Eco, Persönliches

Jahresrückblick 2021 & Was ich gelernt habe

Diese Art von Jahresrückblick ist auf meinem Blog ja schon fast eine Tradition. Was habe ich dieses Jahr gelernt? Wer war ich und wer will ich eigentlich sein? Welche Erkenntnis erschien in neuem Licht?

Ich stelle mir aber auch ganz andere Fragen. Worauf bin ich dieses Jahr stolz? Was ist gut gelaufen? Was lief so gar nicht toll? Habe ich erreicht, was ich mir vorgenommen habe? Habe ich mir vielleicht zu viel vorgenommen? Worauf habe ich meine Prioritäten gelegt? War das gut so? Will ich es zukünftig anders machen? Habe ich Grenzen gesetzt und sie auch geachtet und verteidigt? Habe ich genug Zeit mit den Menschen verbracht, die ich liebe? Wann habe ich mich lebendig gefühlt? Mit wem würde ich im kommenden Jahr gerne mehr oder weniger Zeit verbringen? Wann war ich besonders traurig? Oder glücklich? Und vieles mehr! (Die Fragen beantworte ich nicht in diesem Beitrag, sondern privat für mich.)

Räucherritual

Wie sieht es bei dir aus? Lässt du das Jahr auch Revue passieren? Ich finde, dass es eine schöne Tradition ist, am Ende des Jahres (oder Anfang des neuen Jahres) zu reflektieren, den Frieden mit den vergangenen 365 Tagen zu schließen und Pläne fürs Neue zu schmieden. Mir tut es jedenfalls immer sehr gut. Außerdem werden wir dieses Jahr wieder ein Räucherritual machen. Mit einem Salbeibund aus dem Norden von kruut, mit dem wir die Wohnung räuchern. Außerdem verbrennen wir wieder Zettelchen. Einerseits Zettelchen, auf die wir schreiben, was wir loslassen wollen und andererseits welche, auf die wir Wünsche und Ziele für das neue Jahr schreiben. Ich liebe es, wenn man schöne Dinge zu Ritualen werden lässt und diese dann vielleicht sogar mal an seine Kinder weitergeben kann.

Geschafft, was du dir vorgenommen hast?

Ich hatte mir für dieses Jahr zwei große Dinge vorgenommen (und viele kleine) die ich beide umsetzen konnte. Wir haben wahnsinnig viel in der Wohnung vorangebracht, worauf wir sehr stolz sind. Es ist noch lange nicht alles so, wie wir es im Endeffekt haben möchten, aber wir haben dieses Jahr mehr geschafft, als die vergangenen Jahre zusammen (öhm und die neue Küche ist natürlich der absolute Wahnsinn!). Außerdem habe ich mein zweites eBook „Vegan, gesund & günstig“ rausgebracht. Das hat mich teilweise echt an den Rand der Verzweiflung gebracht, aber ich hab’s geschafft und es ist großartig geworden. Jedenfalls habe ich wieder viel gelernt und bin schlauer als zuvor. Überhaupt war 2021 wieder ein Jahr, in dem ich sehr viel lernen durfte. Nennen wir es mal dürfen

Haarausfall, Heilung, endlich sportlich & mehr

Ich bin ein zweites Mal an einem Burnout vorbeigeschrammt, knapp oder wahrscheinlich hatte ich auch ein kleines. Es ging mir furchtbar. Es ging mir großartig. Ich hab gelacht, geweint, mich gesorgt, mich gefreut, so vieles gefühlt. Ich habe in Sachen Haarausfall, Rosazea, Hashimoto und Co vieles vorangebracht. Meiner Haut ging es an vielen Tagen so gut, wie seit vielen, vielen Jahren nicht mehr. Gleichzeitig habe ich auch eine neue Diagnose erhalten. Ich bin den ganzen Heilungsberg schon wirklich weit raufgestiegen, ganz oben angekommen jedoch noch nicht ganz. Aber ich spüre, dass es nicht mehr lange dauert – dass ich schon dabei bin, meine Flügel auszubreiten und mich verdammt nochmal nicht mehr viel davon abhalten kann, tatsächlich loszufliegen. Und vor allem spür‘ ich, dass mich die ganze Zeit nur eine Person zurückgehalten hat – nämlich ich.
Das Erklimmen ist mit enorm viel Durchhaltevermögen verbunden. Auch, wenn ich immer wieder drauf und dran war, zu denken, ich würde es nicht weiter schaffen, habe ich immer weiter gemacht. 

