Eco, Health Talk

So kannst du deine Darmgesundheit unterstützen

Früher wurde der Darm stiefmütterlich behandelt. Es war ein Tabuthema darüber zu sprechen. Doch je mehr Aufmerksamkeit wir diesem faszinierenden Organ schenken, je mehr wir über den Darm rausfinden, desto mehr erkennen wir, dass die Darmgesundheit maßgebliche Auswirkungen auf unsere Immunabwehr, unser Wohlbefinden und unsere Psyche hat. Wenn es unserem Darm gut geht, geht es ein Stück weit dem ganzen Körper und unserer Psyche besser, weil so viele Vorgänge unseres Organismus mit dem Darm verwebt sind.

Es gibt vier Artikel zum Thema Darmgesundheit auf meinem Blog. Dieser, den du gerade liest, ist Part 4.

Teil 1: Grundwissen Darm & Darmflora [aka Mikrobiom]

Hier erkläre ich Grundbegriffe wie Darmmikrobiom, Präbiotika, Ballaststoffe und Co und gebe einen Einblick, wie der Darm funktioniert und was seine Aufgaben sind. Außerdem gehe ich auf Darm und Immunsystem ein.

Teil 2: Die Darm-Hirn-Achse, gestörte Darmflora, Darm + Depression, Auswirkungen von Stress

Darauf gehe ich ein: Die Bakterien in unserem Darm sind weitaus wichtiger für unsere körperliche und seelische Gesundheit, als es Mediziner*innen jemals für möglich gehalten hatten. Stress hat eine direkte Auswirkung auf die Gesundheit des Darms. Umgekehrt beeinflusst die Zusammensetzung unseres Mikrobioms unsere Stimmung und kann Depressionen und andere Erkrankungen fördern oder auslösen. 
Außerdem erkläre ich, was die Darm-Hirn-Achse bedeutet und wie Darm und Hirn kommunizieren.

Teil 3: Wieso haben heutzutage so viele Menschen Darmprobleme? [Durchfall, Reizdarm, Blähbauch, Leaky Gut, uvm.] 

Dieser Frage gehe ich im dritten Artikel auf den Grund. Außerdem erkläre ich, wie alles miteinander zusammenhängt und warum die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt.

Teil 4: So kannst du deine Darmgesundheit unterstützen

In diesem Beitrag gehe ich ganz genau darauf ein, was du alles tun kannst, um ein vielfältiges und gesundes Mikrobiom zu unterstützen. Ich habe den Artikel in drei Teile aufgespalten. So erfährst du, was du deinem Darm Gutes tun kannst, ohne viel Aufwand zu betreiben, aber auch, was zu tun ist, wenn du bereits Darmproblematiken hast und diese heilen möchtest.

 

Disclaimer

An dieser Stelle möchte ich natürlich einen Disclaimer loswerden. Ich bin keine Ärztin. Alles, was ich mit euch teile, beruht auf Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren aufgrund meiner eigenen Darmprobleme gemacht habe und auf Wissen, das ich mir durch Bücher und Artikel angeeignet habe. Hinterfragt gerne alles, was ihr hier lest und macht eure eigenen Recherchen.

Let’s go!

 

So kannst du deine Darmgesundheit unterstützen

Dieser Beitrag ist für all jene, die ihrem Darm Gutes tun wollen. Egal, ob es dem Darm (scheinbar) gut geht und keine Symptome vorliegen, es „nur Durchfall“ oder hin und wieder Bauchschmerzen sind, oder ein größeres Problem wie Leaky Gut oder eine chronische Entzündung vorliegt.

Zum Teil haben wir den Zustand unseres Mikrobioms nicht in der Hand (Punkto Kaiserschnitt oder natürliche Geburt, Stillen, Entwicklung des Mikrobioms während der ersten drei Jahre unseres Lebens oder Umwelteinflüsse). Fakt ist aber, dass wir auf der anderen Seite sehr wohl beeinflussen können, wie es unserer Darmflora geht und ob das Mikrobiom somit positive oder negative Auswirkungen auf unser Wohlbefinden, unsere psychische und körperliche Verfassung hat. Es ist wichtig, dass wir Immunsystem und Darm fit halten und uns bewusst kümmern, um Krankheiten vorzubeugen oder um womöglich bereits entstandene Krankheiten zu heilen.

