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Kartoffel-Tortillas mit Fenchel-Quinoa-Grünkohl-Salat (vegan & glutenfrei)

Der Fenchel-Grünkohl-Salat ist aktuell das, wovon ich mich hauptsächlich ernähre und ich konnte es einfach nicht aushalten, das Rezept nicht mit euch zu teilen! Denn er ist schnell gemacht, gesund, lecker, saisonal (zumindest das ganze Gemüse) und er lässt sich super im Kühlschrank aufbewahren und auch mit in die Arbeit nehmen. Wenn man nicht, so wie ich, den ganzen Tag zuhause rumhängt, haha. Abgesehen davon lässt er sich ganz großartig zu verschiedenen Saucen, Dips, Hummus oder eben Kartoffel-Tortillas kombinieren. Die veganen und glutenfreien Kartoffel-Tortillas habe ich vor ein paar Tagen spontan erfunden und ich finde sie so faszinierend. Sie sehen aus wie Tortillas, schmecken aber wie ein Kartoffel-Fladen, aber nicht richtig penetrant kartoffelig (als ob das was schlechtes wäre bei Kartoffeln), sondern nur so ganz leicht und die Konsistenz ist irgendwie fluffig. Und auch kalt schmecken die noch sehr gut. Man kann sie auch gut zusammenfalten, ohne dass sie brechen, sie füllen, in die Hand nehmen und abbeißen. Oder man belegt sie – siehe Fotos – mit dem ganzen Quinoa-Fenchel-Salat und schneidet sich immer wieder stückchenweise was runter. Wobei ich fast empfehle, sie wirklich zusammenzuklappen und dann davon abzubeißen, so funktioniert es irgendwie am besten und ist besonders lecker! 

„Schmeckt wie ein geiler Pfannkuchen.“

Das war der Kommentar meiner kleinen Schwester, als sie die Tortillas probiert hat. An sich ein sehr gutes Zeichen, dass sie ihr überhaupt schmecken, denn normalerweise macht sie gerne einen großen Bogen um „zuckerfrei, vegan, glutenfrei und Co.“ und hält gesundes Essen auf Sicherheitsabstand.
Ich bin mir nun jedoch gerade gar nicht mehr so sicher, ob die Kartoffel-Tortillas in Wahrheit vielleicht Kartoffel-Pfannkuchen sind? Aber ich meine, was ist schon der große Unterschied zwischen einer Tortilla und einem pikanten Pfannkuchen? I don’t know. Fakt ist, das Zeug schmeckt gut!

EAT THE SEASONS: Ich habe sowohl Asia-Salat, Fenchel als auch Grünkohl beim regionalen Bauernmarkt besorgt. Das gibt es eigentlich den ganzen Winter hindurch! 

PS: Wenn es gerade schnell gehen muss, könnt ihr den Quinoa-Fenchel-Salat auch ganz ohne Tortillas machen. Das ist dann sozusagen eine 15 Minute Lunchbowl, weil es so fix geht!

Kartoffel-Tortillas mit Fenchel-Grünkohl-Quinoa-Salat

Die Zutaten genügen für etwa 6-7 Tortillas mit einem Durchmesser von etwa 13-15cm. Du kannst auch größere Tortillas machen, um Zeit zu sparen. Die Tortillas genügen für 2 Personen. Der Quinoa-Salat ist von der Menge her ein wenig zu viel, um die Tortillas zu füllen. Wir haben ihn einfach noch so dazu gegessen.

Zutaten
  • 140 g (glutenfreies) Hafermehl (ganz fein gemahlene Haferflocken)
  • 40 g Pfeilwurzelmehl/Pfeilwurzelstärke (gibt es im Bio-Markt)*
  • 330-350 ml Wasser
  • 100 g Kartoffel (= eine normal große, festkochende Kartoffel)
  • 150 g Fenchel
  • 90 g Quinoa (+250ml Wasser)
  • 60-70 g (intensiv grüner, frischer) Grünkohl (Gewicht ohne Stiel)
  • 3 EL Olivenöl/Hanföl/ oder ähnliches
  • Hanfsamen
  • 1 Zitrone
  • 2 Handvoll Asia-Salat (Wintersalat, gibt es auf dem Bauernmarkt. Alternative: Rucola)
  • frischer Knoblauch (optional)
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 TL getrockneter Liebstöckel
  • Salz
  • Pfeffer
Zubereitung
  1. Vorbereitung: koche die Kartoffel in kochendem Wasser ab, bis sie schön weich ist. Abkühlen lassen.

  2. Bringe 250 ml Wasser für das Quinoa zum köcheln. Lass es etwa 10-12 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln und füge lass es dann nochmal 5-10 Minuten nachziehen, sodass es schön fluffig wird.

  3. Schneide den Fenchel ganz klein und dünste ihn wenige Minuten in einer Pfanne mit einem Schuss Wasser an. Er sollte nicht durchgekocht werden, aber auch nicht mehr ganz roh sein.

  4. Entferne den dickeren Teil vom Stiel des Grünkohls (kannst du später für Smoothies oder den Entsafter verwenden). Wasche die Blätter und schneide sie ganz klein. Knete nun den Grünkohl mit ein wenig Salz und 1-2EL Öl, bis er schön zart wird. 
  5. Mische nun Hafermehl, Pfeilwurzelmehl, 330ml Wasser und ein wenig Salz zusammen. Gut verrühren mit dem Schneebesen. Gib das Gemisch gemeinsam mit der Kartoffel in den Mixer und mixe es, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Füge evtl. noch ein Schuss Wasser hinzu. Salzen!

