Eco, Life Update

Juni Life Update: Hochzeit in Belgrad, Foodie-Heaven in Budapest, Öko-Klo, City-Farming, neue Unterwäsche und Flohmarkt-Finds

Hallöchen aus Berlin. Alex und ich haben den Tag gestern im Bus nach Berlin verbracht und haben nun einige schöne Tage auf der Ethical Fashion Week vor uns. Aber das gehört dann ins Juli Life Update. Lassen wir erstmal den Juni Revue passieren. Gleich am ersten Juni haben unsere Freunde Mia und Jesse in Belgrad geheiratet. Oh man, das war ein Fest! Einfach großartig. Das Essen war der Wahnsinn und die Stimmung war einfach großartig. Wir hatten viele tolle Gespräche und haben schöne neue Bekanntschaften gemacht.
Für mich gab’s ein richtig tolles ‚Erfolgserlebnis‘. Ich bin schon immer eher der Kopftyp und körperliche „Sachen“ wie tanzen oder früher auch einfach Umarmungen, fallen mir manchmal schwer. Ich arbeite schon seit Jahren daran, mich besser mit meinem Körper zu verbinden. In letzter Zeit tanze ich immer wieder durch die Wohnung, was mir früher unfassbar schwer gefallen wäre. Nun gefällt es mir sogar. Bei der Hochzeit habe ich auch ganz viel getanzt und fand es wunderbar. Klingt vielleicht nicht nach einem besonderen Erfolg, aber für mich ist es das.

Das hier auf dem Foto bin ich, auf dem Weg nach Belgrad, mit ganz viel Kartoffelpizza-Proviant. Ich hab fast den ganzen Inhalt der riesigen Glasschüssel aufgefuttert. Ellbogen immer schön auf den Deckel, damit ich den Raststätten-Tisch nicht berühren muss; und Dr. Bronner Hygienespray habe ich immer zur Hand, haha.

Und los geht’s! Von Belgrad haben wir nicht allzu viel gesesehen. Wir sind eigentlich wirklich nur für die Hochzeit hingefahren und die war einfach großartig!

Die Location war genau mein Geschmack. Ein bisschen shabby aber auch fancy.

Dann hab ich den perfekten Stuhl entdeckt. Ich finde zwar die Farbe nicht perfekt, aber die Form ist sooooo schön!

Wowww! Ist die Torte nicht wunderschön?

Weiter geht’s nach Budapest

Alex und ich haben dann auf dem Rückweg nach Wien noch einen 2-Tages-Abstecher nach Budapest gemacht. Wir waren vor zwei Jahren schonmal da und lieben die Stadt sehr. Ich finde Budapest ist irgendwie eine Mischung aus Belgrad, Wien und Berlin. Es gibt sogar ‚Spätis‘!

In Budapest gibt’s haaaaufenweise köstliches, veganes Essen. Zu richtig guten Preisen. Ich würde ja sagen, dass sich eine Reise nach Budapest allen wegen des Essens lohnt. Schaut mal hier in meinem Budapest Foodguide und holt euch alle Tipps.

Wir haben auch wieder ins Retrock Secondhand-Geschäft geschaut. Ich fand einen Gürtel sooo cool und ärgere mich im Nachhinein, dass ich ihn nicht mitgenommen habe. Naja, was soll’s. Vielleicht fahren wir im Sommer sogar nochmal nach Budapest und er wartet solange auf mich. Das coole an dem Shop sind aber weniger die Kleidungsstücke, als die Einrichtung. Ich hätte am liebsten das Inventar mitgenommen! So coole Truhen und ein wahnsinnig schöner Schrank.

Tipp:

Ich habe auf dem Handy und auf dem Laptop „Inspirationslisten“ mit vielen Ordnern. Bspw. Zitate, Rezepte, Garten oder Mode, aber auch Interior. Ich mache von jedem Teil, das ich irgendwo, egal ob in Restaurants oder Shops, sehe und riiiichtig gerne mal ein Foto und speichere es dort ab. Wenn ich dann bspw. irgendwann von einem Schreiner eine Kommode und einen Tisch machen lasse, hab ich ganz tolle Inspiration in meinen Ordnern.

