Health Talk

Die besten natürlichen Anti-Erkältungs-Tipps + Hausmittel um dein Immunsystem zu stärken & Erkältungen vorzubeugen

Ich bin so dankbar, dass mein Immunsystem so viel stärker ist, als früher. Ihr wisst ja, dass ich jahrelang chronische Bronchitis und Nasennebenhöhlenentzündung hatte. Schulmediziner*innen haben mir da leider nicht weiterhelfen können und am Ende habe ich es irgendwie durch Ernährungsumstellung, Spagyrik und Co. geschafft, gesund zu werden. Seit gut 4 Jahren werde ich kaum mehr krank. Im Herbst hat es mich erwischt, aber nur, weil ich es echt herausgefordert habe und viel zu dünn angezogen war. Ich bin ansonsten höchstens mal angeschlagen, kriege aber dann dank Hausmittel schnell wieder die Kurve. 

Es gibt zwei wichtige Themen, die ich ansprechen will, bevor ich haufenweise Infos zur Stärkung des Immunsystems und Hausmittel aller Art, sowie Tipps aus der TCM, Homöopathie, Aromatherapie und Co. mit euch teile. Das ist erstens die Vorbeugung. Vorbeugung ist meiner Meinung nach ein suuuuper wichtiges Thema, denn wenn man jeden Tag ein klein wenig mehr die richtigen Lebensmittel, Öle, usw. in sein Leben integriert, ist das Immunsysytem bzw. unser ganzer Organismus viel besser versorgt und wird erst gar nicht krank bzw. ist die Chance viel geringer. Unser Körper muss so viel leisten, ist so viel Stress durch ein hohes Arbeitspensum, Feinstaub, Autoabgase, und vieles mehr ausgesetzt, dass es nur natürlich und wichtig ist, dass wir ihn bei seiner Arbeit unterstützen, ihm viel gutes tun! Lasst uns einfach immer gut auf unseren Körper achten und ihm geben, was er braucht, nicht erst wenn er krank geworden ist. Sei das eine Erkältung oder etwas schlimmeres. 

„Your Body is Your Temple.“

Und zweitens ist es die folgende Frage, die du dir stellen kannst, wenn es dich erwischt hat: „Warum bin ich krank?“ Es ist immens wichtig auf seinen Körper zu hören und lernen zu verstehen, was er sagen will. Die Antwort könnte lauten, dass man einfach zu kalt angezogen war oder sich bei jemand anderem angesteckt hat. Wenn man sehr selten krank ist und es dann doch mal passiert, würde ich eher wenig hineininterpretieren. Oder aber du bist schon länger etwas angeschlagen und dann erwischt es dich so richtig. Vielleicht sehnt sich dein Körper nach einer Auszeit und du könntest dein Stressmanagement in Angriff nehmen. Anderes Szenario: Du bist ständig krank. Was könnte das bedeuten? Vielleicht ist einfach dein Immunsystem im Eimer. Wenn du dich gar nicht gesund ernährst, könntest du in diesem Bereich einiges ändern und vielleicht ist das bereits die Lösung für dich. Oder ernährst du dich eigentlich ziemlich gesund, bewegst dich auch viel an der frischen Luft, aber trotzdem bist du total anfällig für Krankheiten? Dann steckt vielleicht mehr dahinter und du könntest dich von einem Alternativ-Mediziner durchchecken und deine Blutwerte überprüfen lassen. Vielleicht hast du „nur“ einen Vitamin D-Mangel (was leicht in den Griff zu kriegen ist), einen Eppstein Baar Virus, der dich schwächt, oder eine von tausend anderen Sachen. Alles wäre möglich. Dass du ständig krank bist könnte aber auch daran liegen, dass du chronisch unzufrieden mit deiner Lebenssituation bist und dein Körper dir versucht zu sagen: „Hey, so nicht“ Ändere was und zwar schnell!“ Die Möglichkeiten sind endlos. Fragt euch einfach immer, warum bin ich krank und steckt vielleicht mehr dahinter?

Im heutigen Beitrag möchte ich euch Lebensmittel, ätherische Öle, Wickel, wertvolles Wissen aus verschiedenen Büchern, spannende Tipps von meiner TCM-Ärztin und vieles mehr vorstellen, dass euer Immunsystem (gerade während der kälteren Jahreszeit) stärkt, damit ihr erst gar nicht krank werdet und verhindert, dass ihr richtig krank werdet, wenn ihr euch angeschlagen fühlt. Wenn es aber doch mal passiert ist und ihr krank geworden seid, dann wird euch dieser Beitrag ebenso helfen, denn auch für akute Erkältungen und Co. findet ihr Tipps. Beziehungsweise gelten viele Hausmittel sowohl zur Vorbeugung, als auch zur Heilung.

„Wusstest du, dass wir statistisch gesehen 3 Jahre unseres Lebens krank sind?“

Ich habe diesen Beitrag in 5 Teile aufgeteilt, damit er nicht allzu unübersichtlich wird. Wobei, helfen tut das nicht wirklich, es ist einfach so viel Text geworden und das, obwohl ich mich tatsächlich auf’s wesentliche fokussiert habe. Seht diesen Beitrag einfach als eine Art Lexikon, den ihr immer wieder aufrufen könnt, wenn ihr krank seid, vorsorgen möchtet oder euren Freund/Familienmitgliedern zeigen möchtet, dass es auch natürlich geht.

1. Teil – Vorbeugung

Let’s go! Folgende Hausmittel helfen vor und während einer Erkältung (Schnupfen, Husten, Ähnliches), sowie einer Erkältung vorzubeugen.

1. Natürliche Antibiotika – Lebensmittel, die dein Immunsystem boosten und Entzündungen hemmen/vorbeugen

Ich will mich jetzt gar nicht über Antibiotika auslassen, denn in manchen Fällen hat es natürlich seine Daseinsberechtigung, bzw. kann in Notsituationen Leben retten. Aber ganz ehrlich, wie absurd ist es, dass viele schon bei einer normalen Erkältung ein Antibiotikum nehmen? Das kann – meiner Meinung nach – nicht gut sein. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Ich habe das Buch „Natürliche Antibiotika aus Wildpflanzen und Heilkräutern – Entzündungen stoppen und das Immunsystem stärken.“ vor einigen Monaten gekauft und mag es sehr gerne. Es zeigt auf einfache Art und Weise, dass die Natur uns fast alles gibt, was wir brauchen.