Ich habe endlich wieder zum Sport gefunden, bin zum ersten Mal alleine Auto (proudproudproud!) gefahren, dann sogar ein zweites Mal eine sehr weite Strecke alleine, habe zu einem meiner liebsten Hobbys aus der Kindheit zurückgefunden, nämlich dem Töpfern und habe mein Leben als Einsiedlerin aufgrund von Hautproblemen endgültig beendet. Ich fühle mich freier, gesünder und emotional besser. Gleichzeitig merke ich auch, dass ich eben noch nicht über den Berg bin, was verschiedenste Gefühle in mir hervorruft. 

Ich habe dieses Jahr viel in Frage gestellt, meine Jobwahl überdacht, wieder begonnen zu malen, Freundschaften geschlossen, beendet, was nicht gut tat, Grenzen gesetzt und vieles mehr.

What a year!!!

Toiletten-Buch und Hirn vor Verstaubung schützen

Für kommendes Jahr habe ich mir auch wieder einige Ziele gesetzt. Nicht zu viele, aber ein bisschen ambitioniert ist es schon. Ich denke, die Umsetzung ist realistisch. Für mich ist das sehr persönlich, deshalb werde ich nur eine kleine Sache mit euch teilen. Ich will bspw. mein Allgemeinwissen aufpeppen und habe mir dafür vorgenommen, jeden Tag auf der Toilette 5-10 Minuten zu investieren. Das sind dann doch 40+ Stunden im Jahr, da lässt sich sicherlich ’ne kleine Menge an Wissen in mein Hirn befördern. Juhu!



Was ich 2021 gelernt habe

CMD + F und STRG + F

Mit dieser einfachen Tastenkombination kann man auf jeder Website, in jedem Dokument, in so gut wie jedem Programm eine Suche starten, die meist in irgendeiner Bildschirmecke angezeigt wird. CMD + F bei Apple, STRG + F bei Windows.

Kuschelhormon

Das Bindungshormon, das in unserem Gehirn ausgeschüttet wird, nennt sich Oxytocin. Es sorgt bspw. für die natürliche mütterliche Fürsorge für ein Neugeborenes, sorgt dafür, dass Milch gebildet wird. Das Hormon wird verabreicht, um Geburten einzuleiten, da es ebenfalls dafür sorgt, die Wehen einzuleiten. Es spielt aber auch in vielen anderen Prozessen im Körper eine wichtige Rolle. Es verstärkt das Gefühl von Vertrauen und Bindung, reduziert Stress und wird durch angenehme Sinneswahrnehmungen ausgelöst.

Klimakterische Früchte

Klimakterisch nennt man bspw. Bananen, Avocados, Tomaten, Birnen, Pfirsiche, usw., die nach der Ernte noch nachreifen. Früchte, wie Brombeeren, Ananas, Trauben und andere reifen nach der Ernte nicht mehr nach, weshalb man sie nicht unreif pflücken sollte. Ein gutes Beispiel dafür sind Brombeeren. Die müssen ganz prall und dunkel sein und sollten sich leicht vom Strauch lösen lassen. Dann sind sie essreif, saftig und süß. Wenn man sie auch nur zwei Tage zu früh erntet, hat man ein saures Früchtchen zuhause, dass eher schimmelt, als dass es auch nur ein wenig süßer wird.

Das Selbstvertrauen ist wie ein Muskel

Das Selbstvertrauen wächst automatisch, wenn man das Vertrauen in sich erhöht und das wiederum kann man leicht steigern, indem man bspw. Versprechen, die man sich selbst gegeben hat, einhält. Dinge, die man sich vorgenommen hat, erledigt.

1 Millionen 1 Million

Es heißt 1 Million und nicht eine Millionen. Irgendwie habe ich immer unbewusst 1 Millionen gesagt.

Luffa-Schwamm

Ihr kennt sicherlich die allseits bekannten Luffa-Schwämme. Und ich weiß jetzt, wie die Pflanze dazu aussieht. Es ist eine Art Gurke, die ich in einem Gewächshaus in Sprögnitz diesen Herbst gesehen habe. Diese wird dann getrocknet und zum charakteristischen Luffa-Schwamm verarbeitet. Man kann sie natürlich auch essen.

80% Geruch, 20% Geschmack

Unser Schmecken ist zu 80% vom Geruch bestimmt und nur 20% des Geschmackserlebnisses werden von den Geschmacksknospen auf Zunge, Gaumen und Kehldeckel transportiert. In den Genuss guten Geschmacks kommen wir also vor allem durch die Riechrezeptoren in der Nase.