Mein Lieblings-Flohmarkt

Vor zwei Jahren waren wir bereits bei Ecseri, dem größten Flohmarkt in Budapest. Ein Paradieeeees! Leider wussten wir auch diesmal nicht, dass eigentlich nur Samstags wirklich was los ist. Samstags sind alle Stände geöffnet. Deshalb lohnt es sich eigentlich nur an diesem Tag hinzukommen. Wir waren Dienstags dort und die meisten Stände waren leider geschlossen. Es war trotzdem schön dort. 

Diesen irre lustigen Sessel haben wir auch entdeckt. Wer stellt sich so einen in die Wohnung? Ich würde es gerne wissen.

Wir haben dann trotzdem zwei tolle Stühle ergattert. Die sind zusammenfaltbar, super bequem und schauen schön shabby aus. Wenn ihr wisst, wie diese Stühle heißen oder ihr zufällig welche in dieser Form verkaufen wollt, meldet euch gerne. Wir bräuchten noch zwei.

Tipp: Emissions-Rechner von Quarks

Wir sind mit dem Auto nach Belgrad und über Budapest zurückgefahren. Mit dem Zug wäre es natürlich besser gewesen. Bus wäre sogar um einiges besser gewesen. Fliegen wäre natürlich am schlechtesten gewesen. Beim Emissionsrechner bekommt man einen guten Überblick. Nächstes mal fahren wir mit dem Bus nach Budapest :-).

 

Unterwegs mit dem Boutiquehotel Stadthalle bei City Farm Augarten

Das Boutiquehotel Stadthalle (super grünes Hotel in Wien – ihr findet hier mehr Infos über das Null-Energie-Bilanz-Hotel) hat mich zu einem richtig schönen Bloggerevent eingeladen. Montag Abend waren wir im Deli Bluem und Dienstag Vormittag haben wir bei City Farm Augarten verbracht. Wolfgang Palme hat uns ganz viele spannende Infos rund ums City Farming und gärtnern geliefert. Die City Farm ist ein städtischer Erlebnisgarten. Es werden immer wieder Workshops und Führungen für Kinder und auch für Erwachsene angeboten. Ich will im Herbst an einem Workshop zum Thema Wintergemüse teilnehmen und freu mich schon darauf.

Ich hab so viel gelernt bei der City Farm – hier ein kleiner Auszug

Tomaten ausgeizen. Davon hatte ich zuvor noch nie gehört. Tomaten mögen es gerne super sonnig. Damit sie schön nach oben wachsen und nicht so ein „Tomaten-Dschungel“ entsteht, in dem viele Tomaten keine Sonne sehen, kann man die Pflanzen ausgeizen. Es gibt den Haupttrieb und viele kleine Triebe. Die Triebe, an denen die Blüten sind bzw. sogar schon Tomaten wachsen, lässt man natürlich dran. Aber andere Nebentriebe, kann man ganz einfach abknicken. So hat die Pflanze mehr Luft, kann weiter nach oben wachsen (an einem Stab!) und die einzelnen Tomaten bekommen mehr Sonne ab. Super praktisch, oder? Außerdem beugt das ausgeizen Pilzbefall vor, eben weil, wenn es bspw. regnet, trotzdem kein feuchter Dschungel entsteht, da die ganze Pflanze sozusagen gelichtet wird.

Dann hab ich gelernt, dass Dünger (also Bio-Abfall, Kaffeesatz oder Mist von Tieren) in erster Linie gar nicht der Dünger für die Pflanzen direkt ist, sondern Futter für die Bodenlebewesen. Nur in zweiter Linie ist der Dünger Nährstofflieferant für die Pflanze. Diese nimmt dann sozusagen das Endprodukt dieses Zerlegungsprozesses der winzigen Bodelebewesen auf. Es ist also unfassbar wichtig, das Bodenleben zu fördern, damit die Pflanzen so richtig prächtig wachsen können. Erde aus dem Baumarkt oder der Gärtnerei genügt nicht. Es sollte auch 1/3 Kompost (in der Lobau gibt’s den gratis zum mitnehmen) dabei sein. Außerdem kann man auch einfach noch wilde Erde dazugeben. Auch mit Kaffeesatz und Co kann man der Erde gutes tun.

Schaut mal! Wolfgang hat uns erklärt, dass man Kartoffeln ganz einfach mit Pappe und Heu anbauen kann. Die Pappe auslegen, eine Schicht Heu, Kartoffeln rein und nochmal Heu darüber. Spannend, oder?

Im Herbst kann man dann die ersten Kartoffeln ernten.