Folgende Lebensmittel stärken dein Immunsystem, wirken präventiv und hemmen Entzündungen bzw. helfen, dass die erst gar nicht entstehen. Denn neben übermäßigem Stress, zu wenig Sonnenlicht, zu vielen Umweltgiften, Bakterien und Viren, können eben auch eine vitalstoffarme und übersäuernde Ernährung zu (chronischen) Entzündungen und (chronischen) Erkrankungen führen. Lasst uns unser Immunsystem boosten, wenn wir fit sind und natürlich auch besonders dann, wenn wir angeschlagen oder krank sind. 

„Lass Nahrung deine Medizin sein!“ – Hippokrates

(Ich schreibe jetzt nicht zu jedem Nahrungsmittel dazu, warum es so toll ist. Vertraut einfach auf mein Wort und/oder recherchiert selbst noch nach und futtert dieses entzündungshemmende Zeug!)

Knoblauch (roh oder gekocht – essen wir täglich roh in Saucen, Dips oder einfach so als Topping auf pikanten Gerichten)

Zwiebeln (roh oder gekocht)

Ringelblume (als Tee)

Granatapfel (als Saft, roh oder ein Präparat aus den Kernen – wir haben den Saft aus dem Reformhaus, hält im Kühlschrank zwei Wochen)

Aroniabeere (als Saft oder die frische Frucht, steht im Kühlschrank und wir trinken jeden Tag circa 20ml)

Brennnessel (als Tee, Pulver oder roh)

Kren (aka Meerrettich) (roh oder gekocht)

Kurkuma (als Pulver, als Tee oder roh – wandert bei uns fast täglich in den Entsafter, außerdem habe ich noch Kurkumakapseln)

Blaubeeren (roh)

Ingwer (roh, als Tee oder Gewürz – wir geben Ingwer immer in den Entsafter oder machen Zitronen-Ingwer-Limos. Bei Halsschmerzen oder angehender Erkältung kannst du auch einfach ein Stück rohen Ingwer essen. Sehr effektiv!)

Brokkoli (roh oder gekocht)

Amla (als Pulver)

Holunder (als Saft oder als Tee)

Echinacea (als Saft oder als Tee)

Kamille (als Tee oder als ätherisches Öl)

Moringa (als Pulver oder als Tee)

Nachtkerze (als Öl)

Sanddorn (roh, als Tee oder als Saft)

Und einige mehr. Das sind jedoch meine Favoriten und ich schaffe es mehrere dieser Lebensmittel über den Tag einzunehmen. Entweder in Gerichten, gefroren oder frisch, als Pulver, in frisch gepressten Säften, Smoothies, als Tee, Öl oder als Kapsel.

Achtung, viele der wertvollen Inhaltsstoffe befinden sich direkt unter der Schale, also sollte möglichst dünn (oder gar nicht)geschält werden.

Hier findet ihr das Rezept für Ingwer-Kurkuma-Shots! Super hilfreich!! Ich trinke das oft und es ist wirklich klasse.

Und hier kommst du zu meinem Matcha-Orangen-Shot. Der perfekte Shot um vorzubeugen oder wenn die Erkältung schon da ist. Er steckt voller Antioxidantien, Vitamin C und vieeeel Power!

Zitronen-Ingwer-Wasser – der schnelle Immunbooster: Eine Zitrone auspressen, ein Stück Ingwer mit Wasser mixen und mit dem Zitronensaft vermischen. Auf einen Liter Wasser aufgießen. Fertig!

2. Versorge dich mit Vitamin C

Natürliches Vitamin-C stärkt die Abwehrkäfte und hilft hochdosiert auch, die Erkältungsdauer zu verkürzen. Folgende Lebensmittel enthalten beispielsweise besonders viel Vitamin C: Brokkoli, Grünkohl, Paprika, Acerolakirsche, Zitrone, Orange, Sanddorn und Hagebutte.

3. Meersalz Nasenspray als Prophylaxe

Meersalz-Nasenspray: Meine TCM-Ärztin hat mir folgende Prophylaxe empfohlen: Jeden Abend Meersalz-Nasenspray in die Nase sprühen um Bakterien und Viren rauszuspülen. Denn sie brauchen 24 Stunden um sich durch die Nasenschleimhäute zu bohren. Wenn man die Nase jedoch täglich durchspült, ist die Chance, dass sie sich festsetzen, geringer. 

4. Weitere wirksame Tipps um Erkältungen vorzubeugen

Frische Luft, Zuhause regelmäßig lüften, warm anziehen, für warme Füße sorgen, Bewegung und Sport, Wechselduschen, trockener Heizungsluft vorbeugen, für erholsamen Schlaf sorgen (vielleicht mit einem Schlaf-Wohl-Spray oder ein paar Tropfen Lavendel auf dem Kissen?), Work-Life-Balance, Entspannung, den Darm mit entlasten, die Bedürfnisse des eigenen Körpers verstehen und Freude am Leben.

 

2. Teil – bei akuter Erkältung/ Fieber/ Halsschmerzen/ Nebenhöhlenentzündung und Co

Wenn es dich bereits erwischt hat oder du angeschlagen bist

Dann gilt alles, was ich weiter oben zur Vorbeugung geschrieben habe. Zusätzlich habe ich noch einige Tipps für euch. Ihr werdet sehen, dass es unzählige Möglichkeiten gibt, um Erkältungen auf natürlichem und gleichzeitig wirksamen Weg zu behandeln.

