Eco, Life Update

Juli Life Update: Öko-Fashion Week in Berlin, Flixbus-Erfahrung, Geburtstags-Picknick, Geschenke und neues, altes Objektiv

Den ersten Juli haben wir im Flixbus nach Berlin verbracht. Denn Anfang Juli heißt es in Berlin „Fashion Week“ und ich als waschechte Öko-Fashion-Bloggerin war natürlich vor Ort und habe die Eco-Kollektionen für Frühling/Sommer 2020 auf der NEONYT (Ethical Fashion Week) abgecheckt. Weiter unten gibt’s ganz viele Einblicke, Lieblingsteile und ein ganz großartiges dänisches Label, das ich neu entdeckt habe. Aber nochmal auf Anfang. Für den Flixbus haben wir uns entschieden, weil der günstiger ist, als Zug fahren, uns einige empfohlen haben, Busreisen mal auzuprobieren und der CO2-Fußabdruck einer Busreise meist kleiner ist, als mit dem Zug. Noch kleiner könnte man sagen, denn Auto und Flugzeug haben die weitaus schlechtere CO2 Bilanz.

Ethical Fashion Week & Urlaub in Berlin

Nach der Fashion Week haben wir noch einige Tage Urlaub in Berlin drangehängt. Wir haben die ganze Zeit bei unseren Freunden Mia und Jesse gewohnt und hatten eine richtig schöne Zeit dort. Ich konnte die Zeit aber nicht durchweg genießen, weil ich irgendwie gestresst war von To-Dos und Arbeit, die ich mit nach Berlin genommen habe. Am 9. Juli (mein Geburtstag) habe ich es aber dann richtig gut geschafft den Tag einfach fließen zu lassen und richtig entspannt zu sein. Wir hatten aber auch echt richtig schöne Stunden. Spieleabend, Flohmarkt, haufenweise kaltgepresste Säfte (Tipp: The Juicery!! So gute Smoothies und Säfte. Aber unbedingt nach Mehrweg-Flaschen verlangen, die werden dann weitergenutzt) viele schöne Gespräche, auf der Suche nach schönem Ramsch in Läden mit gebrauchten Sachen und gutes Essen.

Geburtstags-Überraschungs-Picknick

Alex hat mit Hilfe von Mia und Jesse ein Picknick im Park organisiert. All meine Freunde aus Berlin waren dort und hach, was soll ich sagen? Das war echt der chilligste und schönste Geburtstag, den ich mir hätte vorstellen können. Es war ein richtig tolles Öko-Picknick, bei dem kaum Müll angefallen ist und wir alle so richtig geschlemmt haben!

Als Hommage an mein 25. Lebensjahr habe ich einen Artikel geschrieben: 25 Dinge, die ich in 25 Jahren gelernt habe.

Weleda-Rohstoffreise

Einen Tag später haben wir dann im Zug nach Bad Homburg verbracht. Also, Alex, Mia und ich. Dort haben wir dann viele tolle Eco-Girls (wieder-)getroffen und gemeinsam mit Weleda schöne Stunden verbracht. Wir durften den Kräuterhof von Dieter Müller besuchen. Was wir erlebt haben, habe ich euch hier erzählt.

Flixbus-Erfahrung

Von Bad Homburg ging es dann wieder mit dem Flixbus zurück nach Wien. Wir waren die ganze Nacht unterwegs und im Gegensatz zu unserer ersten Fahrt mit dem Flixbus, wenige Tage zuvor, war das echt eine Odysee. Der Flixbus ist natürlich generell nicht so komfortabel wie ein Zug. Man kann aber (vor allem in meiner Größe) sehr bequem sitzen. Während mir meine erste Fahrt, die zwar für Wien-Berlin recht lange gedauert hat (9 oder 10 Stunden) also recht positiv in Erinnerung blieb, war die zweite Fahrt horrormäßig. Planmäßig wären wir etwa 9,5 Stunden unterwegs gewesen (Frankfurt-Wien). Im Endeffekt waren es dann nur 8,5 Stunden mit Endstation Linz, weil es technische Defekte mit dem Scheibenwischer und der Klima gab. Somit sind die Scheiben immer wieder angelaufen und der Fahrer musste halt machen und putzen. Irgendwan wurde es ihm zu heikel und wir haben gestoppt. Die Stunden im Nacht-Flixbus waren nicht sehr angehem. Es hat erst nach Wurst, dann nach Fäkalien und dann nach Wurst und Fäkalien gerochen. Stundenlang. Der Fahrer hat 4-5 Stunden lang Disko-Musik gespielt. Echt schreckliche Musik! Irgendwann hat er sie zumindest leiser gedreht, ganz ausmachen wollte er sie nicht. Dann war wie gesagt die Klima kaputt, sodass es meist viel zu kalt war (vor allem am Gangplatz) und dann wieder extrem stickig. Im Endeffekt sind wir dann die restlichen 1,5 Stunden mit dem Zug nach Hause gefahren und waren dann irgendwann um 7:00 oder 8:00 zuhause nach 12 Stunden. Gerne wieder Flixbus, aber sicher nicht mehr in der Nacht!