Das Öklo aka Öko-Klo

Soooo begeistert war ich von dem Ökoklo, das bei City Farm aufgestellt war. Ich hab’s ausprobiert! Es hat da drin kein bisschen gestunken.  Es sieht aus wie ein Dixi-Klo, ist aber um einiges nachhaltiger. Einige Follower*innen haben mir geschrieben, dass sie das Klo von Festivals kennen. Richtig cool!

Rita bringt’s

Es gab dann noch Bio-Mittagessen von Rita Bringt’s. Die ganze Verpackung hat uns schon zum schlucken gebracht. Ich glaube, manche hätten dann lieber nichts gegessen. Trotz der Verpackung, die teilweise aus Bio-Plastik bestehen, ist Rita natürlich ein nachhaltigerer Lieferdienst, als viele andere. Die Speisen und Getränke werden mit dem Lastenrad geliefert. Alles ist bio, vegan oder vegetarisch. Ein weiterer Pluspunkt: Die Bestellungen werden nur bis am Vortag um 16:00 angenommen. Somit wird wirklich nur das produziert, was im Endeffekt auch gegessen wird.

News an der Unterwäsche-Front!

Es war echt dringend notwendig, dass ich mal wieder an neue Unterwäsche komme! Da kam mir das PR-Sample von Coco Malou sehr, sehr recht. Ich bin total verliebt in die höher geschnittene Panty und den süßen, gefütterten BH. Coco Malou ist der neue Brand von meiner Blogger-Kollegin Corinna (Kissen & Karma). Coco Malou setzt auf kurze Transportwege innerhalb Europas, faire Arbeitsbedingungen und vegane, sowie nachhaltige Materialien. Es wird bspw. Tencel und recycelte Spitze verarbeitet. Die erste Kollektion ist richtig schön geworden. Ich bin gespannt, was noch kommt.

Übrigens: Ich habe meinen ausführlichen Unterwäsche-Guide auf dem Blog erneuert. Es ist für jede Größe und jeden Geschmack was dabei. Hier kommst du zum Guide.

Getestet: The Lala

Wir waren im neuen, veganen Lokal – The Lala – in Wien und haben mal getestet, wie das Essen so schmeckt. Von der Einrichtung habe ich leider vergessen, ein Bild zu machen. Die ist einerseits echt cool und andererseits einfach irgendwie übertrieben aka ein bisschen zu viel Venice-Beach-Fancy-Imbiss-Style für mich. Ich fand das Ambiente ganz nett, aber nicht so richtig zum wohlfühlen. Man bestellt essen, wartet kurz, isst und dann geht man wieder. Man will dort irgendwie nicht länger sitzen, weil’s einfach nicht so bequem und heimelig ist. Aber ok, das muss es ja auch nicht sein. Ich finde das nur immer schön. Das Essen war sehr lecker. Die Mädels, die dort arbeiten, waren sehr lieb. Alles in allem wirkt die Karte in Stein gemeißelt und ich schätze, die wird nicht an die Saison angepasst. Das Konzept hinter The Lala steht halt auch einfach nicht für regionale Küche, sondern für LA. Also irgendwie bin ich hin und her gerissen, was The Lala betrifft. Es war echt lecker, aber einfach kein Restaurant, in das ich regelmäßig gehen würde. Trotzdem schaue ich sicher wieder vorbei. Großer Pluspunkt: Täglich geöffnet von 8:00 bis 20:00. Die meisten Restaurants in Wien, die ich gerne mag und die vegan sind, haben entweder abends oder Samstag und Sonntag geschlossen.

Foodsaver-Brühe

Habt ihr schon die Foodsaver Gemüsebrüh-Würfel entdeckt? Simple Idee, aber echt mega praktisch!

Sonnenschutz-Talk

Ich habe ALL eure Fragen zum Thema Sonnenschutz beantwortet. Entstanden ist ein richtiges Mini-Lexikon! Klickt mal rein.

 

 

 

 

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1 Comment

  • Reply Anne 5. Juli 2019 at 5:37 pm

    Hi Justine, ich finde das sehr mutig, dass du offen erzählst, dass dir das Tanzen mal so schwergefallen ist. Ich fühle mich leider auch nicht wohl dabei, versuche aber das nie zuzugeben und hab dann lieber eine Ausrede. Mich würde interessieren, wie du daran gearbeitet hast, dich besser mit deinem Körper zu verbinden. Es wäre schön, einfach frei durch die Wohnung oder auf Festen tanzen zu können. Liebe Grüße und danke für den schönen Blog!

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