Change The World, Eco, Zero Waste For Dummies

Zero Waste For Dummies [Part 2]

Wow! Ich freue mich, dass Zero Waste For Dummies Part 1 so gut bei euch ankommt. Mit kleinen Veränderungen in unserem (Konsum)Verhalten können wir soooo viel gutes bewirken! Deshalb geht es heute auch gleich in Runde 2 mit noch mehr einfachen Tipps für ein nachhaltigeres Leben! Auf den Fotos seht ihr immer das „Original“ und im Vergleich die nachhaltige Alternative.

Die gute, alte Obsttasche

Ich will ja gar nicht bestreiten, dass ich manchmal in Plastik verpacktes Obst und Gemüse kaufe. Nobody’s perfect und manchmal schaffe ich es einfach nicht in den richtigen Supermarkt. Aber ich sag’s euch, diese Plastiktaschen bzw. -sackerl zu verwenden, um Gemüse oder Obst einzupacken, das ist ein Verbrechen! Da blutet mir jedes Mal das Herz, wenn ich sehe, wie Menschen ohne nachzudenken ihr Zeugs (oftmals nur eine einzige Zucchini oder 2 Äpfel) da rein packen. Meine Lösung: Das Gemüse/Obst einfach so tragen, ein Baumwollsäckchen mitnehmen und es dort verpacken oooooder notfalls halt eine Papiertüte nehmen. Wobei wir ja alle seit diesem Life Update wissen, dass auch Papier nicht viel mehr Ressourcen spart als Plastik. Falls du mal eine Papier- oder Plastiktüte für Obst oder Gemüse nehmen solltest, dann unbedingt weiter verwenden!

Ich selbst bin noch immer dabei, mir anzugewöhnen, immer welche mitzunehmen. Es ist einfach eine Gewohnheit, die sich nicht von heute auf morgen umstellt. Was du aber heute schon tun kannst: Baumwollsäckchen kaufen/nähen und wenigstens versuchen, sie immer mitzunehmen. Vielleicht gehst du immer mit einem bestimmten Rucksack einkaufen? Dann kannst du sie bspw. dort deponieren. Dir fällt schon was ein!

Netztäschchen bei Greenderella 

Einkaufssäckchen bei Tante Olga // ab 3,90€

Feste Seife statt Seifenspender (oder Flüssigseife aus dem Zero Waste Laden abfüllen!)

Zum Händewaschen verwenden wir schon lange feste Seife statt flüssiger Seife, zumindest zu 95%. Warum? Erstens hält feste Seife ewig (also definitiv länger als normale, flüssige Seife – wobei hier Dr. Bronner eine Ausnahme darstellt, weil es sozusagen „hochdosierte“ Seife ist) und ist dadurch günstiger. Zweitens ist flüssige Seife immer in Plastik verpackt und falls man einen schönen Seifenspender kauft und dann immer wieder Nachfüllpacks kauft, sind zumindest diese wiederum aus Plastik. Wer feste Seife gar nicht mag, kann alternativ einen schönen Seifenspender kaufen – oder einen selber bauen aus einer Lemonaid Flasche und passendem Aufsatz, siehe Titelbild – und dann Flüßigseife im Zero Waste Shop des Vertrauens direkt abfüllen. Das werde ich auch noch probieren. Momentan bin ich sehr happy mit meiner festen Seife zum Händewaschen und wenn ich ab und zu eine Flüßigseife als PR Sample geschenkt bekomme, teste ich dennoch gerne!
Doch zurück zu den festen Seifen: Wir nehmen da immer wieder verschieden Marken, wobei ich die von Dr. Bronner’s – vegan, fair und natürlich – besonders gerne mag. Alex hat auch eine feste Seife zum duschen. Da ist er ein Vorbild für mich. Denn beim duschen klappt das mit dem Zero Waste noch nicht so gut bei mir. Ich liebe einfach die flüssigen Duschen von Weleda. Step by step.

Feste Seifen gibt’s überall! Ganz unverpackt zB. bei Lush (keine Naturkosmetik!) oder diese hier in Papier gewickelt von Dr. Bronner’s // 6€