1. Tees

Husten (beruhigend): Eibischwurzel, Malvenblüten, Isländisch Moos, 

Halsentzündung: Gundelrebe, Knoblauch, Lungenkraut, Salbei, Spitzwegerich

Husten und Bronchitis: Weibisch, Fenchel, Huflattich, Isländisch Moos, Anis, Spitzwegerich, Thymian, Königskerze

Erkältungskrankheiten: Sonnenhut, Kamille, Lungenkraut, Salbei, Spitzwegerich, Holunder, Lindenblüte, Weide, Kapland-Pelargonie (als Extrakt)

Mund und Rachenraum-Entzündungen: Arnika, Kamille, Ringelblume, Salbei

Reizhusten: Spitzwegerich, Holunder, Thymian, Lindenblüten

Schnupfen: Fenchel, Holunder, Kamille, Lindenblüten

Ringelblume ist eine der natürlichen Antibiotika.

2. Inhalieren mit Kamille oder Salz

Ich habe schon oft kochend heißen Kamillentee zum inhalieren verwendet. Das wirkt sehr wohltuend bei Erkältung, Schnupfen, entzündlichen Erkrankungen und Reizzuständen der Luftwege und Atemwegserkrankungen. Kamille wirkt antibakteriell, wundheilungsfördernd und entzündungshemmend. Auch mit Salz habe ich schon sehr oft inhaliert und auch das empfand ich als sehr befreiend und hilfreich, wobei Kamille wahrscheinlich die mildere und wohltuendere Variante ist. Ich finde: Finger weg von Wick VapoRup und Co. Wenn man diese chemischen Substanzen einatmet, fühlt man sich zwar frisch und die Nase ist frei, aber gerade wenn man oft inhaliert, ist das sicherlich nicht richtig gesund. Weiter unten gibt es auch noch einige Tipps bzgl. ätherischen Ölen und Inhalation.

3. Ernährung

„Wusstest du, dass der Darm ein besonders wichtiger Teil unseres Immunsystems ist? 70 % aller Immunzellen befinden sich im Dünn- und Dickdarm; knapp 80 % aller Abwehrreaktionen laufen hier ab.“

Aus diesem Grund empfehle ich eine „leichte“ Kost, wenn du krank bist, viele Suppen, wenig schweres. Der Darm sollte unbedingt entlastet werden, damit er sich um deine Immunabwehr kümmern kann. Um einer Erkältung vorzubeugen spielt die Ernährung natürlich auch eine wichtige Rolle. Unsere Ernährung steht in direktem Zusammenhang mit unserem Gesundheitszustand. Es ist so wichtig, überwiegend gesund zu essen, viel Obst, viel Gemüse (wobei der Gemüseanteil immer höher sein sollte, wegen Fruchtzucker usw.) zu sich zu nehmen und ausreichend klares Wasser zu trinken. Nüsse, abwechslungsreiche Gerichte, überwiegend Obst und Gemüse (auch in roher Form), wenig Frittiertes, gesunde Fette, nicht zu spät abends essen (Intervallfasten), frisch kochen, Bio-Lebensmittel, wenig verarbeitetes, die Liste könnte ewig so weiter gehen. Das Wichtigste: Unsere Ernährung sollte überwiegend basisch, abwechslungsreich, frisch und vitallstoffreich sein.

Natürlich ist es ultra wichtig viel zu trinken! Stilles Wasser und Tees!!

4. Schwitzen

Es kann sehr hilfreich sein, den Körper mit Hilfe eines heißen Tees oder eines Vollbades zu “erhitzen“. Die Körpertemperatur wird durch die Wärme leicht ansteigen – der Organismus befindet sich somit in einer Art leichtem künstlichen Fieber. Das Bad sollte unbedingt ein Vollbad sein und kann zwischen 10 und 20 Minuten dauern, danach super warm einpacken, schwitzen und ausruhen.
Mein Opa empfiehlt: „Grippestopp-Bad“. 10 Tropfen Eukalyptus 
mit einen Schuss Obstessig mischen. Bei den ersten Anzeichen einer Grippe oder Erkältung ein heißes Vollbad nehmen, dann Lavendelöl auf’s Shirt und schlafen!

5. Ruhe und Schlaf

So abgedroschen es auch klingen mag, doch wenn man sich bereits schlapp fühlt oder sogar richtig krank ist, dann ist Ruhe und viel schlafen das Wichtigste. Wenn ich mich mal nicht so gut fühle und dann einfach ausschlafe, dann geht es mir in 99,9% der Fälle soooo viel besser, das hilft einfach so gut wie immer!

6. Emotionale Entspannung

Nicht nur der Körper braucht unter Belastung Ruhe, auch Deine Seele bzw. Deine Emotionen brauchen diese Ruhe. Sich hineinzusteigern, was man nicht alles machen könnte, wenn man nicht krank wäre oder sich elend zu fühlen, weil man grad nicht so viel machen kann, hilft nicht. Viel besser ist es, zu versuchen, sich eine schöne Zeit zu machen, sich Tee zu kochen, es schön warm zu machen, einen guten Film zu schauen oder ein Buch zu lesen und die Genesung als Auszeit wahrzunehmen. Diese Auszeit lässt sich in diesem Moment nicht mehr umgehen, aber sie anzunehmen und Entspannung zu suchen, ist unglaublich hilfreich. Alex hat sich früher (auch jetzt manchmal noch, aber er ist da viel ruhiger geworden) richtig reingesteigert, weil er nicht arbeiten konnte oder nichts unternehmen konnte, wenn er krank war. Dabei hat es ihm sehr geholfen, zu akzeptieren und sich einfach zu entspannen. Das hilft dann auch der rascheren Genesung.

7. An alle, die sich gleich Chemiebomben holen, wenn sie anfangen zu kränkeln

Ich hab das auch schon gemacht, als ich dachte, dass ich ganz, ganz schnell gesund werden muss. Viel gebracht hat es im Endeffekt nicht. Der Körper braucht ganz einfach seine Zeit, um wieder fit zu werden. Manchmal sind das drei Tage und manchmal zwei Wochen. Achtung, ich verurteile niemanden, der das so handhabt! Was viele Menschen jedoch vergessen, oder was manche auch gar nicht wissen: Statt den üblichen Verdächtigen Strepsils, Boxagripp, Clarinase und wie sie alle heißen, gibt es sehr viele wirkungsvolle Arzneien auf natürlicher Basis, die ebenfalls sehr gut helfen. Abgesehen von all den Lebensmitteln und Hausmitteln natürlich!

