Stellt euch eine kleine (haha) frisch gebackene 15-Jährige vor, die von einer Mini-Stadt in Bayern nach Wien zieht. Sie bringt ihr geliebtes Fahrrad mit und schließt es eines Morgens vor der Schule bei einer Ubahn-Station an. Nicht einen Gedanken verschwendet sie daran, dass jemand das Schloss knacken und das Fahrrad stehlen könnte. Tja, ist aber passiert und das nach wenigen Wochen (oder Tagen? Sie kann sich nicht erinnern) in Wien. Als sie nach der Schule zur Ubahn Station kommt ist das Fahrrad nicht da und noch immer denkt sie nicht an Diebstahl, sondern daran, dass ihre Mama es vielleicht dort abgeholt hat (warum sollte sie das tun? Woher hat sie den Schlüssel?), oder sie an diesem morgen doch nicht mit dem Fahrrad zur Ubahn-Station gefahren ist (verflucht früh einsetzende Demenz? Ich glaube nicht! Gutgläubigkeit trifft es eher). Zuhause angekommen steht fest: Das Fahrrad wurde gestohlen. Das Mädchen, das bis zu diesem Zeitpunkt, und besonders in ihrer früheren Heimat, einfach überall mit dem Rad hingefahren ist, hat ein gebrochenes Herz. Neue Schule, große Stadt, Heimweh und jetzt auch noch das Fahrrad weg. Ohje!
8 Jahre später ist es tatsächlich soweit und ein neues Rad zieht bei ihr ein! Lange hat’s gedauert und die Freude ist riesengroß. Während ihr erstes Rad ein FOCUS Rad war, mit dem sie schwarz und super sportlich unterwegs war, ist es diesmal ein Caféracer. Sie rast also zukünftig mit dem weiß-hellblauen Schlitten zum entspannten Kaffee schlürfen.
Das Mädchen bin natürlich ich. Klein immer noch, aber mittlerweile nicht mehr gutgläubig und unwissend, was Fahrrad-Diebstahl angeht. Jedes zweite Rad in Wien ist ein gestohlenes Rad. Fakt!
Eigentlich wollte ich unbedingt ein Secondhand-Rad, aber es war leider einfach nicht das richtige dabei (Rücktrittbremse, nur 3 Gänge, zu groß, zu klein, zu weit weg, usw.). An dieser Stelle möchte ich auch jedem empfehlen, erst einmal Portale wie Ebay und Willhaben zu durchforsten, bevor ihr eine Anschaffung wie ein neues Rad tätigt. Vielleicht ist ja dort bereits das perfekte Stück dabei. Secondhand ist immer die nachhaltigste Wahl, da nichts neues produziert werden muss.
Dann waren wir in einem Fahrradshop, um einfach mal verschiedene Modelle Probe zu fahren und schwuppdiwupp habe ich mich in dieses Modell verliebt. Mein Vater hat es mir geschenkt und ich bin seitdem im 7. Rad Himmel.
Glaubt es oder nicht, aber gerade steht das Rad in unserer (kleinen) Wohnung im Wohnzimmer, da ich es nicht im Fahrradraum unseres Wohnhauses und natürlich schon gar nicht draußen lassen will. Und obwohl ich weiß, dass Angst kein guter Berater ist und man aus Angst gar nichts tun sollte, habe ich reine Panik, dass es gestohlen wird. Es ist einfach SO schön und ich will nicht, dass es wieder geklaut wird.
Was würdet ihr tun? In den (abgeschlossenen) Fahrradraum? In unserem Wohnhaus wohnen halt echt viele Menschen, die da alle Zugang haben.
Kurz über das Rad: Es wird vollständig per Hand in Europa gefertigt (und nicht in Massenproduktion in China, wie es bei den meisten Rädern der Fall ist), was die Transportwege natürlich verkürzt. Mir wurde mehrfach versichert, dass das Rad vollständig vegan und so gut wie plastikfrei ist. Wobei nicht ganz klar ist, aus welchem Material der Sattel ist. Ich schätze, dass hier kein nachhaltiges Material verwendet wurde – jedoch konnte ich diesbezüglich keine Infos finden. Ansonsten besteht das Rad fast vollständig aus Aluminium und Stahl. Das schöne Stück, der sogenannte „Caféracer“ ist unfassbar hochwertig und wird mir sicherlich die nächsten Jahrzehnte ein treuer Begleiter sein. Die Rad Marke nennt sich CREME und kommt aus Danzig, Polen. Ich habe meins in einem Shop in Wien gefunden. Es ist natürlich schön, wenn man Rad-Shops unterstützen kann, anstatt sich das Rad online zu ordern.
Wir haben übrigens einen Rabatt von 250€ erhalten, da es einen minimalen Lackschaden hat, den man kaum sieht.
Kommen wir zum restlichen „Outfit“. Euch war klar, dass ich die Boyfriend Jeans von Wunderwerk nicht mehr ausziehe, stimmt’s? Dazu kombiniert habe ich ein super süßes Ringelshirt von ARMEDANGELS (ich trage Größe M, damit es nicht so eng ist), Eco-Sneaker von YATAY und eine wunderschöne Tasche von Osier, einem ganz jungen fairen und veganen Brand. Ich stelle euch die Tasche in einem anderen Beitrag nochmal ausführlicher vor, aber hier könnt ihr schon einmal einen ersten Blick auf das schöne Stück werfen:
WHAT I WEAR: Alle verlinkten Teile sind vegan und wurden unter fairen Bedingungen produziert. Denkt immer daran: Nur das kaufen und behalten, was euch wirklich gefällt, was zu euch passt, womit ihr euch wohl fühlt und was ihr auch wirklich benutzen werdet/wollt.
Jeans: Wunderwerk // Material: 100% Bio-Baumwolle
Shirt: ARMEDANGELS // Material: 67% Tencel, 33% Bio-Baumwolle
Schuhe: Yatay // Material: Recyceltes Polyester, Baumwolle, Bio-Baumwolle, Bio-basiertes Polyurethan, Wasser-basiertes Polyurethan, Bio-Polyol, Hanf
Tasche: OSIER // Material: PU & PVC
Trenchcoat: Secondhand












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