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Köstliche Bärlauch-Gnocchi einfach selber machen [vegan, glutenfrei]

Welches Rezept könnte die Bärlauch-Sammlung besser abrunden, als eins für Gnocchi? Bärlauch-Gnocchi sind für mich aus offensichtlichen Gründen ein kulinarisches Highlight, da ich ja nicht nur Potato-Loverin bin, sondern auch den ganzen Frühling über im Bärlauch-Fieber schwelge. Dementsprechend ist eine Kombi aus Kartoffeln und Bärlauch, aka grüne, frühlingshafte Super-Gnocchi, ein Träumchen für meine Geschmacksknospen. Die Gnocchi sind sehr einfach in der Zubereitung, knallgrün und herrlich bärlauchig. So, wie sie eben sein sollen. Der Bärlauchgeschmack kommt von der Bärlauchpaste, diese besteht nur aus Olivenöl und frischem Bärlauch und ist schnell gemacht. Die Bärlauch-Gnocchi sind vegan und glutenfrei, aber natürlich kannst du auch glutenhaltiges Mehl verwenden.

Vergiss die Optik!

Aufwendiges Formen, wie ich es getan habe, könnt ihr euch natürlich sparen. Ich empfehle einfach Teigwürstchen zu rollen und dann gleich große Stücke davon abzuschneiden. Die Gnocchi sind dann schlichter, trotzdem hübsch und schmecken genauso wie die zeitintensiver gerollte Variante, die ich alle einzeln über’s Gnocchibrett gejagt habe.

Bärlauch-Gnocchi einfach selber machen [vegan, glutenfrei]

Wenn die Gnocchi eine Beilage sind, genügt die Menge für etwa vier Personen. Wenn die Gnocchi der Star des Tellers sind und nur Pesto/Sauce mit Toppings dazu serviert wird, genügt die Menge für etwa zwei bis drei Personen, je nach Hunger.

Zu den Gnocchi passt ein Salat, Pesto, verschiedene Saucen, wie bspw. eine cremige Pilz-Sauce und vieles mehr. Auf den Fotos habe ich die Gnocchi mit einem einfachen Joghurt-Zitronen-Knoblauch-Dressing und etwas Olivenöl mariniert und mit Pfeffer, Grünzeug und Blüten verfeinert.

Zutaten
  • 600 g festkochende/speckige Kartoffeln (Gewicht ohne Schale)
  • 50 g Bärlauchpaste (bspw. 100g frischer Bärlauch kommen auf etwa 60-70g Olivenöl)
  • etwa 140 g Stärke (Kartoffelstärke oder Maisstärke)
  • etwa 60 g Mehl (bspw. Reismehl)
  • Salz
Zubereitung
  1. Schäle die Kartoffeln und koche sie wie gewohnt ab. Lass die Kartoffeln ein wenig abkühlen, damit sie bei der Verarbeitung nicht mehr so heiß sind.

  2. Bereite währenddessen die Bärlauchpaste zu. Wenn du mehr machen magst, kannst du den Rest einfach in einem gut verschlossenen Glas im Kühlschrank aufbewahren. Damit die Paste einige Monate lang haltbar ist, musst du eine kleine Schicht Olivenöl darüberträufeln.

  3. Stampfe die Kartoffeln fein oder nutze bestenfalls eine Kartoffelpresse. Vermische die gepressten Kartoffeln mit Mehl, Stärke und Paste, sowie ausreichend Salz. Verknete den Teig gut mit deinen Händen. Es kann sein, dass der Teig nun schon perfekt ist, aber eventuell brauchst du auch noch etwas Mehl und Stärke. Das ist ein wenig davon abhängig, welche Kartoffeln du benutzt hast, welches Mehl du nimmst, usw. Der Teig sollte nicht zu weich und auch keinesfalls zu trocken sein. Man bekommt recht schnell ein Gefühl für die richtige Konsistenz.

  4. Erhitze Wasser in einem Topf und bringe es zum sieden. Es sollte also nicht stark kochen, sonst zerfallen die Gnocchi später im Wasser. Forme ein Probegnocchi und gib es in's Wasser. Es braucht nicht lange, um durch zu werden. Es schwimmt recht schnell nach oben und kann ein paar Sekunden später abgeschöpft werden. Teste, ob die Konsistenz passt (aka ob sie im Wasser zerfallen oder nicht) und ob genug Salz im Teig ist. Falls nicht, kannst du den Teig nun noch ein wenig verbessern.

  5. Rolle Teigwürstchen, bemehle sie ein wenig bzw. bemehle die Unterlage ein wenig und schneide gleich große Gnocchi davon ab. Gib die Gnocchi in's siedende Wasser und warte kurz, bis sie durch sind. Es ist normal, dass die Gnocchi etwas weich und vielleicht sogar glitschig sind, wenn sie fertig gekocht sind. Gib die Gnocchi deshalb danach direkt in eine (beschichtete) Pfanne mit etwas Öl und röste sie an oder schwenke sie in etwas Öl, damit sie nicht zusammenkleben. Dadurch werden sie besonders köstlich.

  6. Serviere die Gnocchi mit Beilagen deiner Wahl und lass sie dir schmecken.

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