Beispielsweise hat Weleda unendlich viele Arzneien im Sortiment, die du alle in der Apotheke besorgen kannst. Ob gegen Husten, Schnupfen, oder sonstwas. Und auch viele andere Firmen bieten natürliche Mittel an. Ob das alles wirklich besser hilft, als die Kräuter und all die Lebensmittel, die ich weiter oben aufgeführt habe, in Kombi mit viel Inhalation, Ölen und Co., das muss jeder für sich entscheiden. Man kann auch das eine mit dem anderen kombinieren. Ich mag zB. Drags Immun total gerne. das bewahren wir im Kühlschrank auf. Es ist so etwas wie ein natürliches Antibiotikum aus einem Baumharz. Kann man in der Apotheke bestellen und hält recht lange. Es ist aus der Spagyrik. Neben TCM, Homöopathie und Co. eine weitere spannende Alternative zur Schulmedizin. 

Und dann gibt es natürlich noch homöopathische Mittel und TCM Tinkturen bei Husten, Nasennebenhöhlenentzündung und Co. 

Was ich sagen will: Es gibt zu allem natürliche Alternativen und auf die sollten wir uns – meiner Meinung nach – besinnen. Die wirken nicht besser oder schlechter, sicherlich weniger aggressiv, vielleicht manchmal langsamer (das muss aber gar nicht sein!) aber mit Sicherheit mehr in Einklang mit deinem Körper und deinen Selbstheilungskräften und das ist für mich das wichtigste.

Alex hat sich in den Weihnachtsferien bspw. eine Tinktur in der TCM Apotheke geholt (9,50€) um seine Erkältung noch besser abklingen zu lassen und er fand es super.

TCM-Nasenöl und Meersalz-Nasenspray

An dieser Stelle kann ich auch sehr empfehlen statt herkömmlichem Nasenspray erst einmal zu Meersalz-Nasenspray zu greifen, da es sanft abschwellend wirkt. Im Gegensatz zu ’normalem‘ Nasenspray darf man es über einen längeren Zeitraum nehmen. Zwar wirkt es nicht so stark, ist aber weitaus gesünder für die Schleimhäute.

Und ich hole mir hin und wieder das Nasenöl. Nicht weil ich krank bin, aber ab und zu tendiere ich dazu nicht frei atmen zu können und deshalb nehme ich das TCM Nasenöl gerne am Abend. Es tut soooo gut. Ich war ja im Herbst auch mal kurz krank und da habe ich es auch schon ausprobiert und es ist echt irrsinnig gut. Es befreit die Nase total und auf natürlich Weise, mindestens genauso effektiv wie „normales“ Spray. Versprochen.

„Wusstest du, dass man herkömmliche Nasensprays nur wenige Tage verwenden darf?“

Warum ist das so? Ganz einfach, weil ein Gewöhneffekt (aka ein Suchtpotenzial herrscht) und das wiederum sehr kontraproduktiv wäre, denn wenn man das Spray über einen längeren Zeitraum verwendet, kann das zu einer dauerhaft verstopften Nase führen. Durch die abschwellende Wirkung der Nasensprays können Sekrete besser abfließen, was anfangs „gut“ ist. Verwendet man es aber länger, gewöhnt sich die Nase an die Wirkstoffe, reagiert kaum mehr darauf, weshalb Betroffene das Nasenspray häufiger verwenden und in Abhängigkeit geraten. Klingt dramatisch und ist auch so, hunderttausende sind tatsächlich süchtig nach Nasenspray. Wer monatelang das Spray verwendet, trocknet die Schleimhäute aus, das beeinträchtigt die Abwehrfunktion auf Keime und Krankheitserreger können sich leichter ausbreiten. Bei jahrelangem Gebrauch können Teile der Nasenschleimhaut absterben.

Bei dem Nasenöl ist das anders. Es ist 6 Monate haltbar und man kann es problemlos längere Zeit verwenden. Es ist total wirkungsvoll und sehr zu empfehlen.

8. Homöopathie

Ich finde die Homöopathie sehr spannend und gehe selbst regelmäßig zu einer Homöopathin! Der Artikel ist einfach schon so lang, dass ich nicht darauf auch noch näher eingehen möchte. Deshalb verlinke ich euch hier einige Tipps zu beginnender Erkältung, Glubuli bei Erkältung (Halsschmerzen), Globuli bei Erkältung (Husten) und Globuli bei Erkältung (Schnupfen). Globuli bekommst du in der Apotheke.

9. Ayurveda

In der Ayurveda werden wärmende und leicht verdauliche Speisen, wie Reis und Gemüse empfohlen. Rohkost, sowie Speisen direkt aus dem Kühlschrank sollen vermieden werden. Empfohlen werden bittere Gewürze, denn durch die Bitterstoffe entsteht im Körper ein Milieu, in dem sich Viren und Bakterien nicht wohlfühlen. Gewürznelken und Ingwer wirken durch ihre ätherischen Öle vorbeugend gegen Grippe und Erkältung. Nutze diese Gewürze um deinen Stoffwechsel anzukurbeln: Ingwer, Pippali, schwarzer Pfeffer, Kardamon, Nelken, Zimt, Kurkuma, Süßholz und Waldhonig.Solange die Grippe noch im Anfangsstadium ist, soll möglichst wenig gegessen werden. Fisch, fette Milchprodukte und Zucker vermeiden. Man könnte auch zwei Fasttage einlegen. In der Ayurveda sind körperliches und emotionales Gleichgewicht eng miteinander verwobenen. Die Ayurveda empfiehlt also Dinge zu machen, die Freude bereiten und entspannen.

10. Zwiebel-Hustensaft selber machen

Das ist ein altes und sehr verbreitetes Hausmittel. 
Schäle eine Zwiebel und schneide sie in ganz kleine Stücke. Fülle sie in ein Glas und füge nun 2-3EL Honig/veganen Honig/Agave/Zucker/oÄ. hinzu. Das Originalrezept ist mit herkömmlichem Zucker oder Honig. Lass es über Nacht stehen und siebe die entstandene Flüssigkeit ab. Das ist der Hustensirup, von dem du bis zu 4x am Tag etwas einnehmen kannst. 

