Change The World, Eco, Zero Waste For Dummies

Zero Waste For Dummies [Part 3]

Ein Format, das ihr besonders mögt, ist Zero Waste For Dummies. Hier zeige ich nachhaltige Alternativen zu verschiedenen alltäglichen Gegenständen auf. Endlich gibt es nun Part 3 für euch. Klickt mal rein in Part 1 und Part 2, wenn ihr diese Teile verpasst haben solltet und eine nachhaltige Alternative zu Einwegrasierern, Zahnpasta, Flüssigseife, Bodylotion, Einweg-Trinkflasche, Hornhaut-Entferner, Einweg-Strohhalm und Co. kennenlernen möchtet.

Los geht’s mit fünf weiteren Eco-Alternativen zu alltäglichen Gegenständen.

Veganes Bienenwachstuch statt Frischhaltefolie

Wir haben so gut wie nie Frischhaltefolie verwendet, deshalb war ich mit dem Problem kaum vertraut. Viele Menschen wickeln aber alles mögliche in Frischhaltefolie, bevor sie es in den Kühlschrank geben. Beispielsweise Gemüse, von dem sie nur die Hälfte verwendet haben oder eine Schüssel mit Essensresten wird mit Frischhaltefolie abgedeckt. Meine Alternative: Die Bienenwachstücher gibt es in verschiedenen Varianten. Das Original ist mit Bienenwachs. Die veganen Varianten sind mit veganem Wachs. Das Tuch, das ich habe, besteht aus einem Stück Baumwollstoff, regionalem Bio-Wachs, Bio-Jojobaöl und Baumharz aus Niederösterreich. Bei guter Pflege halten sie mehrere Jahre! 
Die Tücher können zum Frischhalten, Einfrieren, Abdecken und Verpacken verwendet werden. Die Tücher sind biegsam und passen sich dem, was du verpacken oder frischhalten willst, perfekt an. Es gibt viele verschiedene Größen, sodass für jeden das richtige dabei ist.

Ich habe die veganen Wachstücher (Rapswachs und Baumharz statt Bienenwachs) von Beeofix. Es gibt viele Anbieter! Natürlich könnte man die Tücher auch selbst machen.

Kaffee To Go KeepCup statt Einweg-Becher

Wusstet ihr, dass 320.000 Kaffee To Go Becher verbraucht werden? Pro Stunde. Allein in Deutschland! Das ist crazy. Klar, ein Becher weniger macht keinen Unterschied, aber es geht um die langfristige Umgewöhnung auf Mehrweg-Becher und darum, aufzuklären und zu inspirieren. Der Müll, der allein durch diese Einweg-Becher anfällt ist echt brutal. Alex und ich haben deshalb Mehrweg-Becher von KeepCup. Die gibt’s in allen erdenklichen Formen, Farben und Größen und lassen keine Wünsche offen. Natürlich gibt es noch viele weitere Anbieter, die Mehrweg-Becher verkaufen. Finde einfach den perfekten für deine Bedürfnisse und schon bist du einem nachhaltigeren Leben einen Schritt näher gekommen. Entweder du nimmst dann ein Getränk deiner Wahl von Zuhause mit, oder du nimmst den Becher leer mit und lässt dir beim Bäcker oder im Café dein Getränk hineinfüllen. Einfach fragen, die machen das gerne.
Falls diese Becher gar keine Option für dich sind, dann könntest du auch auf eine Thermosflasche zurückgreifen.

Beim Avocadostore gibt es eine gute Auswahl an KeepCups. Natürlich gibt es auch viele andere Marken, die Mehrweg-Cups herstellen. Du findest sicher den richtigen für deinen Geschmack! Wir mögen die aus Glas besonders, weil es auch viel angenehmer ist, daraus zu trinken als aus einem herkömmlichen Papier- bzw. Plastikbecher.