Erste Warnzeichen ernst nehmen

Der Darm hat nicht unbedingt ein breites Repertoire an Symptomen. Somit können Bauchschmerzen oder ein Blähbauch das Symptom einer „harmlosen“ Irritation des Mikrobioms sein, die sich leicht wieder in Einklang bringen lässt, oder aber auf eine schwerwiegende Erkrankung des Darms hinweisen. Es ist wichtig, dass wir unseren Körper genau beobachten, Veränderungen erkennen und darauf reagieren. Fakt ist: Egal ob Blähbauch, Schmerzen, Durchfall oder Verstopfung (und das regelmäßig) – all das sind Zeichen, die unser Darm uns sendet, um uns zu vermitteln: Hier stimmt was nicht. Ich brauche Hilfe. Du musst was ändern!

Jedoch muss ich hier ergänzend erwähnen, dass der Darm manchmal auch kaum oder keine Warnzeichen sendet und man anhand eines Symptoms (Akne, Migräne, etc.) rückschließen muss, dass das Mikrobiom eventuell gestört ist. Natürlich hat bspw. Migräne nicht immer etwas mit der Darmgesundheit zu tun. Das ist das herausfordernde an ursächlicher Behandlung. Die Ursachen können sehr vielfältig sein. Besonders schwierig wird es, wenn unterschiedliche Ursachen zu einem Symptom führen. Migräne bspw. kann durch unheimlich vieles ausgelöst werden. Chronischer Stress, konventioneller Nagellack auf den Nägeln, Darmproblematiken oder (gefühlt) tausend andere Sachen. Über das Ausschlussprinzip und Untersuchungen kann man dann mit der Zeit herausfinden, wie das Symptom (also Migräne in dem Fall) zu Stande kommen konnte.

Schnelle Besserung versus Geduld

Es kann sein, dass du nur ein paar der Punkte umsetzt und du dich wie neu geboren fühlst, deine Verdauung wieder wunderbar funktioniert, usw. Ich habe einige Erfahrungsberichte von euch erhalten. Bei einigen sind Blähungen, Durchfall, etc. komplett verschwunden, obwohl sie „nur“ ihre Ernährung auf den Kopf gestellt haben und vegan wurden.
Es kann aber auch sein, dass du alles umsetzt und die Heilung trotzdem auf sich warten lässt. Hier ist dann weiterhin Geduld und auch professionelle Hilfe gefragt.

Fakt ist: Es funktioniert nicht für jeden das gleiche. Darmgesundheit ist sehr individuell.

„Ich ernähre mich so gesund, aber irgendwie werde ich nicht fitter/gesünder“

Story of my life! In meinem Umfeld ernährt sich fast niemand so gesund wie ich und trotzdem habe ich total viele gesundheitliche Probleme. Zum Teil, weil da viel mehr dahinter steckt, weshalb ich ja auch eine Psychotherapie mache (gerade bei chronischen Erkrankungen ist eine ganzheitliche Herangehensweise an die Heilung sehr sinnvoll). Zum Teil, kann das auch immer daran liegen, dass der Körper sehr belastet ist. Durch Viren, Schwermetalle und Co. Damit kann er eine Weile gut umgehen, aber irgendwann wird die Belastung zu groß.
Wenn es zusätzlich dem Darm nicht gut geht, kann er all die gesunden Nährstoffe oft gar nicht so gut verstoffwechseln, wie er gerne würde. Deshalb ist eine Heilung des Darms immer wichtig und die Basis vieler Heilungsprozesse.

