Change The World, Eco, Zero Waste For Dummies

Zero Waste For Dummies [Part 1]

Juhuuu, ich freue mich gerade so sehr über diese neue Artikel-Serie. Ich weiß, Zero Waste ist in aller Munde. Und das ist gut so, denn dieser Planet erstickt in Müll und Einweg-Plastik. Ich bin weit entfernt vom perfekten Zero Waste-Leben und ein 100%- oder auch nur 95% Zero-Waste Leben ist auch ehrlich gesagt nicht das, was ich gerade anstrebe, auch wenn ich andere sehr dafür bewundere, wenn sie das strikt durchziehen. 

Mir ist es wichtig, bewusst zu konsumieren und einige Alltagsgegenstände clever durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen, um Müll zu sparen. Geld sparen tut man dabei übrigens auch nicht selten. 
Es wird alle paar Wochen ein paar neue Produkt-Tipps und Gegenüberstellungen des „Originals“, das viele von uns verwenden, im Vergleich mit der nachhaltigen Alternative geben. Kurz gesagt: Zero Waste Tipps für Anfänger. Ich habe nämlich das Gefühl, dass viele gar nicht erst mit „Zero Waste“ beginnen, weil sie denken, sie ersticken in all den Aufgaben und Verboten und schaffen das alles sowieso nicht. Deshalb lassen sie es einfach direkt bleiben.
Was ich mit Zero Waste For Dummies bewirken will? Ganz einfach. Ich will zeigen, dass man nicht 100% perfekt sein muss, um diesen Planeten zu retten, aber das man sehr wohl was tun muss. Wenige kleine Veränderungen im Alltag und die Entwicklung von kleinen Gewohnheiten ist einfacher als gedacht und tut keinem weh. Im besten Fall noch andere mit deinen guten Taten anstecken und ferdisch. Mehr gibt’s gar nicht zu tun. Denn sind wir mal ehrlich, eine Zahnputztablette statt Zahnpasta zu kaufen, da fällt keinem von uns ein Zacken aus der Krone, aber für unsere Umwelt ist das ein wichtiger, wenn auch winziger und überlebensnotwendiger Schritt. 

Let’s start with the Bimsstein

Also, mal ganz ehrlich. Vor wenigen Jahren dachte ich noch: „Hornhaut an den Füßen? Hah! Nicht mit mir. Meine Füße sind so rein, so sanft, so weich und wunderbar, da kann gar keine Hornhaut entstehen.“ Tja, kann sie doch!  Wenige Jahre später kann ich nicht mehr leugnen, dass ich da herumrubbeln muss. Als Anleitung steht dabei, dass man den Bimsstein anfeuchten muss und dann mit leichtem Druck reiben soll. Ich finde jedoch, dass es am besten funktioniert, wenn man seine Füße kurz einweicht (deine Füße freuen sich über ein Fußbad und ein paar Streicheleinheiten) und den Bimsstein dann anwendet. Klappt einwandfrei! Das Teil hält jahrelang, ist ein Naturprodukt uuuuund ist billig!

Bimsstein via Tante Olga, 5€

Der Klassiker: Die Plastikflasche

Also bei Trinkflaschen aus Plastik bin ich wirklich brav. Ich kaufe mir so selten eine Trinkflasche aus Plastik, dass ich meinen Jahresverbrauch an 3 Fingern abzählen kann. Nur, wenn ich wirklich viel, viel Durst habe, ich nirgendwo Wasser auffüllen kann, ich Kopfweh habe oder ähnliches, dann kaufe ich eine Plastikflasche. Tja und das kommt halt so gut wie nie vor. Weil ich meistens gut vorbereitet bin mit meiner mitgebrachten Trinkflasche. So einfach ist das! Ich empfehle Trinkflaschen aus leichtem Material. Ich habe aber auch eine wunderschöne Glasflasche, die ich gerne verwende.

Ich verwende am liebsten die Flaschen von SIGG, die Flasche auf dem Foto ist die Klean Kanteen von Alex, die er fast täglich seit mehreren Jahren benutzt. 

Zahnputztablette versus Zahnpasta

Obwohl ich die Zahnpasta von Dr. Bronner heiß und innig liebe, hat unsere Beziehung ein jähes Ende gefunden. Einmal Zahnputztablette, nie mehr was anderes. Das erste Mal mag es ungewohnt sein, darauf herum zu kauen und dann die Zahnbürste in den Mund zu stecken. Es schmeckt angenehm frisch und funktioniert einfach einwandfrei. Es gibt also kein zurück mehr! 
Extraplus: Fürs Reisen sind die Tabletten natürlich richtig praktisch, denn sie nehmen kaum Platz und Gewicht weg und sind ganz ohne Flüssigkeit.

