlich nur Wasser und Tee zu trinken. Was ich auch liebe: Zitronenwasser!

8. Versuche für die 30 Tage Zucker, Weizen, stark verarbeitete Lebensmittel, schlechte Fette und Co. weitestgehend zu meiden.

9. Versuche täglich gemahlene Flohsamenschalen oder geschrotete Leinsamen in deinen Ernährungsplan zu integrieren. Das sind Präbiotika für deinen Darm!

10. Greife vor allem auf Lebensmittel zurück, die leicht verdaulich sind (Kartoffeln, Wurzelgemüse, etc.).

11. Hör auf deinen Körper. Wenn du nach einem Essen Bauchweh hast oder dich müde fühlst, dann war irgendwas falsch. Vielleicht tut dir das Essen nicht gut, der Zeitpunkt war falsch oder du hast zu schnell gegessen. Versuche zu lernen, was deinem Körper gut tut.

12. Versuche wenigstens in eine Mahlzeit pro Tag ein kaltgepresstes Bio-Öl zu integrieren. Nicht erhitzen und kühl lagern!! Ich empfehle: Leinöl oder Hanföl.

Vielleicht fällt es dir sehr leicht, einige der Punkte (das viele kauen oder das essen ohne Handy) umzusetzen und du entschließt dich, das auch nach den 30 Tagen fortzuführen! Darüber würde sich dein Darm sicherlich freuen.

Wenn du noch mehr tun willst:

Ich empfehle, ein gutes Probiotikum zu kaufen und täglich abends einzunehmen, um den Darm mit allerlei Mikroorganismen zu versorgen. Zumindest nehme ich jeden Tag das ogaenics Love Your Gut Probiotikum (selbst gekauft!) und fühle mich sehr wohl damit.

Okay halt, wie wo, was Probiotikum? Ein Probiotikum versorgt dich, oder genauer gesagt deinen Darm, mit Bakterien. Das Produkt, das ich momentan nehme und das ich sehr mag, ist vegan, natürlich, made in Germany und versorgt mich mit einer Kapsel mit 7 Mrd. guten Bakterien aus 7 Leitstämmen. Sie unterstützen die Mikroflora und verbessern die gesunde Abwehr.

Wenn du kein Probiotikum kaufen magst, kannst du alternativ auf fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi, Miso und Co. zurückgreifen. Sie sind eine Quelle probiotischer Bakterien für deinen Darm. 

Außerdem könntest du dir ein Buch zum Thema Darm oder Darmgesundheit kaufen, einfach um dieses wunderbare und so hilfreiche Organ besser zu verstehen. Beispielsweise „Darm mit Charme“ oder „Alles scheiße?“

Noch ein bisschen besserwissern am Ende:

Wusstest du, ..

.. dass, deine Darmschleimhaut etwa 300m2 groß ist und sich alle paar Tage erneuert?

.. dass in den Darmwänden mindestens 100 Millionen Nervenzellen verflochten sind? Deshalb wird der Darm auch oft als unser zweites Gehirn bezeichnet.

.. dass der Darm das größte Immun-Organ des Körpers ist? Hier befinden sich 70% der Abwehrzellen.

.. dass es eine physiologische Verbindung zwischen Psyche und Verdauungstrakt gibt?

.. dass Bauch und Gehirn über die Darm-Hirn-Achse miteinander kommunizieren?

.. dass etwa 90% des Serotonins im Bauch gebildet werden?

 

 

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