Bambus-Zahnbürste

Eine wirklich sehr einfache Möglichkeit, um ein wenig mehr Nachhaltigkeit in den Alltag zu bringen, ist ganz einfach eine Bambuszahnbürste statt einer herkömmlichen Plastik-Zahnbürste zu kaufen. Die gibt es mittlerweile von vielen verschiedenen Brands und sie halten echt gut und lange. Genau wie normale Zahnbürsten. Ich verwende Bambuszahnbürsten schon jahrelang und bin sehr zufrieden damit. Jetzt, wo ich auch Zahnputztabletten verwende (siehe Zero Waste For Dummies Part 1) bin ich tatsächlich richtig Zero Waste, was Zahnpflege betrifft. Problematisch bei den herkömmlichen Zahnbürsten ist nicht nur, dass sie aus Plastik bestehen, sondern auch, dass sie zusätzlich noch in Plastik und Papier verpackt werden. Ein Deutscher produziert durchschnittlich 600kg Plastikmüll pro Jahr. Auch wenn die Zahnbürste nur wie ein heißer Tropfen auf dem kalten Stein wirkt, denk daran, wie viele Menschen du in deinem Umfeld inspirieren kannst, ebenfalls auf eine Naturbürste zurückzugreifen. Wenn du dann noch ein paar andere Sachen veränderst, bist du bereits ein halber Öko. So einfach kann nachhaltiges Leben sein!

Bambus-Zahnbürste von Tante Olga // 3,50€

Die, meiner Meinung nach, beste Bambus-Zahnbürste ist die von Hydrophil // 3,90€

Unkaputtbare Strohhalme

In Deutschland werden jährlich 40 Milliarden Plastikstrohhalme verbraucht. Das ist bedenklich. Das ist seeeehr bedenklich. Was man dagegen tun kann? In Restaurants einfach IMMER sagen, dass man keinen Strohhalm haben will. Das ist – wie immer – reine Gewohnheitssache. Mittlerweile steckt gefühlt in jedem Getränk ein Strohhalm. Und ja, auch wenn man darum bittet, keinen Strohhalm zu erhalten, bekommt man zu 50% trotzdem einen. Nicht aufgeben und immer weiter darum bitten.

Ungünstig ist aber auch, dass viele Leute für zuhause Plastik- oder Papier-Strohhalme kaufen. Klar, Papier ist besser als Plastik, aber halt irgendwie auch nicht. Weil es immer noch Einweg ist. Und gerade von diesem Einweg-Ding wollen wir ja wegkommen, stimmt’s? Wir haben deshalb eine kleine aber feine Sammlung an Edelstahl und Glas-Strohhalmen angesammelt und die lieben wir heiß und innig. Ich persönlich mag Glas-Strohhalme lieber als Edelstahl, aber das ist Geschmackssache. Wir haben auch so eine Strohhalm-Bürste, mit der man die Strohhalme wunderbar putzen kann. Falls du noch Einweg-Strohhalme zuhause hast, geht die Welt auch nicht unter! Einfach aufbrauchen und dann schöne Glasstrohhalme besorgen oooooder einfach ohne Strohhalm trinken 🙂

Glasstrohhalme von Halm // unterschiedliche Preise, je nach Größe

Feste Bodylotion versus flüssige Bodylotion

Ich muss zugeben, dass ich die feste Bodylotion nur ergänzend verwende. Obwohl ich sie liebe, sie wunderbar duftet und sehr ergiebig ist, verwende ich auch ab und zu Körperöl und normale Naturkosmetik-Bodylotion. Die Mischung ist für mich momentan ideal. Vielleicht werde ich irgendwann nur noch die feste Lotion verwenden. Mit der festen Lotion reibe ich einfach nur über den Körper und das war’s. Es zieht schnell ein und fühlt sich wuuuunderbar an. Kann ich sehr empfehlen!

Feste Bodylotion (vegan, Naturkosmetik) via Der kleine Bazar (es ist nur noch Raw Cacao erhältlich, kenne ich nicht, ist aber bestimmt supi) // 14€

 


Bei jedem Produkt gilt: wenn du es im Geschäft bekommst, ist das natürlich weitaus besser, als wenn du es online bestellst. Erstens unterstützt du somit bestenfalls kleine Öko-Geschäfte und zweitens sparst du Verpackung!

 

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2 Comments

  • Reply Emilie 21. Juli 2018 at 9:47 am

    Das sind wieder sehr schöne Tipps!
    Das Plastik in der Obst & Gemüseabteilung regt mich auch immer auf… Kann ich nicht nachvollziehen, nur weil die Leute keine Dellen in den Produkten haben möchten?
    Ich möchte auch bald wiederverwendbare Strohhalme kaufen. Allerdings haben wir (leider) noch welche aus Plastik dahin und die werde ich noch aufbrauchen. Denn ungenutztes Plastik wegschmeißen finde ich noch unnötiger.
    Liebe Grüße,
    Emilie von LA MODE ET MOI

  • Reply Anja 21. Juli 2018 at 8:33 am

    Uhhh ich liebe jeden Tip für Zero Waste !! Danke für den tollen Beitrag !! Bei mir zieht als nächstes so ein Gemüse-Stoffsackerl ein und über diese Wachstücher statt Alufolie/Frischhaltefolie muss ich mich noch drüber trauen … . Aber wie du sagst , manches muss halt Schritt für Schritt umgestellt werden . Hab ein schönes Wochenende! Lg , Anja

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