Finanzen und Investments – doch gar nicht so schwierig

Übrigens: Bei 75 Prozent aller Frauen in Deutschland wird die Rente später unter 400 Euro liegen. Dieser Fakt hat mich sehr geschockt! Ein weiterer Grund, warum ich begonnen habe, mich mit dem Thema Finanzen zu beschäftigen.

Ich habe das Buch „Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können“ von Madame Moneypenny gelesen und es hat mein Leben verändert! Ich habe mich dann ein wenig ins Thema reingefuchst und ein Depot eröffnet, wo ich Geld mithilfe von Aktien und ETFs anlege. Ich habe mich sehr lange Zeit vor diesem Thema gedrückt und bin wahnsinnig stolz, dass ich mich dieses Jahr damit beschäftigt habe. Ich habe zwei sehr ausführliche Beiträge dazu geschrieben, die dich gut ans Thema heranführen. 

MoneyTalk #1 oder warum es sich lohnt (nachhaltig) zu investieren

MoneyTalk #2: So geht nachhaltiges Investieren (+ step by step Anleitung!)

„Karamell“ aus dem Kühlschrank

Schonmal Medjool-Datteln aus dem Kühlschrank gefuttert? Schmeckt wie gekühltes Karamell. Alex und ich sind beide große Fans!

Selbst-Bewusstsein

Je besser ich mich kenne, desto größer ist mein Selbst-Bewusstsein. Das ist für mich eine neue Definition dieses Wortes. 

Kurkuma-Flecken weg durch Sonne 

Ich hatte einen ziemlich großen Kurkuma-Fleck von frischem Kurkuma auf der Jeans und der wollte einfach nicht weggehen. Ich habe dann den Tipp bekommen, die Hose einfach in die Sonne zu legen und siehe da! Er war nach einigen Stunden einfach verschwunden.

Grenzen ziehen, eine Notwendigkeit!!

Ich glaube, ich habe erst dieses Jahr so richtig gelernt, Grenzen zu setzen, mich abzugrenzen und bei mir zu bleiben. Oder vielmehr habe ich erkannt, dass es ein Thema für mich ist (denn Situationen, die mir das Thema gespiegelt haben, haben sich enorm gehäuft), habe das Bewusstsein dafür geschaffen und übe nun, Grenzen zu ziehen, was teilweise sehr gut und teilweise noch nicht gut klappt. Aber die Erkenntnis ist ja sowieso mal der wichtigste Schritt und in der Therapie konnte ich gut reflektieren und besprechen, was zu tun ist.

Im Großen und Ganzen ist es mir in meinem bisherigen Leben vermeintlich nicht schwer gefallen, Grenzen zu ziehen. Ich versuche, immer erst auf mein Wohlbefinden zu schauen, lasse mich nicht ausnutzen, usw. Aber oftmals verschwimmen die Grenzen auf subtile Weise und ich lasse die Emotionen der anderen unfassbar schnell an mich ran, lasse sie manchmal zu meinen werden oder lasse mich in eine Diskussion reinziehen, bei der ich gar keine Chance habe, weil’s einfach um was ganz anderes geht. Und dann fühle ich mich furchtbar. Ich habe beim Reflektieren einiger Situationen gemerkt, dass ich bspw. bei einer Person, die sehr unfreundlich und wütend auf mich zugekommen ist, nicht die Ruhe bewahrt habe und etwas gesagt habe, wie: „Ich möchte nicht, dass Sie so mit mir sprechen. Das hat gerade nichts mit mir zu tun.“ und einfach zu gehen, sondern voll darauf einkippe, die Wut der Person richtig aufnehme und sofort in den wütenden Verteidigungsmodus schalte. Das Gute ist, dass man Grenzen ziehen oft üben kann, weil sich im Alltag nicht selten die Gelegenheit ergibt. Sei das im Gespräch mit der Familie oder mit Fremden.

Mit Grenzen ziehen verbinde ich auch, nicht alles gleich persönlich zu nehmen (das übe ich noch, fällt mir leider schwer!!), zu schauen, was mein Anteil an einem Gespräch oder einer Situation ist, ob ich überhaupt einen habe und Abstand zu nehmen, wenn nötig.

Denn Situationen wie diese sollen sich in meinem Leben eher nicht wiederholen: Wildfremde Frau auf der Straße sagt irgendwas Unfreundliches, ich habe vergessen was und ich versuche sofort, mich zu verteidigen, streite dann im Endeffekt mit dieser Frau wegen NICHTS und weil wir zu keiner Einigung finden, bzw. überhaupt keine Einigung finden können und die Frau wegmarschiert, fange ich an zu weinen und grüble, was das jetzt bedeuten soll. Das soll bedeuten, dass ich verdammt noch mal nicht die negativen Emotionen von wildfremden Personen zu nah an mich heranlassen und mich dann schlecht fühlen soll. Ruhe bewahren, schauen ob ich einen Anteil habe. Nein? Abstand nehmen.

