Endlich habe ich Zahnpulver selbst gemacht. Das stand nicht nur gefühlt, sondern tatsächlich, monatelang auf meiner To-Do-Liste. Anfang Mai haben wir dann Natron und Xylit (Birkenzucker) im Unverpacktladen besorgt und los ging’s. Die restlichen Zutaten hatten wir nämlich bereits zuhause. Es ist so einfach und super günstig, Zahnputzpulver – oder auch Zahnkreide oder Zahnpulver genannt – herzustellen, dass ich mich echt wundere, warum das nicht mehr Leute machen. Es ist die perfekte Zero Waste / Less Waste (je nachdem, was du reintust) Alternative zu Zahnpasta. Abgesehen davon ist es sooo praktisch. Für unterwegs und auf Reisen braucht man nur einen Mini-Behälter und ist wunderbar versorgt. Der mega Pluspunkt ist natürlich der Müll, den man durch selbstgemachte Zahnkreide einspart. Plastikmüll durch Tuben, ade! Hello nachhaltiges Zähneputzen – natürlich in Kombi mit plastikfreier Bambus-Zahnbürste. Man bekommt (fast) alle Zutaten unverpackt oder hat sie sowieso bereits zuhause. Ich finde ja, dass sich so ein Gläschen mit Zahnputzpulver auch perfekt als DIY Weihnachtsgeschenk eignet.
Da meine Bucketlist für letzten Sommer dazu geführt hat, dass ich mehr unternommen habe, weil ich mir bewusst Zeit für die Dinge auf der Liste genommen habe und sie auch euch inspiriert hat, mache ich dieses Jahr gleich wieder eine. An Tagen, an denen ich irgendwie nichts mit mir anzufangen wusste oder an denen ich irgendwas unternehmen wollte, aber nicht wusste was, habe ich einfach losgelegt. Abgesehen davon bin ich ja ein kleiner Listen-Junkie und liebe es, zu verschiedensten Themen Listen anzulegen. Es geht mir nicht darum, auf Biegen und Brechen jeden Punkt abzuhaken, sondern mich einfach selbst ein wenig zu motivieren und mir vor Augen zu führen, was es alles für schöne Erlebnismöglichkeiten gibt!
Knusprige, gesunde Kartoffelpizza [vegan, glutenfrei] mit Pilz-Spinat-Cashew-Topping + saisonalem Grünzeug
Ich ernähre mich aktuell fast nur von Kartoffelpizza. Kein Witz! Natürlich mit ständig wechselnden Toppings. Aber trotzdem, die Basis bleibt gleich und die ist sooo einfach und recht schnell gemacht. Eines ist klar: Wenn man Kartoffeln liebt, dann liebt man diese Pizza. Nachdem ich gefühlt 300 Mal Kartoffelpizza auf Instastories geteilt habe, gibt’s heute endlich das Rezept für euch. Ihr werdet verwundert sein, wie simpel es ist. Als Topping habe ich mir eine Cashew-Pilz-Spinat-Fenchel-Variation einfallen lassen. Ihr könnt die Pizzen natürlich belegen, wie auch immer ihr möchtet! Richtig gut schmeckt auch veganer Frischkäse und Grillgemüse dazu. Yummy! Die Kartoffelpizza schmeckt logischerweise nicht identisch zu herkömmlicher Weizenpizza. Sie ist einfache eine leckere, kartoffelige, gesunde Alternative, die ich als Kartoffel-Junkie lieeeebe.
Frühlingshaft frischer, grüner Spargel-Pasta-Salat mit zitronigem Tahini-Dressing
Wer liebt die Spargelsaison nicht? Ich kenne echt niemanden! Da weißer Spargel meistens unter riesengroßen schwarzen Planen gezüchtet wird, die oft nach einem Feld entsorgt werden, haben wir entschieden, nur noch grünen Spargel zu kaufen. Ich mag den auch geschmacklich viel lieber! Oh und vorhin war ich im Biomarkt, weil der ganze Spargel, den wir lose beim Markt gekauft haben, schon aufgefuttert war, und da ist mir aufgefallen, dass der meiste Spargel nicht aus Österreich kommt, sondern aus Italien. Ich weiß, man ist, wenn ein bestimmtes Gemüse in Saison ist, gar nicht so darauf konditioniert, zu schauen, woher es kommt, aber es ist dennoch so wichtig. Denn nur weil etwas bei uns in Saison ist, heißt das leider nicht, dass der Supermarkt es auch wirklich nur aus unserem Land bezieht. Super schade, ich weiß. Aber umso wichtiger, dass wir als Konsumenten tatsächlich nur den österreichischen Spargel (bzw. den deutschen Spargel, wenn du in D wohnst) kaufen. Ich weiß, vielen von euch ist das ohnehin bewusst, aber vielleicht ist es auch einfach ein kleiner Reminder. In diesem Zuge kann ich euch die Doku Europas dreckige Ernte nochmal sehr ans Herz legen.