Aber, Kopf hoch. Ich bin auf dem Weg der Besserung und so dankbar, dass ich so viel über meinen Körper und wie er funktioniert herausgefunden hat. Falls deine Lage sehr aussichtslos aussieht und du einfach nicht weiter weißt: Bleib dran, mach dich weiterhin auf die Suche nach den Ursachen deiner Probleme und halte durch. Es lohnt sich!!

 

1. Basics für Darmgesundheit

Alles, was ich nun aufzähle, sind meiner Recherche nach wirklich Punkte, die die Basis eines gesunden Darms bilden. Die Tipps sind also zum einen interessant, wenn du bereits unter Symptomen leidest oder aber auch, wenn du (scheinbar) ganz gesund bist. Es ist sehr sinnvoll, sich so früh wie möglich bewusst zu machen, dass unser ganzer Organismus sehr stark von einem gesunden Darm abhängt. Es lohnt sich also, Gesundheitsvorsorge zu betreiben, indem wir Darmgesundheit ernst nehmen und vor allem genau beobachten, wie es unserem Darm geht und mögliche Veränderungen wahrnehmen.

– nicht essen, wenn wir gestresst, traurig oder wütend sind

– kauen, kauen, kauen und gut einspeicheln

Es ist wirklich unheimlich wichtig, dass wir unsere Lebensmittel gut zerkauen. Die erste Verdauungsstufe ist ein ausgiebiges einspeicheln. Alles, was der Mund nicht zerkleinert, sind verlorene Fasern, weil der Darm wenig damit anfangen kann.

– Bitterstoffe zu sich nehmen

Bitterstoffe aktivieren einen oder mehreren der 25 Bitterstoff-Rezeptoren im Darm und können dadurch heilende Botschaften an das Hirn und den Körper senden. Lebensmittel, die Bitterstoffe enthalten: Artischocke, Löwenzahn, Chicoree, usw. Das funktioniert zum Teil über die Ernährung, oder durch Tropfen und Pulver. Hier kommt ihr zu einem Beitrag über Bitterstoffe mit vielen Tipps.

– regelmäßige Alkoholzufuhr vermeiden

– den Vitamin D Wert im Auge behalten

Ich supplementiere mit einem Vitamin D und K Präparat von Sunday Natural. Das kann ich sehr empfehlen. Vitamin D wird nach wie vor unterschätzt. Es ist immens wichtig für unseren Körper, da es bedeutende Aufgaben im Immunsystem innehat und Entzündungen verringern kann. Menschen, die bspw. an Morbus Crohn leiden, haben oft einen weniger starken Krankheitsverlauf, wenn der Vitamin D-Wert gut ist.

– kleinere Portionen zu sich nehmen

Nicht bei jeder Mahlzeit über die Maßen viel Essen. Für viele genügen 70-80% von dem, was sie essen.

– Junk Food, stark verarbeitete Lebensmittel bzw. Lebensmittel die sogenannte E-Stoffe enthalten, überwiegend vermeiden

– gesunde, pflanzenbasierte und abwechslungsreiche Ernährung

Forscher*innen haben herausgefunden, dass eine abwechslungsreiche Ernährung wirklich immens wichtig ist. Denn je vielfältiger die Kost, desto vielfältigere Mikroben sammeln sich an. Es ist ganz klar: Eine Ernährung, die überwiegend aus verarbeiteten Lebensmitteln, aus Zucker und gesättigten Fetten besteht, befeuert Entzündungen im Körper und schadet dem Mikrobiom. Überwiegend oder komplett pflanzenbasiert zu essen ist auf jeden Fall sinnvoll. Viel Grünzeug, gesunde Fette, entzündungshemmende Lebensmittel (siehe hier ein Beitrag dazu).
Die Ernährung verändert nachgewiesenermaßen den Dialog zwischen Hirn und Darm. Bitter, scharf, süß! Diverse Gewürze, Früchte, Gemüse, Hülsenfrüchte und Co ausprobieren. Die Vielfalt tut unserem Mikrobiom gut.

