Ihr Lieben, darf ich vorstellen: Braten-Balls. Eine köstliche Sache, die ich als Weihnachts-Vorspeise entwickelt habe. Viele von euch haben sich Inspiration für’s vegane Weihnachtsmenü gewünscht – here we go. Ich hoffe, ihr findet das Rezept so großartig wie ich! Die veganen und glutenfreien Braten-Balls sind in Kombination mit Walnuss-Salat die ideale Vorspeise für Heiligabend, aber eignen sich mit Sauce und Gemüse auch wunderbar als Hauptspeise. Sie passen zu diversen Beilagen, wie Rotkraut, Püree, Bratensauce, Reis, usw. Ich wünschte ich könnte den Geschmack der saftigen Balls und dieser hinreißend knusprig guten Kruste durch den Bildschirm an euch übertragen. Ich bin total verliebt! Sie schmecken unfassbar gut!! Die Idee für die Braten-Balls hatte ich und Alex, der sich noch an den Geschmack von „echtem“ Braten erinnern konnte, hat mir dann bei der Rezeptentwicklung geholfen. Natürlich schmecken sie nicht identisch wie „echter“ Braten. Es ist eine wunderbar deftig-gemüsige Abwandlung. Oh man, probiert sie unbedingt aus, sonst verpasst ihr was Guuuutes.
Würziger, veganer Braten in Form von Braten-Balls – mmmmmh!
Die Braten-Balls könnt ihr, wie erwähnt, als Vorspeise oder Hauptspeise auf unterschiedliche Weise kombinieren. Hier kommen ein paar Vorschläge:
– gebettet auf Salat mit leckerem Dressing und crunchy Walnüssen
– in Kombination mit einer leckeren Gemüsepfanne und winterlicher Sauce
– mit Reis, Gemüse und Bratensauce
– in würziger Tomaten- oder Bratensauce, kombiniert mit Püree
– ganz klassisch mit Rotkraut, Bratensauce und Klösen
– modern interpretiert mit Gemüse, cremiger Cashewsauce und crunchy Grünkohlchips on top (mmmh!!)
– uvm.
Zeit sparen an Weihnachten
Wichtig ist einfach, dass ihr sie erstmal alleine anbratet, damit diese ultra gute Kruste entstehen kann. Ich sag’s euch. Die Balls sind DAS ideale Weihnachtsessen. Damit ihr an Weihnachten selbst nicht allzu viel zu tun habt, könnt ihr den Teig auch schon am Tag zuvor vorbereiten. Eventuell müsst ihr dann an Weihnachten noch ein wenig Wasser hinzufügen, damit er sich besser formen und zu Balls verarbeiten lässt.
Das Geheimnis der knusprigen Kruste
Wie so eine gute Kruste entstehen kann? Ganz einfach! Indem ich die Balls erst in Ketchup und dann in Reispapier einwickle. Aus Reispapier werden Sommerrollen und Frühlingsrollen gemacht. In der asiatischen Küche ist das Papier sehr beliebt. Du findest es also im Asia-Shop oder einfach im Denn’s in der kleinen Asia-Ecke.
Das Reispapier muss erstmal eingeweicht werden, damit es schön weich wird und man es um die Balls rollen kann. Das funktioniert folgendermaßen: Man nehme einen großen, flachen Teller und fülle ihn 1-2 cm hoch mit Wasser. Das Reispapier wird nun hineingelegt und sollte von oben und unten mit Wasser bedeckt sein. Es braucht 1-2 Minuten um weich zu werden. Halte das Reispapier mit zwei Fingern fest und gieße das Wasser gut ab. Schneide oder reiße das Reispapier nun in drei gleich große Stücke, also drittle es – mit einem Reispapier kannst du drei Balls umwickeln. Das passiert noch immer auf dem Teller. Lege dann einen Braten-Ball in die Mitte und schlage die drei Enden über den Ball. Klingt bisschen kompliziert, ist es aber nicht! Es braucht einfach nur seine Zeit, bis man alle gerollt hat. Das Reispapier darf und soll an mehreren Stellen doppelt auf dem Braten-Ball liegen. Ab in die Pfanne und mit Kokosöl oder anderem Öl auf allen Seiten gut anbraten. An den meisten Stellen ist es nun knusprig, an wenigen anderen ein bisschen weich. Fertig!
Wichtig: Ich verwende Reispapier mit einem Durchmesser von 21,5 cm.

Wenn ihr die Braten-Balls für eine Vorspeise verwendet, braucht ihr etwa 3-5 pro Person. Wenn ihr sie als Hauptspeise verwendet, kommt es natürlich auf die weiteren Beilagen an und darauf, wie sättigend diese sind. Ich schätze, dass ihr dann 5-7 pro Person braucht.
- 90 g Süßkartoffel (Gewicht von geschälter Süßkartoffel)
- 70 g braune Linsen
- 70 g (rote) Zwiebeln
- 80 g Pilze
- 1 Knoblauchzehe
- 25 g goldene, geschrotete Leinsamen
- 25 g Walnüsse
- 10 g Agavendicksaft
- 9 g süßes Paprikapulver
- 40 g Senf
- 30 g weiches, braunes Brot oder Brötchen (ohne Kruste, glutenfrei)
- ein paar Kräuter (frisch oder getrocknet), winzig klein geschnitten. Ich habe getrockneten Rosmarin und frischen Oregano genommen. Gesamt: 2-3 g
- 20 g Tomatenmark
- Pfeffer
- Salz
- Ketchup (zuckerfrei)
- Reispapier (6 Stück mit einem Durchmesser von 21,5 cm )
- Kokosöl oder anderes Öl zum braten
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Linsen wie gewohnt abkochen.
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Süßkartoffel schälen und im Dampfgarer oder mit ein bisschen Wasser weich kochen.
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Pilze, Zwiebel und Knoblauchzehe winzig klein schneiden und einige Minuten mit etwas Kokosöl anrösten.
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Das Brot oder Brötchen von der Kruste befreien (wenn es keine harte Kruste ist, kann sie dran bleiben, bspw. bei einem Brötchen) und in ganz kleine Stücke schneiden.
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Walnüsse ganz fein hacken.
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Frische Kräuter ganz klein schneiden. Falls du getrocknete Kräuter verwendest, fällt dieser Schritt weg.
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Die Süßkartoffelstücke mit einer Gabel zerdrücken.
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Die abgekochten Linsen kurz in den Mixer geben, damit etwa aus der Hälfte ein Brei entsteht und die anderen Linsen ihre Form behalten.
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Alle Zutaten, bis auf Ketchup, Reispapier und Kokosöl miteinander vermsichen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gut würzen!
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Rolle nun 18-19 Balls aus dem Braten-Teig. Wälze sie in Ketchup.
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Bereite zwei große Teller mit Wasser vor, in denen das Reispapier aufweichen kann. Eins nach dem dem anderen wird aufgeweicht, gefüllt und landet dann in der Pfanne. Siehe Anleitung weiter oben! Es ist ganz einfach. Kostet nur ein wenig Zeit. Ich nehme deshalb zwei Teller, weil dann wieder ein Reispapier aufweichen kann, während ich auf dem anderen Teller das Reispapier um die Braten-Balls lege. Ein Reispapier genügt für 3 Balls.
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Erhitze Kokosöl in einer Pfanne. Brate die Balls auf allen Seiten gut an. Nutze dafür am besten eine beschichtete Pfanne, damit das Reispapier nicht anklebt.
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Seviere die Bratenballs noch heiß mit Salat, Gemüse oder was auch immer du magst.



















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