Eco-Brotbox statt doppelt-und-dreifach-in-Plastik-verpacktes-Antipasti, in-Alufolie-eingewickeltes-Sandwich oder Einweg-Behälter-To-Go

Essen von zuhause mitnehmen ist prima. Noch besser ist natürlich, wenn es nicht in einer Einweg-Verpackung, sondern in einer Brotbox oder ähnlichem verpackt wird, statt Alufolie und Co. Wir haben verschiedene Behälter zuhause. Manchmal nehmen wir auch einfach Gläser, in denen vorher Lebensmittel drin waren, die wir dann gespült und für den Transport aufbewahrt haben. Edelstahlboxen sind natürlich die leichtere Variante und somit angenehmer, wenn man so wenig wie möglich Gewicht schleppen will. Achtet darauf, dass die Boxen, die ihr kauft, auslaufgeschützt sind durch einen Dichtungsring, damit sich dein mitgebrachtes Essen nicht im Rucksack verteilt! Ein Sandwich kann man natürlich auch in das oben genannte Wachstuch einwickeln. 
Wenn du dir irgendwo ein Essen To-Go mitnehmen willst, kannst du es in deine mitgebrachte Dose geben lassen, statt eine Einweg-Verpackung zu nehmen. Die Edelstahl- oder Glasbehälter eignen sich auch wunderbar, um darin Antipasti oder Co. zu besorgen. Alex hat z.B. in mitgebrachten Behältern Antipasti für den Weihnachtsabend mit seiner Family gekauft. Das hat nur teilweise funktioniert, weil dieser Mann so darauf konditioniert war, alles super schnell doppelt und dreifach in Einweg-Plastikbehältern zu verpacken. Wenn aber nun immer mehr Menschen mit eigenen Behältern kommen, wird das hoffentlich irgendwann normal sein. Falls du nicht vegan bist, kannst du Käse auf dem Markt in deine Box geben.
In manchen Geschäften gibt es ja sogar losen Tofu zu kaufen. Ebenfalls ein Fall für eine mitgebrachte Box oder ein Glas.

Die Box, die ihr auf dem Foto seht ist vom Zero Waste Onlineshop Tante Olga. Hier findet ihr außerdem einige auslaufsichere Eco-Brotboxen.

DVDs lieber digital kaufen/leihen

Als vorletzten Punkt möchte ich einen Nobrainer anführen, der anscheinend keiner ist. Denn noch immer kaufen wahnsinnig viele Menschen DVDs und CDs, in „fester Form“, anstatt sie in digitaler Form und somit Zero Waste zu kaufen. Alex und ich kaufen Songs, Filme und Co schon ewig nicht mehr als CD oder DVD. Es ist so viel praktischer und spart viel Müll. Wenn man dazu keine Möglichkeit hat, könnte man eine DVD in der Videothek leihen, anstatt eine zu kaufen. Anbieter wie Netflix ermöglichen es uns, müllfrei Filme zu sehen. Spotify und Co ermöglichen es uns, keine CDs zu kaufen. Klar, ganz müllfrei und vor allem CO2-neutral ist es nicht, Stichwort Server, aber dennoch besser als heutzutage noch gigantische CD- und DVD-Sammlungen aufzubauen.

Mehrweg-Wattepads statt Einweg-Wattepads

Als ich euch vor kurzem die Pads in den Instastories gezeigt habe, meinten viele, dass sie sich selbst Wattepads aus alten Baumwolltüchern und anderen Stoffresten nähen oder sogar häkeln! Richtig klasse. Ich habe meine Mehrweg-Pads von Loona und das sind bisher die ersten, die ich qualitativ wirklich gut finde. Schminke ließ sich bisher bei 60 Grad entfernen. Ich muss jedoch sagen, dass ich sie nicht unter hardcore-Bedingungen testen konnte. Ich weiß nicht, wie sie sich verhalten, wenn man sehr viel Schminke damit entfernt (ich schminke mich ja nur um die Augen und auch das eher selten) und sie sehr oft wäscht. Ich schätze jedoch, dass sie sich nur leicht verfärben und trotzdem weiterhin sehr gut erhalten bleiben. Es gibt viele verschiedene Mehrweg-Wattepads in verschiedenen Größen, Stoffen und Farben. Einfach mal schauen, was euch am ehesten zusagt.

Auf dem Foto könnt ihr den fliederfarbenen (<3) Pad von Loona Skincare sehen. Sie überstehen eine 60 Grad-Wäsche. Laut Hersteller darf man sie nicht über 30 Grad waschen. Leider gingen nicht mal bei 40 Grad Wimperntusche und Co. runter. Bei 60 Grad war alles weg. Weiteres Manko: Nur Baumwolle, nicht Bio-Baumwolle. 
Wie gesagt, es gibt viele Anbieter, die solche Pads anbieten. Bisher war noch nichts besseres als Loona dabei – was nicht heißt, dass sie schlecht sind, im Gegenteil – und ich hatte schon verschiedene zuhause. Am Ende ist es vermutlich am besten, sich selbst welche aus alten Baumwollstoff-Resten zu nähen!

 

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