– auf tierische Fette verzichten oder stark reduzieren

– einigermaßen regelmäßige Mahlzeiten und regelmäßige Essenspausen

Es macht keinen Sinn, ständig etwas in sich hineinzustopfen. Unser Körper und somit unser Darm werden durch eine gewisse Routine entlastet.

– Ballaststoffe aka Präbiotika zu sich nehmen

Ballaststoffe regen die Darmtätigkeit an. Das gilt aber eher für den (einigermaßen) gesunden Darm. Wenn bereits gröbere Störungen vorliegen, helfen Ballaststoffe oft nicht mehr. In dem Fall müssen Ballaststoffe dann mit anderen Präparaten kombiniert werden, damit die Einnahme sinnvoll wird. Ballaststoffe sind das, wovon sich die Mikroben ernähren. Wenn diese nicht zugeführt werden, beginnen manche Bakterien sogar, die Darmschleimhaut anzufressen. Das wiederum führt dazu, dass Krankheitserreger leichter eindringen können und das Immunsystem in Alarm versetzt wird.

– Stressmanagement

Negativen Stress rigoros vermeiden, von Menschen trennen, die einem nicht gut tun, etc. Chronischer Stress hat höchst negative Auswirkungen auf unsere Darmgesundheit. Mehr dazu hier.

– Antibiotika-Einnahme, wenn möglich, dringend vermeiden

Wenn es unbedingt nötig ist: Währenddessen und auch danach ein Probiotikum einnehmen. Von OmniBiotic gibt’s eins, das extra dafür entwickelt wurde. Achtung: So gut wie alle tierischen Produkte, die aus der Massentierhaltung stammen, enthalten Antibiotika.

– Gemüse und Obst gründlich putzen

Dazu nutze ich eine Gemüsebürste und naturbelassene Seife, denn vor allem, wenn man Obst und Gemüse roh verzehrt, nimmt man nicht nur all die gesunden Pflanzenstoffe auf, sondern auch  Bakterien und mögliche Schwermetallbelastungen. Deshalb ist gründliches putzen wichtig. Auch dann, wenn erhitzt wird. Wer es noch gründlicher machen will: Obst/Gemüse in Wasser mit Natron liegen lassen. Etwa 10 Minuten lang. Trauben und Co kann man mit heißem Wasser abwaschen oder eben auch in Natronwasser legen. 

– Umweltgifte so gut es geht vermeiden

Nicht an der Straße joggen, Bio-Lebensmittel (bestenfalls vom regionalen Bio-Bauern), gefiltertes Wasser trinken, usw.

– Auf Lebensmittel aus Massentierhaltung unbedingt verzichten (gestresste Tiere, Antibiotika, etc.)

– nicht während dem Essen gehen

Auch Zuhause gilt: Alles an den Tisch bringen und erst dann essen. Während dem essen nicht aufstehen. Der Körper kann sich nur um eine Tätigkeit kümmern. Wenn wir jedoch aufstehen, stoppt die Verdauung und setzt dann womöglich erst Stunden später wieder ein, wenn wir wieder etwas essen. Unverdautes Essen liegt somit, vereinfacht gesagt, in unserem Körper herum, ohne dass damit etwas getan wird.

– fermentierte Lebensmittel essen/trinken

– regelmäßige Bewegung

Die gesundheitsfördernde Wirkung von regelmäßiger Bewegung ist unumstritten und für das allgemeine Wohlbefinden, wie unsere Reaktionen auf Stress und somit auch die Darmgesundheit ENORM wichtig. Es ist bspw. bewiesen, dass regelmäßige Yoga Praxis einen positiven Einfluss auf die Darmgesundheit hat. Unter anderem auch wegen der guten Atmung.