Zahnputztabletten ohne Fluorid, Minzgeschmack via Tante Olga, 6,20€

Edelstahl-Rasierer

Finally ist ein Rasierer bei uns eingezogen, der viele, viele Jahre halten wird. Beziehungsweise weiß ich nicht, was diesen Rasierer umbringen kann. Ich denke er ist unsterblich! Weg mit den billigen Plastik-Rasierern, die man nur wenige Male verwenden kann. Man kann die Klingen ganz einfach einsetzen und austauschen (5 Klingen kosten glaube ich 1,50€). Das rasieren funktioniert extrem gut! Die Beine werden gaaaanz glatt. Und ja, man kann sich damit überall rasieren! Ich bin noch ein wenig übervorsichtig, weil ich ein bisschen Sorge habe, mich zu schneiden, aber ich denke das ist reine Gewohnheitssache. PS: In’s Handgepäck darf man den Rasierer auch mitnehmen.

Edelstahl-Rasierer via Tante Olga, 30€ // Rasierklingen via Tante Olga, 1,50€

Netztaschen

Der einfachste und gängigste Weg, um Plastik und Papier zu sparen, ist, sich seine eigene Tasche zum einkaufen mitzunehmen. Man kann beispielsweise Jutebeutel mitnehmen oder größere, wiederverwendbare Taschen aus festem Plastik, wenn man einen sehr großen und schweren Einkauf tätigt. Klar dauert es vielleicht eine kleine Weile, bis man sich angewöhnt hat, immer einen Beutel mitzunehmen, aber der Umstieg lohnt sich. Man spart so viel Müll! Weltweit werden pro Minute eine Million Plastikbeutel verbraucht (!).
Idealerweise kann man in jeder Tasche/Rucksack/Auto/etc. eine Tasche deponieren. So hat man auch bei Spontaneinkäufen immer etwas dabei. Netztaschen und Jutebeutel gibt’s ja mittlerweile überall. Ich mag die Original-Netztaschen von Filt am liebsten.

Netztasche FILT, weiß (Achtung, es gibt verschiedene Größen und Henkellängen! Die verlinkte ist extra big)

 

Ich hoffe euch hat der erste Teil meiner Artikel-Serie gefallen, ich jedenfalls bin sicher, dass man mit kleinen Änderungen viel bewirken kann! Beim nächsten Mal geht’s weiter mit vielen einfachen und wirksamen Tipps und Tricks zum Thema Zero Waste.

 

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5 Comments

  • Reply Maximiliane 23. Juni 2018 at 11:20 am

    Hallo Justine,
    ein toller Beitrag ,vielen Dank! Ich habe jetzt zum ersten Mal von Zahnputztabletten gehört, die Idee ist aber genial. Werde sie bald ausprobieren. Auch der Rasierer ist bestimmt eine gute Investition, leider ist er gerade bei Tante Olga ausverkauft.
    Liebe Grüße, Maximiliane 🙂

  • Reply Janine 21. Juni 2018 at 11:04 pm

    Liebe Justine, darf ich deinen Blogbeitrag in meiner Facebookgruppe „Magic Home – nachhaltig – ordentlich – glücklich“ verlinken? Wir sind eine noch junge Gruppe, in der es überwiegend um Struktur im Haushalt, aber eben auch um Müllvermeidung etc geht. Dein Beitrag „for dummies“ würde unseren Mitgliedern sicherlich den Start zum Zero Waste erleichtern!

    • Reply Justine 22. Juni 2018 at 4:35 pm

      Hi Janine, na klar, sehr gerne 🙂 alles Liebe, Justine

  • Reply Jenny 19. Juni 2018 at 8:57 pm

    Ich beschäftige mich in letzter Zeit auch sehr viel mit diesem Thema und bin so überglücklich, dass bei uns um die Ecke jetzt ein Unverpackt Laden eröffnet hat. Ich finde es toll, dass du für das Thema sensibilisierst und Alternativen aufzeigst. Ich bin auch gerade dabei, vieles umzustellen 🙂

  • Reply Iris 19. Juni 2018 at 4:06 pm

    Liebe Justine, ja dieses Thema ist wirklich wichtig. Keiner muss von heute auf morgen alles umkrempeln. Du zeigst, dass es auch in kleinen Schritten geht. Danke dafür ! Hab einen schönen Tag

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