11. Was du sonst noch tun kannst

Bei hartnäckigen Nasennebenhöhlenentzündungen bieten sich regelmäßige Salzspülungen an. Aber Achtung, das Gerät muss immer gut gereinigt und abgekocht werden. Außerdem kannst du es auch mit einer Wärmelampe versuchen und diese auf deine Bronchien ausrichten. Ich glaube das geht auch mit den Nebenhöhlen, bin mir aber gerade nicht mehr 100%ig sicher, wie ich sie damals verwendet habe. 

 

3. Teil – TCM 

Wertvolle Tipps von meiner TCM-Ärztin 

Für alle, die es nicht wissen: TCM bedeutet Traditionell Chinesische Medizin und ist eine ganz großartige Alternative zur klassischen Schulmedizin. Ich gehe regelmäßig zur Akupunktur und Besprechung zu meiner großartigen TCM-Ärztin (Dr. Tan Bleinroth in 1090 Wien!) und fühle mich dort super gut aufgehoben. Sie war so lieb mir viele Tipps für euch zu geben. Nicht wundern: In der TCM kann man auch sehr gut europäische, hier heimische Kräuter, die nach den Kriterien der TCM ausgewählt werden, verwenden. Los geht’s!

Ernährung:

Die TCM empfiehlt, dass man während man krank ist, überwiegend vegetarisch isst und auf Milchprodukte bestenfalls komplett verzichtet. Der Klassiker heiße Milch mit Honig beispielsweise hilft nicht, sondern führt zu Verschleimung und kann Symptome verschlimmern. Wenn es sich um eine chronische Erkrankung handelt, sollte man Weizen und Gluten weglassen, denn beides fördert Entzündungen. Weiters sollte man auf warme Hände und Füße achten (hier wird ein Senfmehlbad empfohlen, Erklärung weiter unten) und leichte Kost zu sich nehmen. Denn, wie oben erwähnt, werden Immunzellen überwiegend im Darm gebildet, weshalb es wichtig ist, diesen so gut es geht zu entlasten. Außerdem sollte man für guten Stuhlgang sorgen und gegebenenfalls mit Sauerkrautsaft nachhelfen. Wer eine Verstopfung hat, wird die Erkältung schwerer los. 

Konkret empfiehlt die TCM viele wärmende Suppen (Reis-Suppen sind besonders zu empfehlen) zu sich zu nehmen, Frühlingszwiebeln (öffnen die Nase) und Lauch zu essen. Heiße Nahrungsmittel (damit ist nicht die Temparatur gemeint) mobilisieren die Abwehrkräfte und wirken gegen Kältezustände im Körper. Das sind zum Beispiel: Schwarzer Pfeffer, Curry, Zimt, Muskat, Knoblauch, getrockneter Ingwer, Chili-Öl, Aprikosen, Grapefruit, Ananas, Fenchel, Paprika und weißer Rettich.

Warme Nahrungsmittel wiederum erwärmen den Körper und können in größeren Mengen gegessen werden, als die heißen Nahrungsmittel weiter oben: Frischer Ingwer, Lauch, Zwiebeln, Schalotten, Rote Bete, Kirschen, Pflaumen, Beeren und Getränke wie schwarzer Tee, Kakao und Essig.

Birnenkompott eignet sich wunderbar, um bei trockenen Lungen, Reizhusten und auch chronischem, trockenen Husten die Lunge zu befeuchten.

Inhalation mit ätherischen Ölen. 1-3 Tropfen pro Topf, 1x pro Tag (später in größeren Abständen)

Eukalyptus: Öffnet die Lunge, befreit die Nase, wirkt schleimlösend, besonders bei Nasennebenhöhlenentzündungen interessant

Lavendel: Bei nervösem, trockenen Reizhusten, krampflösend

Thymian: Schleimlösend, wenn man die oberen Atemwege frei machen möchte

Tees nach TCM:

Schafgarbe: Schafgarbentee leitet Viren aus (das ist sogar durch Studien bestätigt), stärkt die Mitte (Milz, Magen, Darm) und das Immunsystem. Am besten täglich in der Früh eine Tasse Schafgabentee trinken. Wenn der Infekt bereits begonnen hat, dann einfach mehr. Schafgarbentee hilft besonders bei grippalen Infekten, Fieber und beginnenden Muskelschmerzen.

Holunderblüte: Dieser Tee hilft bei Schnupfen und befreit die Nase. Holunderblütentee ist antiviral und antibakteriell. Jedoch ist es wichtig den Tee zugedeckt ziehen zu lassen, damit die ätherischen Öle nicht verschwinden.

Anti-Erkältungs-Tee

Hilft, wenn die Erkältung schlimmer wird, auch bei Sinusitis mit Schleim. Eine Messerspitze Kurkumapulver und 2-3 Scheiben Ingwer mit heißem Wasser überbrühen. Ziehen lassen und dann den Saft einer ganzen Zitrone hinzufügen. Optional mit einer Brise schwarzem Pfeffer und/oder Honig verfeinern.

Tipps, speziell bei Fieber:

Milchprodukte und anderes tierisches Eiweiß meiden, denn diese können das Fieber ankurbeln.
Empfohlene Tees: Schwitzkur mit Schafgarbe oder Lindenblüten, 7-10 min ziehen lassen, so heiß es geht trinken, danach ins Bett, gut zudecken, schwitzen.
Außerdem eignen sich Wadenwickel – lauwarm, nicht kalt. Wichtig: Fieber nicht mehr als 1°Grad C senken, sonst könnte es zu viel für das Herz-Kreislauf System sein!