Das Glück in den kleinen Momenten finden

Wenn man zurückblickt, sich an Situationen erinnert oder Fotos anschaut, denkt man sich oft: Mensch, da war ich gerade so glücklich, aber ich hab’s anscheinend gar nicht gemerkt. Ich versuche also, in schönen Momenten kurz innezuhalten und das Glück so richtig zu spüren und mir auch mitzuteilen: „Hey Justine, du bist gerade glücklich, sei ganz im Moment und genieße ihn.“

Vielleicht das größte Learning

Nicht alle Menschen müssen mich verstehen.

To-Do-Listen verkürzen

Learnings, die sich jedes Jahr wiederholen: Schreibe nichts auf die To-Do-Liste, was du jetzt sofort in wenigen Minuten erledigen kannst. Mach jeden Morgen in der Früh etwas, das du eher ungern tust oder das du gerne vor dir herschieben würdest. Auch wenn es nur eine Email ist. Nach dieser Erledigung fühlt man sich gleich besser.

Proteinshake

Wir haben ein richtig tolles Proteinpulver – getestet auf Pestizide und Schwermetalle! – gefunden, das 18 Aminosäuren enthält. Love it! Jedenfalls habe ich gelernt, wie man einen Proteinshake richtig shaked. Wichtig ist nämlich, in den Behälter erst die Milch (erstmal weniger, später mehr) zu füllen und das Proteinpulver danach hinzuzufügen. Dann gut schütteln. Wenn man das Proteinpulver zuerst hinzufügt, klebt ein Teil unten fest.

Trauma

Ich hätte ein Trauma immer anhand von Beispielen beschreiben können, aber die Definition dahinter kannte ich gar nicht. Ein Trauma ist eine Situation, der du ausgeliefert bist, wenn du bspw. keine Kontrolle hast oder in Lebensgefahr bist. Traumatisch können also ein Einbruch, ein Überfall, ein Krieg, aber auch andere Dinge sein, wie bspw. wenn dich jemand in der U-Bahn anspuckt oder wenn du als Kind den Streitereien deiner Eltern ausgeliefert bist, ohne dass du dich aus dieser Umgebung rausziehen kannst.

Auf jemanden zugehen kann auch Stärke bedeuten 

Das ist jetzt ziemlich privat, aber ich mag’s euch trotzdem erzählen, weil’s ein großes Learning für mich war. Mit zwei Personen, die mir sehr wichtig sind, gab es eine ungeklärte Streitsituation bzw. längere Zeit keinen Kontakt. Ich habe darauf gewartet, dass sich die Personen melden, da ich, die die Situationen von vorne bis hinten mehrmals durchgegangen und mit meiner Therapeutin analysiert habe, davon ausgegangen bin, dass ich im Recht bin, bzw. dass es eigentlich die Aufgabe der anderen Person wäre, sich zu melden. Das denke ich auch immer noch, haha. Aber darum ging’s gar nicht. Es ging darum, dass mich diese ungeklärten, in der Luft schwebenden Situationen unterschwellig immer ein wenig belastet haben. In meinem Kopf war aber die ganze Zeit klar: Wenn ich mich melde, renne ich diesen Personen nach und das wollte ich auf keinen Fall, da ich ja noch immer dabei bin, zu lernen, für mich einzustehen. Jedenfalls hat mich meine Therapeutin dann gefragt, was eine selbstsichere Person in meiner Situation tun würde. Ich wusste sofort: Diese Person würde sich melden und die Situation klären und sie aus der Welt schaffen, weil dieser Schwebezustand ihr nicht gut tut. Sie würde in Aktion gehen und die Sache in die Hand nehmen. Irgendwie hat es dann klick gemacht. Denn wenn ich mit einem Gefühl der Selbstsicherheit und nicht aus einer geduckten Haltung heraus auf die Personen zugehe, ist es kein hinterherrennen. Es ist mutig und wichtig. Jedenfalls habe ich das dann getan. Es hat mich viel Überwindung gekostet, weil ich halt eine super sture Person bin, aber nun ja, es hat sich gelohnt. Sehr sogar!! Mehr verrate ich nicht, hehe.

Kognitive Auswirkungen von Armut

Menschen mit Geldsorgen haben nachgewiesenermaßen eine geringere Bandbreite an Konzentration für andere Dinge. Diese verminderte Bandbreite kann zu einer Verringerung der messbaren Intelligenz führen.