Mich haben auch Nachrichten erreicht bzgl. der Arbeitssituation der Busfahrer. Anscheinend werden sie nicht immer fair bezahlt. Da werde ich auf jeden Fall noch weiter recherchieren. Ich bin bisher nicht dazu gekommen.

Geburtstagsgeschenke

Ich habe zum Geburtstag ganz viele süße Kleinigkeiten bekommen, wie ein wunderschönes Notizheft, das Buch „Moody Bitches“, das schon lange auf meiner Wunschliste stand, festes Shampoo, selbstgepflückte Blumen, gesunde Leckereien, ein Wildkräuter-Memory, ein bisschen Money usw. Außerdem hab ich zwei Sudoko-Hefte bekommen, was ich ganz besonders toll finde! Ich merke nämlich, dass mein Hirn mehr gefordert werden will. Da ist Sudoko ein guter Einstieg und eine schöne Sache für zwischendurch.

Amazon schreddert Retouren

Zurück in Wien haben mich gleich mal die News von Amazon umgehauen. Dass bei denen einiges nicht mit rechten Dingen zugeht, die Arbeiter nicht fair bezahlt werden, ist klar. Aber folgendes war mir nicht bewusst: Für Amazon ist es oft günstiger, retournierte (neuwertige, neue, funktionstüchtige!!) Waren nicht zu überprüfen und wieder zum Verkauf anzubieten, sondern direkt zu schreddern. Eine Mitarbeiterin hat berichtet, dass sie pro Tag Ware im Wert von mehreren 10.000 Euro schreddern musste. Neuwertige Sachen! Das ist doch echt unfassbar. Wir haben ja ohnehin viel zu wenige Ressourcen, wenn man bedenkt, wie viel wir alle konsumieren. Neue Teile einfach zu vernichten, ist der Klimakiller schlechthin. Dass Amazon und auch andere Händler so agieren, ist natürlich schrecklich.
Im Online-Versandhandel werden so viele Sachen bestellt, ohne groß nachzudenken. Vieles davon wird einfach wieder retourniert, manches vielleicht sogar benutzt und dann trotzdem eingeschickt, wenn man es nicht mehr will. Genau diese Haltung zum Online-Einkauf fördert natürlich solche Entwicklungen wie die bei Amazon. Man darf sich hier einfach nicht darauf verlassen, dass die gewissenhaft und umweltfreundlich wirtschaften – bei Amazon geht es um Profit, das ist kein Geheimnis.

Bio-Brombeeren selber pflücken beim Stadtgärtner

Wir waren dieses jahr wieder Bio-Brombeeren beim Stadtgärtner in Wien pflücken. Das macht so viel Freude und ist echt ein schönes Sommer-Erlebnis. Die Brombeeren sind so günstig und selbst geerntetes zu futtern macht doppelt Freude. Man kann natürlich auch gleich mehr pflücken und für kalte Tage einfrieren oder Marmelade daraus machen.

Gute Klima-News..

.. können wir gebrauchen, würde ich mal sagen. Total gefreut habe ich mich, als ich gelesen habe, dass die Stadt Utrecht die Dächer von Bushaltestellen in Mini-Wiesen für Bienen und Insekten verwandelt hat.

Hier kommt ihr zu einem Artikel von der Welt.

Dann habe ich auch noch ein Video von Quarks entdeckt. Hier wird erklärt, warum jedes Dach begrünt werden sollte. Wenn bspw. in München jedes begrünbare Dach bepflanz wird, würde das 32.000 Tonnen CO2 binden. Das wiederum würde die Emissionen von etwa 17.000 Benzinern pro Jahr ausgleichen.

Solche Nachrichten geebn mir Hoffnung. Es kann eben doch etwas verändert werden, wenn man nur will und bereit ist, Geld und Zeit zu investieren!