– Zucker & Fett im richtigen Verhältnis

Wenn täglich viel Fett und viel Zucker (ja, auch Fruchtzucker eingerechnet) im Darm aufeinander treffen tut ihm das gar nicht gut. Es ist zwar gut und sinnvoll, beides zu sich zu nehmen, aber eben nicht zu viel von beidem. Man sollte sich also auf langfristige Sicht entscheiden, ob man eher eine fettreiche (Öle, Nüsse, Nussmuse, etc.) oder eine eher zuckerreiche (Früchte, raffinierter Zucker, etc.) Ernährung umsetzen möchte. Klar, kann man auch mal viel von beidem zu sich nehmen, aber da die Kombi aus viel Fett und Zucker echt der Killer für den Darm ist, macht es Sinn, wenn man sich an den meisten Tagen eher auf das eine konzentriert. Wenn man eher viele Fette zu sich nimmt, kann man natürlich trotzdem einen Smoothie trinken und eine Handvoll Beeren essen, aber man sollte es dann mit dem Zucker nicht übertreiben. Genauso ist es umgekehrt. Wenn man sich für eine eher „zuckerreiche“ Ernährung entscheidet, sollte man diesen dann natürlich überwiegend über Früchte und Muse zu sich nehmen und eben nicht über Softdrinks, raffinierten Zucker und Co.

– regemäßig die Zahnbürste wechseln

 

2. Was du tun kannst, wenn du mehr tun willst

Wenn du spürst, dass dein Darm mehr braucht, du bereits unter Symptomen leidest, bisher nichts so richtig geholfen hat bzw. du einfach bereit bist, mehr für deine Gesundheit zu tun, sind die kommenden Punkte interessant für dich. Du könntest dich auch dann an deren Umsetzung versuchen, wenn du beispielsweise unter Hautproblemen leidest und du diese endlich ursächlich angehen magst und keine Symptombekämpfung mehr betreiben willst. Der Darm wird auch Spiegel der Haut genannt. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass, sobald es deinem Darm besser geht, auch deine Haut wieder schöner werden kann. Manchmal reichen kleine Veränderungen und die Haut beruhigt sich. Manchmal handelt es sich aber auch um tiefsitzendere Probleme, die man nur mit professioneller Unterstützung regeln kann (siehe nächster Punkt).

– Heilfasten

Heilfasten kann wahre Wunder bewirken, da es das Mikrobiom aushungert und eine tiefgreifende Wirkung auf die Zusammensetzung und Funktion des Mikrobioms hat. Auch Intervallfasen (siehe oben) kann hilfreich sein. „Unser heutiges Wissen über die Interaktionen zwischen dem Gehirn, dem Darm und der Mikrobiota lässt darauf schließen, dass Fasten eine tiefgreifende Wirkung auf die Zusammensetzung und Funktion des Darmmikrobioms und vielleicht auch auf das Gehirn hat.“ – Dr. Mayer in „Das zweite Gehirn“. Heilfasten kannst du mit oder ohne Betreuung ein- oder sogar zweimal pro Jahr machen. Wichtig ist, dass du dich, falls du dich entscheidest zuhause eine solche Fastenkur zu starten, wirklich sehr gut informierst und dich an erprobte Anleitungen von Buchinger oder Dahlke (bspw. ) hältst. Ideal ist es natürlich, eine betreute Fastenkur z.B. bei der Weckbeckerklinik zu machen, aber das ist nicht billig. Zuhause geht es auch sehr gut. Wichtig: Nicht nur fasten, sondern die Zeit auch nutzen, um dem Körper und der Seele viel Gutes zu tun und zu entspannen. Basenbäder, Körperbürstungen, Leberwickel etc. gehört dazu und unterstützen den Körper bei der Entgiftung. 

– Zeitweise auf Gluten verzichten

Versuche einen beliebigen Zeitraum auf Gluten zu verzichten und schau einfach, wie du dich damit fühlst. Es wird immer betont, dass Gluten für Menschen, die keine gesundheitlichen Probleme haben, nicht schädlich ist. Das mag stimmen (ich sehe die Sache etwas skeptisch), aber Fakt ist, dass besonders wenn bei dir bereits stille Entzündungen vorliegen, es auf jeden Fall ein Versuch wert ist, phasenweise darauf zu verzichten, um einfach zu sehen, ob es dir gut tut. Denn: Gluten fördert Entzündungen.