Der Einfluss von Geldknappheit auf das Denkvermögen entspricht laut Studien zu 80% den Auswirkungen einer schlaflosen Nacht bzw. senkt Geldnot den IQ im Schnitt um 13 Punkte. Und wir wissen alle, dass wir nach einer schlaflosen Nacht nicht gerade top performen können. In einem spannenden Test, der in den USA durchgeführt wurde, sollten sich Teilnehmer*innen vorstellen, dass ihr Auto repariert werden muss. Geringverdiener*innen schnitten bei dem Intelligenz- und Wahrnehmungstest deutlich schlechter ab, als all jene, die besser verdienten, sobald man sie mit einer hohen Rechnung für eine Reparatur konfrontiert hatte.

Besser kann man einen Teufelskreis kaum erklären. Je mehr Geldsorgen, desto weniger ist man in der Lage, clevere Entscheidungen zu treffen, die einen aus der Geldnot befreien. So schlimm!!!

Imposter Syndrom

Ich wusste gar nicht, dass es einen Namen für das Phänomen gibt, dass manche Menschen (bewusst oder unbewusst) ihre eigenen Fähigkeiten nicht ganz klar einordnen (können) und von massiven Selbstzweifeln geplagt sind. Dieses „Tiefstapeln“ nennt sich Imposter-Syndrom.

Zeit mit der Family – Datum ausmachen, Termin fixieren!

Wir wollten das ganze Jahr über als Familie gemeinsam in den Kletterpark. Irgendwie haben wir’s nicht geschafft, obwohl es trotz Corona genug Möglichkeiten gab. Deshalb einfach ein Datum ausmachen und die Sache ist erledigt. Spontan schaffen wir’s nicht, auch wenn’s uns wichtig ist. Für unseren Wandertag im Schnee haben wir ein fixes Datum im Januar und das werden wir dann auch ganz sicher schaffen, weil es sich jeder einträgt und jeder mental darauf vorbereiten kann.

Matthäus Effekt

Und dann habe ich auch noch gelernt, dass es für das Phänomen „Reiche werde immer reicher“ einen Namen gibt. „Bei dem Matthäus-Effekt handelt es sich um eine soziologische These, die das Phänomen der aufeinander aufbauenden Erfolge beschreibt. Wo der Effekt in Kraft tritt, entstehen Erfolge durch bereits vorhandene Erfolge, teilweise losgelöst von den derzeitigen Leistungen. Durch dieses System gelingt es einer geringen Zahl von Menschen, extrem erfolgreich zu werden und dabei die Masse hinter sich zu lassen.“ Auch interessant: Der Namensgeber des Effekts ist der heilige Matthäus. „Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.“

Die Wohnung spiegelt auch ein bisschen die Seele wieder

Ich war und bin eine Chaos-Queen. Aber früher hat’s mich nicht gestört. Mittlerweile belastet mich Chaos sogar. Ich merke, dass es mir psychisch zumindest mal einen Ticken besser geht, wenn die Wohnung aufgeräumt ist. Ich zwinge mich richtig zum aufräumen, weil ich weiß, dass es wichtig für mein Wohlbefinden ist. Voll interessant!

Vejas reparieren

Alex‘ vegane Vejas sind leider an mehreren Stellen kaputt gegangen. Hinten innen und vorne rechts und links. Er hat sie zum Schuster gebracht und sie wurden ganz toll mit veganem Leder repariert. Wir lassen gerne vieles reparieren, statt neu zu kaufen, aber bei Schuhen hatte ich das irgendwie gar nicht mehr auf dem Schirm. Sneaker lassen sich jedenfalls auch wunderbar reparieren. 

Das habe ich irgendwann. Irgendwann, wenn ich „erwachsen bin“ habe ich einen Trolley und Wanderschuhe.
Das mache ich irgendwann. Irgendwann, wenn ich erwachsen bin.

Fakt ist, nein, man hat manche Dinge nicht einfach plötzlich, wenn man erwachsen ist. Die fallen ja nicht einfach vom Himmel. Man muss sie sich tatsächlich irgendwie besorgen aka (in den meisten Fällen) selber kaufen. Und ja, manche Anschaffungen tun weh. Jedenfalls ist diese Erkenntnis zwar extrem banal oder auch komplett bescheuert, aber irgendwie ging bei mir echt ein Lichtlein an. Ich habe jetzt nochmal genau priorisiert, welche materiellen Anschaffungen wirklich wichtig für mich sind und was nicht. Was wirklich wichtig ist: Gescheites Wanderoutfit (Dank PYUA hat sich das zum Teil erledigt) inklusive Wanderschuhe, ein kleiner Trolley oder eine große Reisetasche, ein großer Trolley, eine bestimmte Vintage-Uhr, eine Matratze, die wirklich auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist, ein neuer Lattenrost, Einlegesohlen und noch ein paar andere „Erwachsenen-Sachen“. 