Secondhand-Objektiv

Ich habe mir ja vor wenigen Monaten secondhand eine neuwertige, aber eben bereits gebrauchte Kamera gekauft. Nun ist – wieder gebraucht – ein neues Objektiv eingezogen. Ich kann euch nur immer wieder empfehlen, bei Elektronikgeräten (und natürlich auch in anderen Bereichen) die Secondhand-Option im Auge zu behalten. Wenn ihr nicht von Fremden kaufen möchtet, dann schaut einfach mal bei Fachhändlern (bspw. Photo Börse in Wien) vorbei, die eben auch Geräte aus zweiter Hand anbieten, diese jedoch vorher gecheckt haben. Das Tolle: Die Ressourcen werden weiterverwendet – somit ist das Gerät weitaus nachhaltiger als die neu produzierte Alternative – und nebenbei sparen wir auch noch Geld. Jedenfalls habe ich ein Macro-Objektiv für meine Kamera gekauft, mit dem ich ganz nahe Fotos machen kann. Es ist so faszinierend, wie nah man damit ran kann an die Gegenstände, Gesichter oder was auch immer man vor die Linse packen will.

Flip-Flop Tipp:

Falls du auf der Suche nach nachhaltigen, fairen, veganen, günstigen und plastikfreien Flip Flops bist, hab ich den Tipp für dich. Und zwar welche aus Naturkautschuk von Ethletic. Hier kommt ihr zu RUBB.

Sie bestehen nicht aus Erdöl aka Plastik, sondern aus dem Saft der Kautschukbäume. Naturkautschuk kann auf nachhaltige Art und Weise angebaut werden. Aber eben auch nicht. Oftmals werden Lebensräume zerstört (von Mensch und Tier), weil sich der Anbau der Kautschukbäume immer weiter verbreitet. Außerdem werden die Gummibäume meist in Monokulturen und unter Einsatz höchst giftiger Unkrautvernichtungsmittel angebaut. Und dann gibt’s da leider noch die weit verbreitete Kinderarbeit. So schön „Naturkautschuk“ auch klingt. Bitte vertraut nicht automatisch darauf, dass der natürliche Rohstoff auf nachhaltige Weise angebaut wird. Nur wenn klar kommuniziert wird: Anbau in Mischkultur/Permakultur (Bewahrung wertvollen Agrarlandes), FSC-Siegel (nachhaltiges Forstwesen) und Fairtrade Zertifizierung (faire Arbeitsbedingungen), dann kannst du das Produkt mit gutem Gewissen kaufen. Übrigens: Nachhaltig bewirtschaftet haben Naturkautschukplantagen eine immense CO2 Senkenleistung. Einziger Nachteil an der ganzen Sache: der Anbau ist auf unseren Breitengraden nicht möglich.

Fashion Week in Berlin

Anfang Juli war in Berlin wieder die Fashion Week. Wir waren auf der NEONYT (die faire bzw. grüne Fashionweek-Fair), auf der Aussteller ihre Kollektionen für das kommendes Jahr vorstellen. Alle Brands produzieren auf faire Art und Weise. Manche sind weniger nachhaltig, andere mehr. Manche sind vegan, andere nicht. Hier kommt nun ein kurzer Überblick!

Gemeinsam unterwegs war ich die ganze zeit mit Alex, Anna und Mia. Wir waren sozusagen eine Fashion Week Crew. Mit den Dreien war es total schön!

Einige super schöne Sachen gibt’s kommenden Sommer bei Dedicated. Bisher hat mich die Qualität bei Teilen von Dedicated leider eher enttäuscht (vor allem nach dem waschen). Die Hose hat sich aber bspw. sehr angenehm und hochwertig angefühlt!

Socken mit vielen schönen Mustern habe ich bei Dilly Socks entdeckt. Da gibt’s auch diese ganz niedrigen Socken für Slipper/Sneaker.

Neu entdeckt habe ich Nuuwai. Vegane und faire Taschen und Accessoires aus Apfelleder.

Oh und ich konnte die neue Unterwäsche-Kollektion von LovJoi entdecken. Die ist wirklich sehr, sehr schön geworden. Und auch bereits erhältlich!

Natürlich habe ich auch wieder bei Mila Vert, einem meiner liebsten Brands, vorbeigeschaut. Da wird’s kommendes Jahr ganz tolle Cardigans und sogar eine Taschenkollektion aus Bio-Baumwolle und recyceltem Polyester geben!