Die Meerrettich-Auflage:

Diese kann angewandt werden, wenn man an einer hartnäckigen Erkältung leidet und endlich über den Berg kommen will. Besonders interessant auch, wenn die Nase und die Nebenhöhlen betroffen sind. Entweder nur einmal anwenden, oder 1x pro Tag und dann ausschleichen lassen. 
Die Meerrettich Auflage zerstreut die Erkältung über die Reflexpunkte im Nacken. Wie das geht? Einfach 2EL frischen Kren/Meerrettich reiben, mit einem Küchenpapier oder einem Geschirrtuch ein kleines „Päckchen“ machen, mit der dünneren Seite nach unten auflegen (wenn zu viel Papierlagen dazwischen sind, kommen die ätherischen Öle nicht durch) und ein paar Sekunden (oder ein wenig länger) auf den Nacken legen/pressen. Achtung, das kann ganz schön brennen! Damit die Erkältung verschwindet, ist es ganz einfach gut, mit Schärfe ranzugehen. Danach mit Öl einreiben.

Nasen- und Ohren-Massage:

Nasenmassage: Beginnend mit dem ersten Kälteeinbruch, sollte man mehrmals täglich die Nase massieren, denn sie ist sozusagen die vorderste Front um von außen einströmende Krankheitserreger abzuwehren. Mit den beiden Mittelfingern mit leichtem Druck an den Nasenflügeln 18x auf und ab fahren. Die lokale Durchblutung wird angeregt, diese wiederum fördert die Sekretbildung und dadurch werden, die im Nasenschleim enthaltenen, Abwehrstoffe und Enzyme aktiviert. Diese sorgen dafür, dass bakterielle Eindringlinge nicht überleben. 

Ohrenmassage zur Vorbeugung und Behandlung von akuten Erkältungsbeschwerden, bei Mandelentzündung und Halsschmerzen. Im Ohr sind viele Reizpunkte für Akupunktur und Akupressur, die man mit einer einfachen Ohrenmassage gezielt positiv beeinflussen kann. Das ganze Ohr reiben, danach die Ohrenränder ausstreichen und den Knorpel, der am unteren Teil des Ohres hervorsteht, kneten. Anschließend sollte das Ohrläppchen noch einige dutzende Male schnell und kräftig gezupft werden. Die Massage löst ein Wärmegefühl im ganzen Körper aus.

Brust-Wickel nach TCM:

Die TCM empfiehlt außerdem verschiedene Brustwickel. Ich verlinke euch hier die Anleitungen für die 
Lavendelölkompresse (Erkältung, begleitend bei einer Lungenentzündung),
den Leinsamenwickel (bei chronischem Halsschmerzen, Husten und Nasennebenhöhlenentzündung),
und das, weiter oben erwähnte, Senfmehlbad (Entzündung von Nasennebenhöhlen- und Stirnhöhlen, akute Halsschmerzen, Mittelohrentzündung, Infekte der oberen Atemwege, akute/chronische Mandelentzündung).

Hier findest du die Anleitung für die Lavendelkompresse, das Senfmehlbad und Leinsamenwickel. (Die Leinsamenwickel sind besonders einfach zu machen und sehr vielseitig!)

Wir haben die Erkältungstropfen nach J.Ross und das TCM Nasenöl in der Adler Apotheke in Wien gekauft. Die haben total viel Auswahl.
Es gibt eigentlich in jeder Stadt eine oder mehrere Apotheken, die einige TCM-Mischungen vor Ort anbieten.

 

4. Teil – Aromatherapie

Aromatherapie: Lavendelöl und andere ätherische Öle

Das ist das Wunder-Öl schlechthin. Man kann es nicht nur für Pickel und zur Behandlung von offenen Wunden verwenden, sondern es lässt auch freier atmen und erleichtert den Schlaf. Ich gebe jede Nacht zwei Tropfen reines Lavendelöl (bitte unbedingt auf eine hochwertige Qualität achten, ich verwende Primavera-Öle) auf mein Shirt, das ich beim schlafen trage, was mir hilft, gut durchzuatmen. Ich mache das alle paar Tage, auch wenn ich ganz gesund bin. Wenn man krank ist, empfehle ich es natürlich täglich!

Wie ihr wisst ist mein Opa Aromapraktiker und versorgt mich mit vielen Tipps rund um ätherische Öle. Ich weiß. 100% naturreine, ätherische Öle, sind nicht ganz billig, aber die sind sooo ergiebig, halten total lange und sind vielseitig einsetzbar. Ihr solltest immer auf gute Qualität achten und nur 100% naturreine Öle kaufen. Bspw. von Primavera, Farfalla, Neumond und Sonnentor. Lavendel und Teebaum muss man einfach zuhause haben. Ergänzen kann man dann mit Eukalyptus und Co. je nachdem, für was man die ätherischen Öle einsetzen möchte.

Für die unterstützende Behandlung bei einem grippalen Infekt stehen eine ganze Reihe von ätherischen Ölen zur Verfügung, welche die erkältungsbedingten Beschwerden lindern und auch das Risiko einer Sekundärinfektion senken können. Diese Öle wirken bakterizid und regen die körpereigenen Abwehrkräfte an.

Salbei gehört zu den beliebtesten Heilkräutern und wird schon seit Jahrhunderten in Bauern- und Klostergärten für Gesundheit, Wohlbefinden und zum würzen von Speisen kultiviert. 
Ätherisches Salbeiöl wird durch Wasserdampfdestillation der Blätter gewonnen. Traditionell wird Salbeiöl bei Halsweh und Entzündungen in Mund- und Rachenraum eingesetzt, da es stark antiseptisch, also keimtötend, wirkt.

Thymian befreit die Atemwege und ist ein gutes Mittel gegen Husten und Bronchitis. Sogar bei Keuchhusten wird es eingesetzt. Es tötet nicht nur Bakterien, sondern auch Viren! Steigert die Abwehrkräfte und ist antirheumatisch.

Myrrhe beruhigt und befreit die Atemwege. Als ausgesprochen starkes Antiseptikum setzt man es zur allgemeinen Immunstärkung, bei Grippe, Husten, Bronchitis, Ohrenentzündung und Entzündungen der Stirnhöhle und Nasennebenhöhlen ein. Als Kopfdampfbad bei Schnupfen und Bronchitis ist Myrrhe besonders wirksam.

Fichtennadel: Fichtennadelöl wirkt schleimlösend und kann auch innerlich bei Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege eingesetzt werden.