Genau das gleiche mit Erlebnissen, Punkten auf der Bucketlist. Klar, manche Dinge kann man nicht sofort machen, weil sie gerade nicht so gut ins Leben passen. Und nicht alles, was man später machen will, wird aufgeschoben. Aber ich habe eben gemerkt, dass vieles, das ich als Erwachsene gerne haben oder machen wollte, nun fast genauso weit entfernt ist, wie noch vor einigen Jahren, obwohl ich nun de facto erwachsen bin. Wenn ich mich nicht aktiv darum bemühe, diese Vorhaben auch wirklich umzusetzen, wird es niemand anderer für mich tun. Ich weiß, es klingt dermaßen banal, aber für mich ist es mehr als das. Und nicht selten steht ja die simple Erkenntnis am Anfang der Veränderung.

The Social Dilemma

Das ist eine Doku auf Netflix, die sich jede*r angucken sollte, der/die Social Media benutzt. Ein Fact daraus: Die Selbstzerstörerischen Handlungen bei Jugendlichen, sowie Selbstmord bei Jugendlichen ist bis 2011 relativ konstant, seit es Smartphones gibt und Jugendliche sehr viel Zeit auf Social Media verbringen, steigt die Selbstmordrate stark an. Und noch einer: Fake-News verbreiten sich auf Twitter 6x schneller als wahre News.

Gefahr für unsere Böden

Jährlich gehen 24 Milliarden Tonnen durch Erosion verloren. Prognosen zufolge sind es nur noch 50-100 Ernten, bis das Erdreich erschöpft ist.

Russland ist nur halb so groß wie Afrika

Ich hatte den größten Aha-Moment! Wusstet ihr, dass Afrika viel größer ist als Russland? Russland wirkt nur auf der Weltkarte so riesig, genau wie Asien. Es ist anscheinend fast unmöglich, Form und Größe richtig darzustellen. Mehr Infos in diesem Artikel. Auch sehr spannend ist das Projekt eines japanischen Architekten, der sehr nahe an eine realistische Karte gekommen ist, die sich auch (fast) zu einer Kugel formen lässt – siehe hier.

Kreislaufwirtschaft

Ich beschäftige mich zwar schon lange mit Nachhaltigkeit in verschiedensten Bereichen, aber wie Kreislaufwirtschaft wirklich in der Praxis funktioniert, habe ich erst diesen Herbst bei einem Besuch bei Sonnentor verstanden. In dem Moment, als mir erklärt wurde, dass die Stängel der Kräuter oder anderer „Abfall“, der beim Sortieren der Kräuter und Blätter abfällt, als Dünger weiterverwendet wird oder daraus Pellets gemacht werden, womit ein Sonnentor-Werk in Tschechien geheizt wird, hat’s klick gemacht! Manchmal braucht man einfach nur ein banales Beispiel und versteht, was Sache ist. Mehr dazu kannst du in diesem Beitrag lesen.

Geplante Obsoleszenz

Der Begriff entstand in den 1930er Jahren in Amerika. Er wurde viele Jahrzehnte überwiegend in Bezug auf die Automobilindustrie verwendet. Heutzutage beschreibt er, wie Hersteller*innen absichtlich dafür sorgen, dass ihre Produkte kürzer halten, egal ob Waschmaschine, Handy oder Kleidungsstück. Das ist dann die erwünschte schnelle Warenalterung.

Zeolith als Wasserfilter der Maya

Zeolith ist ein Mineral, das gerne zum Binden von Schadstoffen bzw. zum Entgiften eingesetzt wird. Witzig ist, dass sich anscheinend bereits die Maya vor über 2000 Jahren den Eigenschaften von Zeolith bewusst waren und Zeolith als Wasserfilter benutzt haben. Das Mineral haben sie anscheinend aus 30km Entfernung herangeschafft und versucht, mit eben diesem Zeolith und Quarzsand ihr Wasser zu reinigen. Spannend, oder?