– Zeitweise auf Zucker verzichten

(Zu viel) Zucker, insbesondere Softdrinks, ein Übermaß an Süßigkeiten und Co kann den Darm ebenfalls sehr belasten, fördert Entzündungsprozesse. Manchmal hilft dann nur ein rigoroser Verzicht. Probier’s einfach mal aus!

– Intervallfasten 

Hier wird nur innerhalb eines festgelegten Stunden-Fensters gegessen. Die restliche Zeit wird gefastet. Intervallfasten lässt sich sehr leicht in den Alltag integrieren und sehr viele Menschen haben gute Erfahrungen damit gemacht. Alles über Intervallfasten habe ich hier beantwortet.

– Basenfasten

Auch Basenfasten wäre mal einen Versuch wert. Hier habe ich mehr darüber geschrieben.

– Einen ausführlichen Bluttest machen

Vielleicht gibt es Nährstoffe, die über eine natürliche Ergänzung zugeführt werden oder der Bluttest gibt Aufschluss, inwiefern du deine Ernährung weiter optimieren könntest.

– Probiotikum

Ein Probiotikum einnehmen, denn manchmal genügt es über die Ernährung nicht, vor allem, wenn bereits eine Darmthematik vorliegt. Deshalb kann man mit Produkten unterstützen. Besonders beliebt und von vielen vertragen wird OmniBiotic 6. Das gibt’s im deutlich günstigeren Vorteilspack, der einige Monate lang hält (300g, etwa 100€, online). Aber es gibt noch viele andere und auch noch bessere! Laut meinen Recherchen sind Probiotika besonders wirksam, wenn man sie in Wasser auflöst und dann 30 Minuten stehen lässt und vor dem Schlafen gehen nimmt. Kapseln, die man direkt runterschlucken muss, sind teilweise (nicht immer) weniger wirksam.
Es gibt viele tolle Probiotika auf dem Markt. Das jeweilige Mikrobiom ist jedoch bei jedem anders. Als Laie weiß man also nicht, welches Probiotikum die für einen selbst idealen Bakterienstämme enthält. Entweder man probiert verschiedene Produkte hintereinander über mehrere Wochen aus und schaut, ob es eine Besserung gibt, oder man holt sich professionelle Hilfe eines erfahrenen Therapeuten/Therapeutin (das empfehle ich sehr, wenn du spürst, dass bei deinem Darm etwas nicht stimmt) und lässt ein Darmprofil erstellen und dieses auswerten. Anhand dieses Profils sieht man ziemlich genau, von welchen Bakterien es einen Mangel und von welchen es einen Überfluss gibt. 

– Mikroorganismen

Mikroorganismen über ein Präparat zu sich nehmen hat mir bereits sehr geholfen. Du kannst ein paar Monate lang eine Kur damit machen. Ich nehme ProEmsan von TISSO. Dieses Produkt kann unterstützen, den ph-Wert wieder zu normalisieren und ein Milieu zu schaffen, in dem sich die guten Bakterien wieder wohl fühlen. Manchmal genügt es über die Ernährung nicht, vor allem, wenn bereits eine Darmthematik vorliegt. Deshalb kann man mit Produkten unterstützen.

– Ballaststoffzufuhr über ein Präparat erhöhen

Da gibt’s viele tolle Produkte. Beispielsweise dieses hier von TISSO oder dieses hier von Zinzino.