  6. Brate nun etwa 6 Tortillas (je nach Größe) mit wenig oder gar keinem Öl ein paar Minuten lang an. Wichtig: Mache sie wirklich dünn. Bei mir hat es besonders in einer beschichteten Pfanne gut funktioniert. Brate sie lange genug, damit sie wirklich durch werden, aber nicht so lange, dass sie zu dunkel oder knusprig werden. Brate also nur auf mittlerer Stufe. Hab ein wenig Geduld, sie brauchen ihre Zeit. Du kannst auch gleichzeitig zwei Pfannen verwenden. Dann dauert der Prozess kürzer. Lass sie kurz nachziehen, bevor du sie isst.

  7. Lass das Quinoa und den Fenchel kurz abkühlen und mische es dann mit dem Grünkohl, noch mehr Öl, Zitronensaft, frisch gepresstem Knoblauch (optional), den Kräutern, Hanfsamen, Salz und Pfeffer. Füge auch den Asia-Salat hinzu. Ich esse den Quinoa-Salat am liebsten abgekühlt.

  8. Fülle nun die Tortillas mit dem Quinoa-Fenchel-Salat, klappe sie zusammen und lass sie dir schmecken!

Anmerkungen

Ich finde das Rezept so rundum perfekt. Falls euch ein Dressing oder eine Sauce fehlt, könntet ihr eine Sauce dazu kombinieren, oder ihr bestreicht die Tortillas mit ein wenig Dip oder Hummus, bevor ihr den Salat darauf türmt. 

*ihr könnt alternativ ein anderes pflanzliches Bindemittel benutzen. Ich habe es jedoch nur mit der Pfeilwurzel probiert und das funktioniert super, da es den Teig auch ein wenig fluffig macht.

Kleiner Tipp, wenn du die Fladen füllen willst: Die Tortillas, gleich wenn sie aus der Pfanne kommen, vorsichtig zusammenfalten, dann behalten sie die Form und öffnen sich später nicht ständig, wenn man sie gefüllt hat!

 

 

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8 Comments

  • Reply Andrea 23. Februar 2019 at 3:15 pm

    Liebe Justine! Ich bin bei Gott keine Küchenfee, beginne aber (auch dank deines Blogs) jetzt langsam mit dem Kochen. Dein Rezept hat toll funktioniert, was mich sehr motiviert. Danke.

    • Reply Justine 4. März 2019 at 4:34 pm

      Hi liebe Andrea! Danke dir für dein Feedback! Das freut mich riesig 🙂

      Alles Liebe & viel Freude beim Rezepte probieren & kreieren,
      Justine

  • Reply barbara 12. Februar 2019 at 7:34 pm

    liebe justine,
    habe die tortillas jetzt schon zum zweiten mal gemacht! esse sie gerne zu suppe und mache sie deswegen etwas kleiner. grad hab ich einen mit avocado genascht. bald probier ich sie dann richtig mit füllung.
    mega!!
    danke!

    • Reply Justine 14. Februar 2019 at 10:54 am

      Hi liebe Barbara, danke dir für dein Feedback! Ich freu mich seeeehr darüber 🙂
      Alles Liebe,
      Justine

  • Reply Sarah Zimmer 30. Januar 2019 at 10:16 am

    Super lecker !! Und das muss ich auch unbedingt mal ausprobieren. Ich reagiere allergisch auf Nüsse, welches sich in meinem Gesicht wieder spiegelt und Gerichte, wo man keine Nüsse, Nusscreme etc benutzt sind für mich richtig hilfreich. Die einzigen die ich vertrage zu essen, so wie auf meiner Haut lustigerweise, sind Nüsse hoch in Linolsäure.

    Ich stöbere mal weiter in deinen Rezepten !! 🙂

    • Reply Justine 4. Februar 2019 at 7:08 pm

      Hi Sarah, danke dir für dein liebes Feedback! Ich freu mich, dass das Rezept perfekt zu deiner Ernährungsform passt 🙂
      Alles Liebe, Justine

  • Reply Roswitha 29. Januar 2019 at 8:42 am

    Hallo Justine,

    ich hatte gestern abend dein Rezept ausprobiert, die 5 Tortillas sind super super gut geworden,
    habe sie allerdings in etwas Olivenöl gebacken, da ich eine unbeschichtete Pfanne benutze.
    Das Pfeilwurzelmehl hatte ich durch Buchweizen ersetzt und mit dem Hafer fein gemahlen,
    dann alles s.o. im Mixer püriert, die Menge hat für 2 Personen gereicht, war so lecker:)
    Die Füllung war ein bisschen anders, da ich Schwarzwurzeln, Süßkartoffel und Wirsing zuhause hatte.
    Die beiden letzteren Gemüsesorten (gedünstet) hatte ich mit dem Quinoa als Salat angemacht s.o. mit Kräuter der Provence, zu den Schwarzwurzeln mit frischer Petersilie habe ich eine Cashew-Sauercream gemixt, die ich dann als warme Sauce mit den Schwarzwurzeln, ebenfalls als Füllung, serviert habe,
    Danke für das Rezept, das wird es gewiss noch öfters geben!

    Grundrezepte, super!

    Liebe Grüße, Roswitha

    • Reply Justine 11. Februar 2019 at 1:05 pm

      Hi liebe Roswitha, danke dir für dein liebes Feedback! Das freut mich sooo und klingt sehr lecker
      Alles Liebe und hab einen schönen Abend!
      Justine

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