Die Erdzerstörer

Ich bin immer dabei, dazuzulernen und Zusammenhänge zu begreifen. Eine Doku, die so anschaulich, wie, meiner Meinung nach, keine andere, erklärt, wie es zu der Klimakrise kommen konnte und wie weit zurück die Anfänge liegen, ist ‚Die Erdzerstörer‘ von Arte. MUST WATCH

Unsere Böden als Kohlenstoffspeicher

Ich wusste gar nicht, dass nach dem Ozean nicht die Wälder, sondern unser Boden, der wichtigste Kohlenstoffspeicher ist.

Matriarchat

Während bei uns viele Jahrhundertelang das Patriarchat gelebt wurde, wurde in wenigen anderen Kulturkreisen tausend Jahre lang ein Matriarchat zelebriert. Ich habe dazu zwei Dokus gesehen und fand sie wahnsinnig spannend. Im Endeffekt ist natürlich das Learning: Ein Matriarchat wollen wir garantiert auch nicht leben. Gleichberechtigung macht Sinn, sonst nix.

Makro vor Mikro

Gelernt habe ich auch, dass ich mich bei meinen gesundheitlichen Themen manchmal zu sehr auf die „kleinen“ Dinge versteift habe, aber die Basics und „großen“ Dinge darüber manchmal aus den Augen verloren habe. Und dass Heilung so nur schwer möglich ist und der Weg deutlich steiniger. Dazu kommt sicher mal ein Beitrag.

Maulwurfhügel

Maulwürfe schützen Pflanzenwurzeln, indem sie Larven und Schädlinge fressen, die sich von den Wurzeln ernähren. Ein Maulwurfhügel hat also immer auch etwas Gutes.

Nein sagen und sich nicht schlecht fühlen

Vielleicht habt ihr auf Insta mitbekommen, dass mich ein netter Bekannter aus dem Supermarkt nach meiner Nummer gefragt hat und ich sie nicht hergeben wollte, es aber nicht ganz fertiggebracht habe nein zu sagen, weil ich ihn nicht vor den Kopf stoßen wollte. Ich konnte es dann doch herausschieben, weil eine Kundin hinter mir gewartet hat, habe aber gesagt, dass ich sie ihm nächstes Mal gebe. 
Ich habe dann in den Stories eine Umfrage zu dem Thema gemacht, weil ich mir nicht sicher war, wie man in solchen Situationen reagieren kann. Jedenfalls sehe ich ihn öfter im Supermarkt, da er dort Verkäufer ist. Durch eure tollen Antworten war ich gut vorbereitet und habe ihm beim nächsten Zusammentreffen ehrlich und direkt gesagt, dass ich die Plauderei mit ihm total nett finde, das aber nicht vertiefen will und ich mich nicht wohl damit fühle, ihm meine Nummer zu geben. 
Keine Ahnung, warum mich das so viel Überwindung gekostet hat. Im Endeffekt war es dann aber total easy und ich war sehr stolz auf mich für’s NEIN sagen und danach NICHT schlecht fühlen. 

Nebenniere – das vergessene Organ

Noch ein bisschen Health-Nerd-Talk am Ende:

Die Nebenniere ist ein zentrales hormonproduzierendes Organ des komplexen Stresssystems. Sie produziert vor allem die Stresshormone Cortisol und Adrenalin. Cortisol ist in viele weitere Stoffwechselprozesse des Körpers eingebunden und auch fürs Immunsystem spielt es eine zentrale Rolle. Im Zuge meiner gesundheitlichen Themen habe ich mich ein bisschen intensiver mit der Nebenniere beschäftigt. Ich finde es super wichtig, dass wir zumindest grob verstehen, was in unserem Körper vor sich geht, damit wir die Zusammenhänge leichter begreifen können. Wenn man z.B. lange Zeit chronischen Stress hat, kann die Nebenniere irgendwann nicht mehr
kompensieren und es entstehen Symptome, der Körper macht auf sich aufmerksam, weil er überfordert ist.
Wenn man versteht, wie die Nebenniere funktioniert, versteht man den eigenen Körper wider ein bisschen besser und versteht auch eher, warum Spaziergänge, Meditation, Ausgleich zum stressigen Alltag, Stressreduktion im Allgemeinen, usw. wirklich Sinn machen und nicht unterschätzt werden dürfen. 

Stress ist ja überhaupt ein irre spannendes Thema. Wenn man da mal tiefer eintaucht und lernt, was Stress auf körperlicher Ebene bedeutet, macht’s total Sinn, dass man wirklich achtsam mit sich umgehen
sollte und chronischen Stress so gut es geht irgendwie vermeiden sollte bzw. aktiv lernen muss, entspannter mit
herausfordernden Situationen umzugehen, sich ausreichend Pausen zu gönnen und auf sich zu hören. Denn sonst bringt uns das auf Dauer große gesundheitliche Probleme. Ein bisschen Stress bringt uns nicht um.
Regelmäßiger Stress und Anspannung sind mit der Zeit wirklich sehr ungünstig und können eine Kettenreaktion von Symptomen auslösen. 