 

3. Was du tun kannst, wenn es dir bereits länger schlecht geht und du das Gefühl hast, dass mit deinem Darm eindeutig etwas nicht stimmt

Dieser letzte Absatz ist für diejenigen unter euch gedacht, deren Darmgesundheit bereits spürbar beeinträchtigt ist und die auch durch kleine oder größere Veränderungen (siehe Punkt 1 und 2) keine oder nur wenig Besserung erlebt haben. Das kann sich direkt über den Darm äußern (regelmäßige Schmerzen, Blähungen, Blähbauch, Durchfall, etc. – denn all das sind Anzeichen dafür, dass der Darm nicht unbedingt so arbeitet, wie er sollte). Dass mit deinem Darm etwas nicht stimmt, muss sich aber nicht direkt zeigen, sondern kann sich auch indirekt bemerkbar machen. Viele Erkrankungen wie Akne, Migräne, chronische Entzündungen o.Ä. hängen oft sehr stark mit der Gesundheit des Darms zusammen. 
Falls du unter einer chronischen Darmentzündung, Leaky Gut oder ähnlichem leidest und noch keine Darmaufbaukur gemacht hast, wird es, meiner Meinung nach, dringend Zeit. Bestenfalls: Mit professioneller Unterstützung!

– Darmprofil erstellen lassen und professionelle Unterstützung suchen

Das geht über verschiedene Anbieter, bspw. über Biovis. So funktioniert es: Man sendet seinen Stuhlgang in einem kleinen Röhrchen ein und dieser wird dann ausgewertet. Als Laie kann man jedoch mit den Ergebnissen nicht sonderlich viel anfangen. Es ist also wichtig, dass du dich auf die Suche nach professioneller Unterstützung machst. Es ist unter Umständen nicht so einfach, jemanden zu finden, der sich wirklich mit Darmgesundheit auskennt. Ich habe Gott sei Dank Olivia Hirschberg in München gefunden. Sie wurde mir von einer Freundin empfohlen. Bestenfalls gehst du einer Empfehlung von einer Person nach, der bereits geholfen werden konnte. Wenn du wirklich ein gröberes Darmproblem hast, ist es immens wichtig, sich professionelle Hilfe zu holen.

– Herausfinden, ob Unverträglichkeiten, Intoleranzen oder Allergien vorliegen

Meine Histaminintoleranz wurde bspw. im Allergiezentrum festgestellt. Ich kann meinen Darm zusätzlich zur Darmsanierung unterstützen, indem ich zeitweise auf histaminhaltige Speisen verzichte. Somit überfordere ich ihn nicht zusätzlich mit Lebensmitteln, die er gerade schlecht verdauen kann. 

– Herausfinden, ob deine Psyche, deine Seele einen Anteil an der Erkrankung hat

Besonders, wenn es sich um eine chronische Erkrankung handelt, könnte ein Teil der Ursache psychosomatisch sein. Bei mir war/ist das jedenfalls der Fall. Es ist also wichtig, dass du eine ganzheitliche Heilung anstrebst und die Ursachen auf allen Ebenen abklärst. Das kann ziemlich zeitintensiv sein, aber es lohnt sich.

– Ultraschall

Um auszuschließen, dass es sich um einen Tumor handelt, muss ein Ultraschall vom Bauch gemacht werden.

– Herausfinden, ob eine Schwermetallbelastung und/oder eine Virenbelastung dafür verantwortlich sind, dass es dem Darm einfach nicht besser geht

Das war und ist bei mir der Fall. Der Darm konnte sich einfach nicht richtig erholen, egal was ich gemacht habe, weil mein Organismus durch die Schwermetalle und Viren so belastet und gestresst war. Teil meiner Heilung sind also auch Maßnahmen, um die Viren loszuwerden und die Schwermetalle aus meinem System zu kriegen.

 

 


 

Ich hoffe sehr, dass die Artikelreihe „Darmgesundheit“ bzw. dieser Artikel hilfreich für dich war. Darmgesundheit ist eine Herzensangelegenheit für mich, weil ich weiß, wie sehr unsere allgemeine Gesundheit davon abhängt und ich so dankbar bin, dass ich mittlerweile weiß, wo die Baustellen meines Körpers sind und ich aktiv daran arbeiten kann.