Anis: Anisöl wirkt gegen Bakterien und Viren und hilft bei Erkrankungen der oberen Atemwege, indem es dafür sorgt, dass festsitzender Schleim sich löst und abgehustet werden kann.

Inhalieren mit ätherischen Ölen: 

Wenn beispielsweise deine Atemwege entzündet sind, eignet sich eine Inhalation mit Weihrauch. Oder du kombinierst ätherisches Teebaumöl mit Eukalyptus. Bei Erkältung und Schnupfen gibt ein Kopfdampfbad mit Manuka dem geschwächten Körper einen kräftigen Heilschub. Jeweils 1 Tropfen Manuka, Cajeput und Teebaum in heißes Wasser. In den ersten Tagen der Erkältung 1-2 mal inhalieren. Dann ausklingen lassen.
Weitere Kombinationen (jeweils auf 1,5 bis 2,5 Liter heißes Wasser).
Bei Grippe: 2 Tropfen Schwarzer Pfeffer, 3 Tr.opfen Kampfer, 4 Tropfen Eukalyptus
Bei Erkältung: 2 Tropfen Anis, 6 Tropfen Eukalyptus, 3 Tropfen Pfefferminze
Bei Bronchitis: 3 Tropfen Bergamotte, 4 Tropfen Eukalyptus, 3 Tropfen Sandelholz

Fußbäder mit ätherischen Ölen:

Wenn es im Hals kratzt, die Nase läuft und der ganze Körper friert, kann ein Manuka – Fußbad Wunder wirken. Zutaten: Je 1 Tropfen Manuka, Kanuka und Niaouli auf 1 EL Meersalz oder Olivenöl. In eine Waschschüssel oder Fußbadewanne geben und 37°C warmes Wasser dazufüllen. Das Wasser soll bis zu den Waden reichen. 2-mal täglich für 10 Minuten.

Einreibung mit DIY Erkältungsöl:

Ich habe mich die letzten Winter immer vorsorglich eingerieben, weil es einfach sooo gut tut mit einem wohltuenden Duft auf der Brust einzuschlafen. Zutaten für das Erkältungsöl von meinem Opa: 4 Tropfen Kampfer, 5 Tropfen Pfefferminz, 5 Tropfen Eukalyptus, 10 ml Jojobaöl. Am besten gleich mehr machen, dann hält es einige Wochen.

Menschen, die ständig erkältet sind, können sich ein Körperöl herstellen (8 Tropfen Ravintsara in 50 ml Basisöl) und sich davon etwas täglich in den Lendenwirbelbereich einmassieren. Dies stärkt die Immunabwehr und richtet auch die Seele stark auf. Da oxidhaltige Öle sehr sanft sind, eignet es sich auch für Kinder, dann sollte die Dosierung (je nach Alter) geringer gewählt werden.

Erkältungsbalsam oder Öl gibts bspw. auch fertig von Primavaera oder anderen marken auch zu kaufen. Aber Achtung, die enthalten manchmal Bienenwachs.

Grippestopp-Bad

10 Tr. Eukalyptus radiata mit einen Schuss Obstessig mischen. Bei den ersten Anzeichen einer Grippe oder Erkältung ein heißes Vollbad nehmen.

Es gibt auch ein ganz tolles Erkältungsbad mit Eukalyptus und anderen Ölen von Kottas. Das ist eine Kräuter-Apotheke in Wien.

Bei drohender Erkältung empfiehlt sich:

1 Tr. Eukalyptusöl auf ein Stückchen Papiertaschentuch geben, zu einem Kügelchen formen und über Nacht im Nasenloch lassen, oder 2 – 4 Tr. auf das Kopfkissen träüfeln. Mit jedem Atemzug werden die befreienden, lindernden Düfte inhaliert.

Raumdiffuser mit ätherischen Ölen

Es gibt Geräte von Primavera, in die du ätherische Öle tropfst und diese machen dann den Raum zu einem Dufterlebnis. Das kann man natürlich auch deiner Gesundheit nutzen. Alternativ gibt es auch Duftlampen oder Duftseine, die man beträufeln kann. Die günstigste Variante: Nasser Lappen oder Schüssel mit Wasser auf die Heizung und die Öle dazu geben.

Raumbeduftung mit antibakterieller Wirkung: 8 Tropfen Bergamotte, 4 Tropfen Muskatellersalbei, 3 Tropfen Lavendel
Raumbeduftung „Gute Besserung“: 3 Tropfen Eukalyptus, 1 Tropfen Fichtennadel, 1 Tropfen Zitrone.
Raumbeduftung bei Schnupfen/Bronchitis: 6 Tropfen Fenchel – 2 Tropfen Pfefferminze und 2 Tropfen Eukalyptus. Wirkt super bei Erkältungen.

Mein Wunder-Tipp bei Halsschmerzen:

2 Tropfen Teebaumöl in den Rachen und ein paar Minuten später ein Stück rohen Ingwer essen. Wirkt Wunder! Viele sagen, dass man ätherische Öle eigentlich nicht pur auf die Haut geschweigedenn an die Schleimhäute bringen sollte. In seltenen Fällen ist es aber ok, denke ich. Jedenfalls mache ich das seit meiner Kindheit und es hilft extrem!

Ich verwende am liebsten die ätherischen Öle von Primavera. Die gibt’s in Reformhäusern, Denn’s und Apotheken.