Stress bedeutet evolutionsbiologisch die Vorbereitung auf Kampf bzw. Flucht. Wir haben dann diesen kleinen Hormon-Schock benötigt, wenn womöglich ein wildes Tier vor uns stand und wir fliehen oder kämpfen mussten. Wenn die Stresssituation überstanden ist, sinkt dann im Normalfall auch der Cortisolspiegel wieder. Wenn der allerdings dauerhaft oben gehalten wird, weil die Betroffene bspw. ständig angespannt ist oder der Betroffene dauergestresst ist, kann irgendwann nicht mehr reguliert werden. Folge: Das hormonelle Kontrollsystem gerät außer Rand und Band und es werden weiter und weiter und weiter Hormone produziert. Heutzutage ist man einfach viel anfälliger für Stress, als Menschen es vor Tausenden von Jahren waren. Die kannten vermutlich keine
Nebennierenprobleme.

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9 Comments

  • Reply Clara 22. Februar 2022 at 10:33 am

    Ein toller Artikel! War sehr interessant zu lesen

  • Reply mmor 10. Januar 2022 at 6:40 pm

    oh ja, die Nebennieren sind viel zu wenig beachtet! Ich habe auch erst erfahren, dass ich welche habe als bei mir Hashimoto diagnostiziert wurde. Wichtig ist auch, dass man das Hormonsystem von unten nach oben reparieren sollte, also erst die Nebennieren, dann die Schilddrüse.
    Vielleicht ist was für dich dabei:
    Was mir super geholfen hat, waren die Vagusnerv-übungen von Stephen Porges (geht easy im Alltag), TRE (neurogenes Zittern, mache ich jeden Abend. Das hat meine Stress-Wahrnehmung auch nochmal geschult. Selbst an einem „okay“-Tag hat meine Körperin mehr abgezittert als gedacht), der X-Prozess nach Luschas und keine Kompromisse bei meiner Energie machen. Wenn es mich erschöpft, kostet es mich zu viel!

  • Reply Ella 6. Januar 2022 at 1:25 pm

    Super spannend zu lesen, was du alles so geschafft hast in diesem Jahr und es motiviert mich noch mehr, nun endlich auch mal das Thema ETF´s-Anlegung anzugehen. Eine Frage dazu: Bist du bei der Tomorrow Bank und konntest du dort dann auch dein Depot anlegen oder bietet die Bank das aktuell noch nicht an? Viele liebe Grüße

  • Reply Anni 5. Januar 2022 at 10:51 am

    Danke für deinen Rückblick! Dabei habe ich auch noch etwas Neues gelernt 🙂
    Besonders der Abschnitt mit den Hautproblemen und ein dadurch verändertes Verhalten hat mich berührt -das kenne ich leider auch… Vielleicht kannst du mal berichten, was dir so gesundheitlich zurzeit hilft? Da scheint ja vieles gerade für dich in die richtige Richtung zu gehen -wie schön! 🙂
    Viele liebe Grüße und ein frohes 2022 euch beiden

  • Reply Alma 4. Januar 2022 at 4:58 pm

    Toller Bolgeintrag! Falls du mehr über Kreislaufwirtschaft wissen möchtest, vorallem das Potential dahinter auch im Bezug auf Architektur, technische Produkte und co. dann schau mal in das Buch „Cradle2 Cradle -Einfach intelligent produzieren“ von Michael Braungart 🙂

  • Reply Lara 4. Januar 2022 at 2:13 pm

    Danke für diesen sehr persönlichen Einblick in dein Jahr! Vor allem der Abschnitt, in dem du berichtest, wie stolz du bist, dass du allein Auto gefahren bist, wird mir im Kopf bleiben, denn das ist etwas, woran ich auch gerade arbeite. Gut zu wissen, dass ich nicht die Einzige mit dieser Herausforderung bin. 🙂

  • Reply Milena 3. Januar 2022 at 1:21 am

    Sehr interessant! Alles Gute für 2022. Welche Dokus über das Matriarchat hast du denn gesehen? Liebe Grüße

  • Reply Caro 31. Dezember 2021 at 8:17 pm

    Wieder was gelernt (auch über dich)! Mögest du gesund und glücklich das neue Jahr beschreiten – es soll zu einem deiner Besten werden!

  • Reply Ilsemarie 31. Dezember 2021 at 5:05 pm

    Super toller Bericht

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