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#FactFriday [ein bisschen Bildung am Freitag]: Was die Versauerung unserer Meere bedeutet

Es gibt so viele, wichtige Themen zu Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Tierrechte und allerlei anderen Bereichen, über die wir sprechen sollten, über die wir nachdenken sollten. Genau aus diesem Grund werde ich mich von nun an (fast) jede Woche mit einem dieser Themen näher befassen und euch dann einen kurzen Überblick in einem neuen Format liefern: #FactFriday – ein bisschen Bildung am Freitag. Ich freue mich auf euer Feedback. Und jetzt geht’s schon los mit dem ersten Thema: Was die Versauerung unserer Meere bedeutet. 

Schon 2014 stand groß und breit im SPIEGEL Eine unsichtbare Veränderung hat die Meere befallen: Das Treibhausgas CO2 lässt das Wasser saurer werden, Kalkschalen lösen sich auf. Forscher sprechen von einem der größten Umweltprobleme der Welt.“ Jahre später ist die Situation brenzliger als je zuvor. Der Klimawandel schreitet voran, wir stoßen viel zu viele CO2 Gase aus, es landen Unmengen an Müll im Ozean und das wiederum macht die Meere sauer. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Meere versauern, der ph-Wert verändert sich und das ist ein großes Problem. Meeresbiologe Ulf Riebesell erklärt: Das kommt daher, weil der Ozean CO2 aufnimmt. Das Kohlendioxid reagiert dann mit dem Meerwasser zu Kohlensäure und macht das Wasser allmählich saurer. Der Ozean behält aber weiterhin einen pH-Wert von über 7, den wir als alkalisch bezeichnen.
In der vorindustriellen Zeit hatte das Meer einen ph-Wert von 8,25. Aktuell beträgt der Wert 8,1. Da sich die Lage weltweit nicht bessert, sondern verschlimmert, wird der Wert weiter sinken. Doch auch schon die Veränderung von 0,15 bedeutet einen 30% (!) höheren Säuregehalt. Eigentlich regulieren die Meere unser Klima, doch je mehr sie versauern, desto weniger ist das möglich. Es ist ein Teufelskreis und die Meere haben keine Chance, sich von der Versauerung zu erholen, da die Erderwärmung voranschreitet, die Vermüllung und die Überfischung ebenso.
Ungefähr ein fünftel der menschengemachten CO2 Emissionen werden von den Ozeanen aufgenommen. Sollten diese Werte weiter steigen bzw. nicht sinken, wird das Meer voranschreitend versauern, wodurch eine der wichtigsten Komponenten des globalen Ökosystems massiv geschwächt wird.

Auch die Fauna bleibt davon natürlich nicht unberührt. Das Korallensterben ist akut. (Davon schon gehört? Die Korallen sind durch die Erwärmung des Wassers und die massive Vermüllung gestresst. Dadurch werfen sie die winzigen Lebewesen ab, die auf den Korallen leben und sie mit Nährstoffen versorgen. Sie werden nicht mehr mit Nährstoffen versorgt. Sie sterben ab. Während dieses Prozesses werden die Korallen weiß, man sieht ihr „Skelett“. Der Begriff nennt sich Korallenbleiche und ist leider überall auf der Welt zu beobachten.) An manchen Stellen ist die Zahl der riffbildenden Korallen um 80% gesunken. Ihr könnt euch ausrechnen, dass, wenn man bedenkt, dass Karollenriffe Lebensraum für über eine Million Arten (!) sind, allein dadurch unfassbar viele Lebewesen aussterben und/oder Probleme haben, sich an den neuen Lebensraum (oder was davon übrig ist) anzupassen.

„Wusstest du, dass 70% der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind?“

Übrigens ist es meine persönliche Challenge diesen Fact Friday immer ganz kurz und knapp zu halten. Mal schauen, ob mir das gelingt! Habt einen tollen Tag und spread the word!

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