 

5. Teil – Konkrete Beispiele

1. Das hat Alex gemacht, als er über Silvester erkältet war!

– 2x pro Tag inhaliert, einmal mit Salz, einmal mit Kamille
– viel Ruhe, Schlaf und Wärme
– einmal pro Tag ein Erkältungsbad mit Eukalyptus vom Kräuterhaus Kottas in Wien, danach super dick eingewickelt
– ein frisch gepresster Saft pro Tag mit Zitrone, Rote Bete, Ingwer, Kurkuma und Orange
– gesundes Essen, wärmendes Essen, viel getrunken
– jeden Tag roher Knoblauch und auch ein Stück roher Ingwer (bei Halsschmerzen sehr gut)
– Aroniasaft und Granatsapfelsaft jeden Tag (aus dem Reformhaus)
– Lavendel für den Schlaf und jede Nacht mit Erkältungsöl eingerieben
– er war nach wenigen Tagen wieder gesund, hat dann aber zusätzlich, um die Erkältung besser abklingen zu lassen, eine TCM-Tinktur gegen Erkältung besorgt und ein paar Tage eingenommen

2. Beispiel: Das würde ich beispielsweise bei einer (chronischen) Nasennebenhöhlenentzündung empfehlen:

– mehrmals pro Tag das Salzwasser-Nasenspray verwenden.
– TCM Nasenöl besorgen und nach Bedarf verwenden.
– 2x pro Tag inhalieren (abwechselnd mit Eukalyptus-Öl und Kamillentee)
– täglich mehrmals Lebensmittel essen, die dein Immunsystem boosten, wirkungsvolle Tees trinken (siehe weiter oben)
– täglich Kurkuma, Ingwer und Knoblauch zu sich nehmen
– viel Ruhe, Schlaf und Wärme
– Darm entlasten, keine Milchprodukte (siehe weiter oben)
– viel trinken (passende Tees weiter oben)
– Lavendel auf’s Kopfkissen oder das Schlafhirt und zusätzlich mit einem Erkältungsöl einreiben
– die Nase mehrmals am Tag massieren (siehe weiter oben)
– Erkältungsbad einmal pro Tag
– TCM-Wickel

Wenn chronisch:

– über ein natürliches Präparat mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien nachdenken
– Salzwassernasenspülungen machen
– weitere TCM-Tipps von weiter oben anwenden
– wenn das alles nach wenigen Wochen nicht anschlägt, würde ich mir zusätzlich Unterstützung von einer TCM-Ärztin/Heilpraktikerin oder Homöopathin Unterstützung holen

 



 

Disclaimer: Wann du zum Arzt gehen solltest

Leute, ihr wisst, ich muss diesen Disclaimer einbauen, denn ich bin keine Ärztin und schon gar nicht weiß ich, wie es euch geht und kann einschätzen, was ihr braucht. Dieser Artikel soll kein Aufruf sein, niemals mehr zum Arzt zu gehen. Er soll ein Aufruf sein, dreimal zu überlegen, ob es die Chemiebombe sein muss, oder ob es nicht besser wäre, das auf natürlichem Wege anzugehen. Er soll ein Aufruf sein, auf die Signale des Körpers zu hören und die Selbstheilungskräfte zu unterstützten, statt gegen sie zu arbeiten. Er soll ein Aufruf sein, vorzubeugen und dich IMMER um deinen Körper zu kümmern, nicht erst, wenn er krank ist. Er soll ein Aufruf sein, dreimal zu überlegen, ob Antibiotikum wirklich notwendig ist. Er soll ein Aufruf sein, vielleicht eher einen Hausarzt oder eine Hausärztin in der Alternativmedizin zu finden, statt einen Schulmediziner. Ich habe damit so tolle Erfahrungen gemacht und mir wurde ehrlich geholfen, tatsächlich die Ursache gesucht uvm. – so wie es eben sein sollte.

Du musst selbst spüren, wann es nicht mehr geht, oder ob es von vornherein etwas ernstes ist und es doch besser ist einen Mediziner, eine Medizinerin aufzusuchen. Wenn du unsicher bist, dann gehe lieber zum Arzt. Egal ob du dich dann für eine TCM-Ärztin eine Homöopathin oder einen Schumlediziner entscheidest, Hauptsache er oder sie arbeitet professionell.

 

Habt ihr noch ergänzende Tipps für Hausmittel? Nur her damit!

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9 Comments

  • Reply Kerstin 8. Mai 2019 at 6:08 pm

    Danke für die ganzen Tipps!
    Ich war vor einigen Jahren auch sehr häufig krank. Ich habe dann begonnen mich ausgewogener und gesünder zu ernähren. Außerdem habe ich versucht mein Immunsystem natürlich zu stärken, z.B. durch https://www.vitaminexpress.org/de/acerola. Mittlerweile mische ich mir Tinkturen und Tees selbst und sammle die Kräuter in der Natur. Ich habe dadurch ein neues Hobby entdeckt und fühle mich richtig wohl zu wissen, dass ich meine Gesundheit ein Stück selbst in der Hand habe.
    Alles Liebe,
    Kerstin

  • Reply Laura 6. Februar 2019 at 8:14 am

    Wow vielen Dank für diesen super aufwändige Beitrag! <3 Ich habe nur kurz gestutzt. Holunder roh? Meine Oma hat mir immer erzählt, roher Holunder wäre giftig. Da werde ich wohl mal recherchieren 😉

    • Reply Justine 6. Februar 2019 at 10:45 am

      Danke dir Laura <3
      OH GOTT, da ist mir ein Fehler unterlaufen. Danke für den Hinweis!!

  • Reply Ilsemarie 3. Februar 2019 at 11:24 am

    Ganz herzlichen Dank für diesen Umfangreichen Beitrag

    • Reply Justine 4. Februar 2019 at 7:03 pm

      Hi Ilsemarie, danke dir für dein liebes Feedback 🙂 Alles Liebe, Justine

  • Reply Jenny 1. Februar 2019 at 6:28 pm

    Wow vielen Dank, für den ausführlichen Artikel. Einige Hausmittel davon verwende ich schon, aber ist tortszdem super auch mal von neuen Dingen zu lesen und deine Lieblinge kennen zu lernen.
    Ich kann auch noch Speiköl zur Stärkung des Immunsystems empfehlen.

    • Reply Justine 4. Februar 2019 at 7:02 pm

      Hi liebe Jenny, danke dir für dein Feedback, darüber freu ich mich sehr! Danke dir für den Tipp 🙂
      Alles Liebe, Justine

  • Reply Johanna 1. Februar 2019 at 11:47 am

    Boah Justine der Artikel is Mega!!! Danke für die ganze Mühe und Arbeit und diese ganzen Tipps!!! ❤️❤️❤️❤️

    • Reply Justine 4. Februar 2019 at 7:01 pm

      Danke dir meine Liebe für dein Feedback <3 <3

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