Fakt ist: Um einen wirklich gesunden Darm zu fördern, müssen wir verstehen, wie alles miteinander zusammenhängt. Es geht nicht nur um die Ernährung. Ungesunde Darmreaktionen können mit Stress, Wut und Angst zusammenhängen. Gehirn und Darm stehen in ständigem Austausch und beeinflussen sich, genauso wie natürlich andere Organe im Körper. Es muss tatsächlich eine Lebensänderung her!

 

 


Quellen:

Buch: Das zweite Gehirn von Dr. Emeran Mayer

GEO WISSEN Gesundheit: Der Darm; gesunder Bauch – gesunde Seele

Allergosan: Psyche, Stress & Nerven

Allergosan: Probiotika

 

 

 

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8 Comments

  • Reply Christine Wentzel 4. September 2020 at 11:08 am

    Hallo Justine,
    danke für Deine Empfehlung mit den Probiotika!
    l.g.
    Chris

  • Reply Christine Wentzel 9. August 2020 at 2:52 pm

    und nochmal ich 😉

    hast Du eine Idee, was ich tun kann, wenn ich Vollkornprodukte so gar nicht vertrage? Ein paar Bissen Vollkornbrot z.B. bringt sofort Bauchschmerzen, die dann den ganzen Tag anhalten und der Tag ist gelaufen. Ich habe es auch schon mit glutenfreiem Vollkorn versucht, z.B. mit Quinoa. Das selbe Spiel. Dabei würde ich so gerne Vollkornprodukte essen, aber ich vertage sie einfach nicht. Meine Heilpraktikerin meint immer: Vollkorn ist was für Bauarbeiter. Dabei weiß ich, dass viele Menschen kein Problem damit haben. Hast Du eine Idee, was ich tun kann? Und sind die Ballaststoffpräperate, die Du empfiehlst, bein meinem Problem verträglich?

    l.g.
    Chris

    • Reply Justine 3. September 2020 at 2:57 pm

      Hi Chris, das weiß ich leider nicht! Ich würde an deiner Stelle tun, was du anscheinend eh vor hast: einfach mal ein Probiotikum nehmen. Außerdem empfehle ich dir noch andere Punkte von der Liste umzusetzen und dann einfach mal zu schauen, ob du Ballaststoffe/ Vollkornprodukte dann besser verträgst. Wenn nicht, würde ich mir jemanden suchen, der sich gut mit Darmproblematiken auskennt 🙂 Alles Liebe, Justine

  • Reply Christine Wentzel 9. August 2020 at 2:39 pm

    Liebe Justin,
    danke für deinen interessanten Bericht. Da ich eine mittelgradige Histaminintoleranz habe (habe Dein e-book vor Kurzem gekauft 😉 ), würde es mich interessieren, ob die Produkte, die du empfiehlst, auch bei einer Histaminintoleranz verträglich sind. Ich gehe davon aus, da Du ja auch dieses Problem hast….

    Freue mich auch eine Antwort von Dir!
    l.g.
    Chris

    • Reply Justine 3. September 2020 at 2:55 pm

      Hi liebe Christine, entschuldige bitte meine späte Rückmeldung! Ich nehme das von GutPro (sehr gut geeignet bei HIT), aber habe auch eine zeitlang OmniBiotic 6 genommen und das auch total gut vertragen. Es kann sein, dass du auch ein histaminhaltiges Probiotikum gut verträgst und es dir sogar sehr gut tut. Probier das einfach mal aus 🙂

  • Reply Caroline 8. August 2020 at 9:19 am

    Wie filterst du das Wasser?Immer Mineral zu kaufen ist mir echt zu teuer!Was haltest du von Biogena Produkten?

    • Reply Justine 3. September 2020 at 2:54 pm

      Hi liebe Caroline, wir haben leider immer noch keinen Filter! Legen uns aber auf jeden Fall noch einen zu. Die kosten halt echt irre viel.. deshalb warten wir noch ein wenig.

      • Reply Tanita 29. September 2020 at 9:05 pm

        Und wie filterst du dann dein Wasser? 🙂

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