Wusstet ihr, dass in Deutschland pro Sekunde 313 Kilogramm genießbare Lebensmittel weggeworfen werden? Das ist Irrsinn. Auf der einen Seite der Welt verhungern Kinder und wir werfen mit noch verwertbaren Lebensmitteln um uns. Eine Followerin hat mir berichtet, dass sie einen Tag in einer Tankstelle gearbeitet hat und dass dort alle drei Stunden alles aus der Vitrine weggeworfen wird, weil es immer super frisch sein muss. Nach drei Stunden! Es wird einfach alles ausgewechselt. Bei McDonalds müssen die Burger sogar alle paar Minuten ausgetauscht aka weggeworfen werden, weil man auch hier vermeiden will, dass sie nicht ultra frisch sind. Die Geschichten sind endlos und alle sind sie wahr. Fakt ist, es läuft einiges schief. Wenn man die weltweite Lebensmittelverschwendung in Prozent anschaut, dann stehen Obst und Gemüse mit 45% an erster Stelle und Fleisch mit 20% an letzter Stelle.
April Life Update: Kabarett-Tipp, Sonnentor-Kräuterdorf, Trenchcoat-Umwandlung, Zell-Elixier, Vintage-Shops in Wien & Buch-Empfehlungen
Der April war sehr schön. Ich schaffe es immer besser und besser, mich nicht in irgendwas reinzustressen, nehme mir die Auszeiten, die meine Seele braucht, um zu baumeln und mache bewusst immer mehr von dem, was mir gut tut. Ich habe viele inspirierende Gespräche geführt, Pläne geschmiedet (Sommer Bucketlist in the making!), bin gestern im Luna Yoga in den Mai getanzt und habe fast jeden Tag Kartoffelpizza gegessen haha. Rezept koommmt! Mit der Produktivität hat es allerdings gehapert diesen Monat. Ich bin nicht in die Pötte gekommen. Aber okay, kommenden Monat kriege ich das wieder besser hin. Die Motivation ist bereits da. Einen sehr, sehr aufwändigen Artikel habe ich jedoch, neben kleineren Beiträgen, zustande gebracht und eine interessante Erkenntnis gemacht. Wie manche wissen, ist das der Artikel über die signifikant nachlassende Artenvielfalt und das Insektensterben. Es ist ein ausführlicher Text mit wirklich wichtigen Informationen, die uns alle was angehen, da sich ein Kollaps des Ökosystems anbahnt und keiner genau weiß, was dann passiert. Rosige Zeiten kommen jedenfalls nicht auf uns zu. Ich will jedoch auf etwas ganz anders hinaus. Ich habe nämlich eine Beobachtung gemacht.
Artenvielfalt Ade: Was das Insektensterben auslöst, was es für die Menschheit bedeutet und wie es überhaupt dazu kam
So Leute. Das ist ein intensiver Artikel. Und ein wichtiger. Was hier drin steht, geht uns alle was an und es ist sehr, sehr essentiell bzw. sogar überlebenswichtig (warum, erkläre ich weiter unten), dass wir das Insektensterben und die abnehmende Artenvielfalt verstehen und aktiv etwas dagegen tun. Los geht’s!
Who made my clothes? Mit Grüne Erde einen Blick hinter die Kulissen der Leinenweberei Vieböck in Österreich werfen
Ich durfte mit Grüne Erde einen Blick hinter die Kulissen der Leinenweberei Vieböck in Helfenberg werfen. Das ist ein kleiner Ort im Mühlviertel in Oberösterreich. Ich hatte erwartet, dass es ein interessanter Tag wird, aber dass es so spannend wird, hätte ich nicht gedacht. Der Besitzer, Herr Kobler, hat uns jede klitzekleine Frage beantwortet und uns genau erklärt, wie das denn nun funktioniert, mit der Leinenweberei. Außerdem habe ich gefragt: Who Made My Clothes? Aber alles der Reihe nach.
Super gesunder Frühlings-Flammkuchen auf Quinoa-Basis [vegan & glutenfrei] mit Jungzwiebel-Overdose, homemade Pesto und Blutampfer
Könnt ihr euch noch an die Spinatpizza mit Quinoa-Boden erinnern? Es ist das allerbeliebteste Rezept aller Zeiten. Es wurde, kaum zu glauben aber wahr, 12.000 Mal auf Pinterest geshared. Worüber ich mich sooo freue! Viele von euch haben mir geschrieben, dass sie diese gesunde, vegane & glutenfreie Pizza lieben. Deshalb gibt es heute ein kleines Revival in Form eines knusprig-köstlichen, gesunden Flammkuchens auf Quinoa-Basis. Der ist fast noch besser als die Pizza und echt ein kleines (oder großes) Frühlings-Highlight. Ich könnte mich nur noch davon ernähren! Letztendlich könnt ihr den veganen & glutenfreien Flammkuchen belegen, wie ihr möchtet, aber die Basis mit der Creme Fraiche, den vielen Zwiebeln und den Jungzwiebeln würde ich auf jeden Fall beibehalten. Schmeckt irre guuuuut! Ich habe dann noch Spargel (weil saisonal), Bärlauchpesto (weil en masse in unserem Kühlschrank vorhanden und auch saisonal) und Blutampfer (weil er den Winter auf Balkonien überlebt hat und nach Verarbeitung schreit) draufgepackt. Dazu noch die üblichen Verdächtigen unter den Toppings wie Hanfsamen, Microgreens und Co und wir sind good to go. Im Endeffekt könnt ihr bei dem Belag variieren, wie ihr möchtet.