Meinen absoluten Traum-Cardigan habe ich bei Lanius entdeckt. Der ist schwarz, aus dick gestricktem Stoff, vegan, fair, sehr hochwertig, mit Schlitzen an der Seite, mit „Gürtel“ und noch dazu ist die Länge perfekt. Nicht zu kurz, nicht zu lang!

Ohlala, schaut euch mal dieses Strick-Träumchen von People Tree an! Den Brand fand ich in letzter Zeit eher etwas langweilig. Dieser Pulli ist aber echt so wundervoll. Und vegan! Bei People Tree gibt’s übrigens auch Fairtrade Schmuck und Bio-Baumwoll-Unterwäsche.

Ein schön geschnittenes Top mit besonderem Muster habe ich bei Komana entdeckt.

Meine allerliebste Neuentdeckung war Muse Knitwear. Die haben eine ganz, ganz großartige schlichte, zeitlose und gleichzeitg so besondere, vegane Kollektion aus unfassbar weichen, hochwertigen Stoffen gemacht. Ich freue mich so auf diese wunderschönen Teile im kommenden Jahr!

Bei Ecoalf gab’s wie jedes Jahr irrsinnig schöne, coole Teile. Die Sneaker haben es mir besonders angetan. Außerdem gab’s sehr schöne Rucksäcke, Taschen und Badehosen für Männer. Das kommt dann alles 2020.

Günstige, vegane und faire Schuhe findet ihr bei Flamingos Life. Die habe ich zum ersten mal in echt gesehen und fand sie sehr schön!

Neuentdeckung: Nago. Nicht ganz mein Style, aber vielleicht mag die Schnitte die ein oder andere von euch.

Bei LangerChen könnt ihr euch auch wieder auf richtig schöne Jacken freuen.

Schaut euch mal diese coolen Socken an! Bei A-dam gibt’s auch sehr, sehr schöne Boxershots für Männer. Send your Boys over!

Sehr schöne, nachhaltige Schlafwäsche habe ich bei Calida entdeckt! Da gibt’s auch Unterhosen ganz ohne Ränder, die einschneiden könnten. Der Brand macht auch abbaubare Shirts, bei denen ich gerade die Qulität teste.

Super schöne Kulturbeutel gibt’s kommendes Jahr bei Skunkfunk.

Upcycled: Nukak.

Abschließend möchte ich euch noch Kentholz empfehlen. Nachhaltige Möbel aus Berlin, die allesamt sehr, sehr hochwertig waren!

All meine Fair Fashion Outfits aus Berlin gibt’s übrigens in diesem Beitrag!

 

 

 

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3 Comments

  • Reply Nicole 2. August 2019 at 9:58 am

    Seit diesem Jahr will ich verstärkt polnische Marken unterstützen, weil ich mich so irgendwie noch mehr mit meiner Heimat verbunden fühle. Leider ist der Kontaktaufbau teilweise echt mies.

    Nago kenne ich bereits und muss sagen, dass der Kontakt zu Kunden, wie bei leider vielen polnischen Brands, grottig ist. Einen Body habe ich mir dort bestellt und wollte wegen der Größe nachfragen, da ich mir nicht sicher war, welche besser für mich ist (trotz Angaben zur Größe). Nach 5 Wochen kam dann mal eine Antwort. In der Zwischenzeit habe ich selbst recherchiert und das Teil gekauft.

    Das gleiche Spiel bei balagan. Da habe ich nachgefragt, wieso ich als Kunden außerhalb von Polen knapp 25 Euro mehr zahlen muss. Es kam eine Antwort, aber erst wieder nach ein paar Wochen.

    Klar, es sind nicht alle so, aber es ist leider ein Phänomen in Polen, dass nicht nur ich beobachtet habe.

    • Reply Laura 3. August 2019 at 2:57 am

      Hey, eine Frage zu deiner Bestellung zu Balagan: wie zufrieden bis du mit deiner Bestellung, mal ganz abgesehen von der Kommunikation? (Qualität, Grössen etc.) War schon häufiger versucht, dort zu bestellen, finde es aber bei Schuhen etwas heikel. Danke für dein Feedback 🙂

      • Reply Justine 8. August 2019 at 11:54 am

        Hi ihr zwei! Mensch, das ist ja total schade Nicole! Da vergeht einem natürlich ein wenig die Freude daran diese Brands zu unterstützen 🙁 Balagan kenne ich noch gar nicht. Werde ich mir anschauen 🙂
        Alles Liebe, Justine

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